Rüdiger Wulf

Magie und Illusionen

Er liebte schon den Geruch, der in der Luft lag, seit er das Museumsgelände betreten hatte. Waffeln, Zuckerwatte und vor allem … Reibekuchen. Herrlich! Er würde sich gleich ein paar genehmigen – sobald er sich einen Überblick verschafft hatte, was es in diesem Jahr zu sehen gab auf dem Hof und rings um die Gebäude der alten Zeche. In diesem Moment setzte gerade irgendwo das Spiel einer Kirmesorgel ein, die gut und gerne für ein ganzes Orchester durchging. Eigentlich war er gar kein Kirmes-Freak. Was sich da alljährlich in Herne-Crange abspielte zum Beispiel, interessierte ihn nicht die Bohne. Was ihn faszinierte, waren die alten Karussells, die richtig alten, wie man sie nur beim „Festival der Jahrmarktkultur und Straßenkunst“ auf dem weitläufigen Gelände der einstigen Vorzeigezeche geboten bekam: das Kettenkarussell und das Riesenrad aus Holz, der altertümliche Autoscooter und natürlich die Raupe, an die er sich selbst noch gut erinnern konnte … Wenn das Verdeck zuging, wurde geknutscht. Das wussten natürlich auch die Mädchen … und so war ihre Bereitschaft, sich auf eine Fahrt zu zweit einzulassen, meistens schon die halbe Miete … „Hau den Lukas!“ Eine gefährliche Sache … Schon so mancher hatte da die Kraft seiner Oberarme erheblich überschätzt. Und sich vor den Freunden und – noch schlimmer – der neuen Freundin unsterblich blamiert. Als er selbst zum ersten Mal mit einer Freundin die Kirmes besucht hatte, war der traditionelle „Lukas“ aber schon sehr selten gewesen. Was es damals überhaupt nicht mehr gegeben hatte, ihn aber heute umso mehr faszinierte, waren Attraktionen wie das „Kuriositätenkabinett“ und die „Revue der Illusionen“. Letzteres war eine Art mobiles Varieté-Theater, das mit der berühmten Dame ohne Unterleib, mit einem Mädchen ohne Kopf und einer schwebenden Gedankenleserin warb – wie auf dem kunstvoll gemalten Programmaushang zu lesen, vor dem er gerade stand … als ihn der Mann von hinten über die Schulter ansprach.

„Das würde ich mir gut überlegen …“ Eine tiefe, wohlklingende Stimme. „Alles nur billige Tricks.“ Ehe er sich umdrehen konnte, stand der Mann schon neben ihm. Er trug eine auffällige altmodische Mütze aus rotem Stoff, die einem flachgedrückten runden Kissen ähnelte und aus dem Mittelalter zu stammen schien. Durch zwei kleine Schlitze im Stoff war eine Feder gezogen, eine gewöhnliche Hahnenfeder offenbar, aber ebenfalls rot, feuerrot. Eine Farbe, die der Mann zu bevorzugen schien: Der lange, weite Mantel oder besser Umhang, in den er gehüllt war, wirkte wie in Blut getaucht. Doch sein Aufzug – der überall sonst Aufsehen erregt hätte – fiel hier gar nicht weiter auf unter den vielen Jongleuren, den Feuerspuckern, Stelzenläufern, Pantomimen und Zauberern, die das Zechengelände bevölkerten. Sie waren mindestens ebenso fantasievoll gewandet wie der Mann in Rot.

Die dunkle Sonnenbrille war das Einzige, das nicht zum altertümlichen Outfit des Mannes passte. Das leichte, filigrane Gestell aus silbern glänzendem Metall passte auch nicht zu der kräftigen Hakennase, auf der es klemmte. Doch die kleinen, kreisrunden Gläser erfüllten voll und ganz den Zweck, dem sie vermutlich dienen sollten: die Augen des Mannes zu verbergen. Nicht nur vor der Sonne. Die er aber auch nicht zu fliehen schien, wenn man seinen Teint richtig deutete. Sein Gesicht war mager, die Wangenknochen und das Kinn mit dem kleinen Ziegenbärtchen traten hervor.

„Kommen Sie doch mal zu mir …“ Er deutete an der großen Maschinenhalle vorbei auf einen Teil des Geländes, wo mehrere Lokomotiven und Waggons von Zechenbahnen standen. „Mein Zelt erkennen Sie sofort. An der Farbe …“ Zwei Reihen makellos weißer Zähne wurden sichtbar, als er grinste. „Es ist grün.“ Er wandte sich ab, um zu gehen, blieb dann aber doch noch einmal kurz stehen und raunte dem Zurückbleibenden über die Schulter zu: „Sie werden sich wundern, Monsieur Thaddäus.“

War der Mann Franzose? Wohl kaum, so wie er den Namen Thaddäus aussprach … Absolut akzentfrei. Aber woher kannte der Mann den Namen überhaupt? Thaddäus war sich nicht einmal sicher, ob all seine Freunde und Bekannten – die ihn nur Teddy nannten – seinen richtigen Namen noch kannten … Nachdenklich begab er sich, der Nase folgend, zum Reibekuchenstand. „Drei Stück bitte! Mit viel Apfelmus! Und ein Bier dazu!“ Es war gerade wenig los, er wurde sofort bedient. Und eins der kleinen runden Stehtischchen war auch noch frei. Während er den ersten Bissen des vor Fett nur so triefenden, aber köstlichen Kartoffelplätzchens mit einem kräftigen Schluck herunterspülte, schaute er unwillkürlich in die Richtung, in der, schon fast am Ende des Geländes, die alten Lokomotiven standen.

Thaddäus hätte schwören können, dass das Zelt bei seinem ersten Rundgang über das Gelände noch nicht hier gestanden hatte. Aber das war natürlich unmöglich. Niemand baute ein so großes Zelt – er schätzte es auf acht mal vier Meter – mal eben so in einer halben Stunde auf … Er musste es einfach übersehen haben. Vielleicht weil es so abseits lag. Und weil es mit seiner grünen Farbe ohne jeden Schmuck gar nicht so aussah, als gehöre es zur Kirmes. Das heißt … ohne jeden Schmuck stimmte nicht ganz. Vorn auf der Stirnseite konnte er jetzt ein Plakat erkennen.

Noch bevor er nah genug herangekommen war, um den Text zu lesen, erkannte er den Mann in Rot. Sein ovales Porträt prangte mitten auf dem Plakat. Dass es sich nicht um ein Foto, sondern ein gemaltes Bild handelte, trug zum altertümlichen Eindruck, den das Plakat machte, ebenso bei wie die gewählte Schrifttype. Die Zeile am oberen Rand war schon von Weitem zu lesen: „Wolkonski-Braun“. Der Name des Mannes offenbar. Und dann in gleicher Größe etwas weiter unten: „Theater für Magie und Illusionen“. Beim Näherkommen konnte Thaddäus auch lesen, was in kleinerer Schrift unter dem Doppelnamen stand: „Hofmagier des Zaren – No. 1 in Westfalen“. Er stutzte. In Russland gab es schon lange keine Zaren mehr. Seit über hundert Jahren. Doch der Mann auf dem ovalen Bild ähnelte dem Mann in Rot wie ein Ei dem anderen … Sein Blick wanderte weiter, über die bunten Zeichnungen links und rechts neben dem ovalen Porträt. Sie sollten wohl die Attraktionen zeigen, die das „Theater für Magie und Illusionen“ zu bieten hatte: einen totenblassen Mann mit gequältem Gesichtsausdruck etwa, der einen glühenden Stein auf den Schultern trug, eine Frau mit weißem Schleier, die über dem Boden schwebte, ein anderes Wesen, ebenfalls in Weiß, das auf einem Grab hockte, eine Art Wolf im Anzug eines Mannes, eine verführerisch dargestellte Frau, die aber die Gesichtszüge einer Katze trug, und ein Wesen, das aussah wie eine Wurzel, aber von menschlicher Gestalt war. Jedes der Bilder war mit einer Bildunterschrift versehen, die zum Besuch der Vorstellung animieren sollte: „Tote, die keine Ruhe finden. Gespenst oder Frau: Wer weiß es genau? Nachts auf dem Friedhof. Halb Mann und halb Bestie. Die zauberhafte Katzenfrau. Unter dem Galgen geboren.“ Quer über das ganze Plakat war ein Papierstreifen geklebt: „Vorstellungen bei Bedarf“ … Bei Bedarf? Thaddäus schüttelte noch den Kopf, als er um die Ecke des Zeltes bog, um den Eingang zu finden.

DerHund schien Thaddäus bereits bemerkt zu haben, bevor der um die Ecke bog. Es war ein mächtiger schwarzer Hund. Er hatte vor dem Eingang gelegen und erhob sich just in dem Moment, als Thaddäus ihn erblickte. Während er im Zelt verschwand, glaubte Thaddäus ein Glühen, wie von einem Feuer, in seinen Augen wahrzunehmen. Ein Reflex vielleicht, von der Sonne oder einer Lampe im Inneren des Zeltes. Thaddäus begab sich zum dritten der vier Tuchelemente, die die Außenwand auf der Längsseite des Zeltes bildeten. Das Tuch war nach innen hochgeklappt und öffnete so einen Zugang. Als Thaddäus ihn erreichte, war der Hund im Halbdunkel verschwunden, das nur im Bereich unmittelbar hinter dem Eingang etwas vom Zeltinneren erkennen ließ. Als Thaddäus zögernd das Zelt betrat, tauchte rechts von ihm eine Gestalt auf: ein blasser, unrasierter, in Lumpen gehüllter Mann mit einem zerdrückten Hut in der ausgestreckten Hand. Thaddäus kramte in seiner Geldbörse. Doch die Münze, die er in den Hut warf, fiel scheppernd auf den Holzboden. Der Hut musste ein Loch haben. Ehe Thaddäus jedoch das Geldstück aufheben und dem Bettler anderweitig zustecken konnte, hörte er hinter sich ein Geräusch. Es kam von einer Art kleiner Bühne, die man im Halbdunkel gerade noch erahnen konnte. Da aber die Ursache für das Geräusch nicht auszumachen war, wandte Thaddäus sich wieder dem Bettler zu … der allerdings schon, ohne ein Wort zu sagen, wieder verschwunden war. Thaddäus schüttelte irritiert den Kopf und setzte sich – auf die einzige Sitzgelegenheit, die er erkennen konnte: einen schon in die Jahre gekommenen, aber bequem wirkenden Polsterstuhl mit Armlehnen, der ganz allein mitten im Zelt stand.

Kaum hatte sich Thaddäus auf den Stuhl gesetzt, als sich auch schon der Eingang schloss. Und es wurde dunkel. Tief schwarze Dunkelheit … Man konnte die eigene Hand nicht mehr vor Augen sehen. Plötzlich flammte ein Scheinwerfer auf, und der Mann in Rot erschien: Wolkonski-Braun, der Hofmagier des Zaren … Thaddäus wusste immer noch nicht, was er von diesem Titel halten sollte. Doch das war jetzt auch nicht das Thema. Der Mann in Rot öffnete kurz seinen Umhang. Ein Funkenregen sprühte auf und ergoss sich über die Bühne. Ein eher mittelmäßiger Trick, wie Thaddäus fand. Sein Blick fiel auf die Stiefel des Magiers: Sie waren unterschiedlich groß …

"Herzlich willkommen, liebes Publikum!“ Die Stimme des Magiers riss ihn aus seinen Gedanken. Thaddäus schaute sich um, konnte kein Publikum erkennen. Außer seiner eigenen Person. „Herzlich willkommen im Theater für Magie und Illusionen!“ Der Mann in Rot verbeugte sich und machte eine einladende Handbewegung. „Herzlich willkommen im Namen der Direktion … in meinem Namen …“ Er grinste. Ein Grinsen, das Thaddäus entfernt an den Schauspieler Jack Nicholson erinnerte. „Ich werde Sie heute höchstpersönlich durch unser Programm begleiten …“ Der Magier fuhr fort, ohne seinen Namen genannt zu haben – was Thaddäus erstaunlich fand. „Durch ein bemerkenswertes, ergreifendes, erschreckendes Programm … ein Programm – inspiriert und infiziert von den Abgründen der westfälischen Seele … einer zutiefst schwarzen Seele, wie ich finde … was Sie mir gewiss bestätigen werden … am Schluss dieses Programmes … das nun beginnen soll.“ Er grinste noch einmal breit, verbeugte sich und … verschwand. Ein schöner Effekt, wie Thaddäus fand. Obwohl natürlich nur der Spot ausgeschaltet worden war, in dessen Lichtkegel der Magier gestanden hatte. Nun machte sich im Hintergrund der Bühne ein diffuses grünes Licht breit, begleitet von aufsteigenden Nebelschwaden … Thaddäus staunte, wie tief der Raum nun wirkte – obwohl doch das ganze Zelt nur etwa acht Meter lang war.

Ein lautes Ächzen und Stöhnen ertönte. Thaddäus zuckte zusammen. Das Geräusch stammte von einer Gestalt, die jetzt in gebückter Haltung über den hinteren Teil der Bühne schlurfte, niedergedrückt von einem schweren Gewicht, das sie auf dem Rücken trug. Da der Mann – denn ein Mann war es offenbar – sich jedoch vor dem grünen Licht bewegte, war er für Thaddäus nur als Silhouette erkennbar. Das Gewicht auf seinem Rücken mochte ein Stein sein oder ein Felsbrocken, der irgendwie zu glühen schien … Mehr konnte Thaddäus aber nicht erkennen, zumal dann auch das grüne Licht wieder erlosch und mit ihm die Erscheinung verschwand. Doch es blieb nicht lange dunkel auf der Bühne. Im vorderen Bereich auf der rechten Seite begann es flimmern. Ein blasser, bläulicher Lichtschein breitete sich aus. Er umgab den zerlumpten Bettler, dem Thaddäus schon am Eingang begegnet war. Der Mann streckte wieder die Hand mit dem zerdrückten Hut aus, in den Thaddäus vergeblich seinen Obolus geworfen hatte … doch dann war die Erscheinung auch schon wieder verschwunden. Dafür tat sich nun im linken vorderen Bereich der Bühne etwas …

Die große, schlanke Frau trug ein langes, wallendes, schleierartiges Gewand aus schneeweißem Tuch, das die Körperformen durchscheinen ließ. Ihr Gesicht war durchaus hübsch, jedoch ebenso weiß wie ihre Kleidung. Und als sie die Bühne verließ, stieg sie nicht etwa die drei Stufen der Treppe hinunter, sondern schwebte eine Handbreit über den Stufen hinab – um dann ebenso eine Handbreit über den hölzernen Fußboden des Zeltes auf Thaddäus zuzuschweben … der in diesem Moment völlig perplex, zu keiner Reaktion fähig war. Als ihn die Frau erreichte, waren beide von der seltsamen Helligkeit, die von ihr ausging, umgeben. Die Bühne und der Rest des Zeltes versanken wieder im Dunkel.

„Wiedergänger … Untote … Täter und Opfer … Betrüger und Mörder und unschuldig Erschlagene, die nach ihrem Tode umgehen müssen, weil sie keine Ruhe finden …“ Die tiefe Stimme des Magiers klang auch bei dieser seltsamen Litanei noch angenehm. Thaddäus vermochte jedoch wegen der absoluten Dunkelheit, die um ihn und die weiße Frau herum herrschte, nicht zu sagen, wo sich Wolkonski-Braun gerade aufhielt. Die Stimme konnte überall und nirgends herkommen. „Der Betrüger, der keine Ruhe findet, weil er im Leben unrechtmäßig einen Grenzstein versetzt hat – den er nun schleppen muss bis in alle Ewigkeit … wenn ihn niemand erlöst. Der unschuldige Bettler, der von einem brutalen Soldaten erschossen wurde … aus reiner Lust am Töten. Die Frau, die ihr neugeborenes Kind umgebracht hat … weil es von einem Mann stammte, mit dem sie nicht zusammen sein durfte …“ Die Stimme brach ab. Thaddäus schaute erschrocken die weiße Frau an, die immer noch vor ihm stand.

„Nein, ich bin keine Kindsmörderin“, flüsterte sie leise, wie im Selbstgespräch. „Mein ganzes Vergehen war, dass ich Geld vergraben habe … und gestorben bin, ohne dass der Schatz wieder gehoben wurde … was mir die Seelenruhe raubt – bis ich jemanden finde, der den Schatz hebt …“ Sie schaute Thaddäus intensiv aus ihren eisblauen Augen an. „Äh … Moment mal …“, stammelte Thaddäus. „Verstehe ich das richtig …“ Er suchte noch die passende Formulierung für seine Frage, als er plötzlich hinter sich ein Geräusch vernahm. Ein Geräusch, als ob krallenbewehrte Hundepfoten über einen hölzernen Fußboden liefen … Thaddäus fuhr herum und blickte in zwei untertellergroße rot glühende Augen. Ein riesiges, mannsgroßes, schwarzes, zottiges Vieh. Mit einem Gebiss wie ein Wolf und einem großen, schweren Knüppel an einer rostigen Eisenkette um den Hals. Es war ein Hund, aber kein normaler. Das ganze Tier – wenn es denn überhaupt ein Tier war – umgab ein schwacher feuerroter Schimmer. Die glühenden Augen schauten Thaddäus unverwandt an, während der Hund noch zu wachsen schien … Thaddäus sprang von seinem Stuhl auf, um sich schützend vor die weiße Frau zu stellen. Als er jedoch kurz über die Schulter blickte, war die Frau verschwunden. Thaddäus drehte sich wieder zu dem Hund um, aber … nun war auch der verschwunden … Wo um alles in der Welt, war er hier nur gelandet?

„Hochverehrtes Publikum!“ Die Stimme klang, was Tonfall und Betonung anbetraf, so ähnlich wie die Stimme des Magiers, doch war sie nicht so volltönend und kräftig, sondern dünner, erheblich dünner … Als der Scheinwerfer aufflammte, stand im grell weißen Lichtkegel ein Zwerg. Ein Zwerg, wie er im Buche stand – im Märchenbuch nämlich: kaum einen halben Meter groß, mit einer roten Zipfelmütze auf dem Kopf und einer Knollennase im alten, runzlig-braunen Gesicht, das halb verborgen lag unter dicken, buschigen weißgrauen Augenbrauen und einem langen Rauschebart in derselben Farbe. Neben dem Bart schaute an beiden Seiten eine Lederschürze von undefinierbarer Farbe hervor, unter der der Alte eine Art erdbraunes Wams trug über einer grünen Pluderhose, die in derben dunkelbraunen Stiefeln steckte. Und die Stiefel … Thaddäus bemerkte es erst bei genauerem Hinsehen … schwebten etwa zehn, zwölf Zentimeter über dem Boden.

„Hochverehrtes Publikum!“ Der Bärtige blickte Thaddäus direkt an. „Wie Sie ja wahrscheinlich wissen …“ Er zögerte einen Moment und schaute Thaddäus etwas irritiert an. „Wie Sie ja – möglicherweise – wissen, sind wir, das Kleine Volk, nicht nur in Westfalen bekannt dafür, dass wir uns bestens auskennen mit allen Schätzen, die Mutter Erde für uns bereit hält …“ Er machte eine bedeutungsvolle Pause. „Doch nicht nur mit Kohle und Erz, Gold, Silber und Edelsteinen sind wir vertraut: Auch die Geheimnisse der Pflanzen, die Mutter Erde in ihrem Schoß gedeihen lässt, werden bei uns von Generation zu Generation überliefert!“ Der Alte sah Thaddäus mit einem Blick an, der durchaus Zweifel beinhaltete, ob sein Zuhörer zu würdigen wusste, was er ihm da erzählte. „Von Generation zu Generation …“ Er beugte sich zu dem alten Kartoffelsack, der vor ihm auf dem Boden der Bühne lag, griff hinein, begann, darin zu wühlen … und zog schließlich eine braune Wurzel hervor, etwa so groß wie eine kleine Karotte. Auf einen entsprechenden Blick des Knollennasigen hin reagierte Thaddäus sicherheitshalber mit Applaus, obwohl er keine Ahnung hatte, worauf das Ganze hinauslief – und diese verschrumpelte Wurzel nun wirklich nichts Spektakuläres an sich hatte.

„Die Springwurzel, meine Damen und Herren …“ Der Zwerg hielt das unscheinbare Stück ins Licht, als handelte es sich um eine kostbare Preziose. Trug er diesen Text sonst tatsächlich vor einem größeren Publikum vor? „Die Springwurzel erhält man, wenn man das Loch zur Nisthöhle eines Grünspechts in einem Baum mit einem Holzstück verschließt …“ Was erzählte der Kerl da … Thaddäus rutschte unruhig in seinem Sessel hin und her. Er schüttelte unwillkürlich den Kopf. „Der Grünspecht kehrt zurück, findet das Nest verschlossen, fliegt wieder fort, um eine Springwurzel zu holen … und nur er weiß, wo sie zu finden ist!“ Kurze Pause. Thaddäus war sich nicht sicher, ob er applaudieren sollte, ließ es dann aber. „Der Specht kommt zurück, hält die Wurzel vor das Nest, und das Holzstück, das sie verschließt, springt mit einem Knall heraus.“ Jetzt klatschte Thaddäus doch, erntete dafür aber einen bösen Blick: Der Bärtige war noch nicht fertig und wurde offenbar ungern unterbrochen. „Der Vogel will nun aber nicht, dass die Springwurzel in andere Hände gelangt, und wirft sie in das Feuer, das unter dem Baum brennt … wie er glaubt … aber es handelt sich um ein rotes Tuch … das wir dort ausgebreitet haben … um in den Besitz der Springwurzel zu gelangen!“ An dieser Stelle erwartete der Redner Applaus, doch Thaddäus verpasste seinen Einsatz. Missmutigen Blickes begann der Zwerg erneut im Kartoffelsack zu wühlen, und zog schließlich mühsam ein für ihn deutlich zu großes, schweres Vorhängeschloss hervor. Mit einigem Kraftaufwand drückte er das offene Ende des Bügels ins dafür vorgesehene Loch: Das Schloss war zu. Nur mit Hilfe des Schlüssels würde es wieder zu öffnen sein, dachte Thaddäus. Und lag damit natürlich falsch. Der Bärtige hielt nur die Wurzel ans Schloss – und der Bügel sprang wieder auf. „Früher sollen sich Diebe und Einbrecher in Westfalen eine Springwurzel an den angeritzten Daumen gesteckt haben, wo sie dann angewachsen sei … so wie der aufgepfropfte Zweig beim Pfropfen eines Obstbaumes! Und dann war kein Schloss mehr vor ihnen sicher …“ Der Zwerg grinste zum ersten Mal. Thaddäus applaudierte erleichtert. Der Knollennasige wandte sich wieder dem Kartoffelsack zu.

Das schmale hölzerne Kästchen war gut 30 Zentimeter lang und hatte die Form eines kleinen Sarges. Als der Zwerg das Kästchen aus dem Sack zog, meinte Thaddäus auf dem Sargdeckel das gemalte Bild eines Mannes zu erkennen, der an einem Galgen hing. Dann ging das Licht aus. Der Scheinwerfer, der den Gnom mit einem Kegel aus weißem Licht umgeben hatte, erlosch – und wurde kurz darauf durch eine Art grünen Spot ersetzt, der nur noch den kleinen Sarg anstrahlte. Der Zwerg hob vorsichtig den Deckel, dessen Innenseite ein Kreuz zierte. Ein Bündel wurde sichtbar, das, in weiße und rote Seide gehüllt, fast vollständig das Kästchen ausfüllte.

„Das Galgenmännchen, auch Alraune genannt, soll seinen Besitzer reich und glücklich machen.“ Noch während er das sagte, nestelte der Bärtige schon an den Seidentüchern. „Aber es war äußerst schwer zu bekommen.“ Zwischen den Tüchern war jetzt etwas Braunes erkennbar: eine Wurzel wiederum, doch von ganz anderer Gestalt als die Springwurzel. Dieser rund Kopf mit dem langen Bart, die an den dünnen Leib gepressten Ärmchen und die ebenso deutlich erkennbaren Beine – die Wurzel hatte eindeutig etwas Menschenähnliches! Thaddäus erschrak … vor allem, als sich das seltsame Wesen jetzt auch noch zu rühren begann …

Zuerst bewegte sich nur das, was man mit etwas Fantasie als rechte Hand der Wurzel deuten konnte. Dann hob sich langsam das dürre Ärmchen. Für sich betrachtet hätte man es lediglich für ein dünnes, vertrocknetes Stück Holz gehalten, nun jedoch gewann es zusehends an Beweglichkeit. Fast schien es so, als würde das kleine Wesen selbst erstaunt seinen Arm betrachten. Es drehte fast unmerklich den Kopf, richtete das, was man für seine Augen halten mochte, auf den Arm, der sich nun über der Stelle befand, an der die Brust des Wesens zu vermuten war. Dann hob sich langsam, als wolle sein Besitzer auch dessen Beweglichkeit erst prüfen, das linke Bein des Galgenmännchens. Der Kopf, der eine Spur zu groß war für den langen, schmalen Körper mit den dürren Gliedmaßen, hob sich leicht vom Boden, um die Bewegung des Beines besser verfolgen zu können. Noch lag das Männchen flach ausgestreckt auf dem Rücken, doch es begann sich aufzurichten. Es brachte, sich vorsichtig auf die etwas ungelenk wirkenden Ärmchen stützend, seinen Oberkörper in eine fast senkrechte, aufrecht sitzende Position. Dann verharrte es eine Weile in dieser Stellung, um … obwohl das Geschöpf ja nicht wirklich erkennbare Augen besaß … seine Blicke schweifen zu lassen.

Thaddäus schwitzte. Er wartete auf den Moment, in dem sich der Kopf in seine Richtung drehen und das unheimliche Wesen seine Anwesenheit wahrnehmen würde. Als es dann so weit war, als ihn das Wurzelmännchen aus seinen leeren Augenhöhlen anzublicken schien, geschah etwas Merkwürdiges. Thaddäus hätte später nicht mal mit Gewissheit sagen können, ob der seltsame Film nun tatsächlich an die Zeltwand hinter der Bühne projiziert worden – oder nur in seinem Kopf abgelaufen war.

Die Szene kam ihm irgendwie bekannt vor. Wo hatte er das schon mal gesehen? Auf einem alten Bild womöglich? Der Galgen, an dem ein Mann hing. Und darunter diese Pflanze. Mit den großen grünen Blättern. Wie ein Gemüse. Doch wer band seinen Hund an einer Gemüsepflanze fest …? Ein kräftiger, schwarzer Hund. Völlig schwarz, ohne jeden Fleck. Jemand schien ihn zu locken. Er zog an dem Strick, mit dem er angebunden war. Zog kräftiger. Doch der Strick riss nicht etwa die Blätter ab. Er war unterhalb der Blätter um den Stamm der Pflanze gebunden. Und riss die ganze Wurzel heraus, als der Hund noch einmal kräftig anzog. Die Wurzel sah aus wie das Wesen, das Thaddäus anschaute. Und sie schrie. Die Wurzel schrie! So heftig, so laut, so schrill, dass der Hund vor Schmerz aufjaulte … und zusammenbrach.

„Ja, das Galgenmännchen, die Alraune, ist äußerst schwer zu bekommen!“, ertönte plötzlich, wie aus dem Nichts, wieder die Stimme des Zwerges, an das anknüpfend, was er gefühlt schon vor einer halben Ewigkeit gesagt hatte. „Den Hund muss man leider opfern.“ Seine Hand strich fast zärtlich über den Kopf des Wurzelgeschöpfes, das sich die Zuwendung offenbar auch gern gefallen ließ. „Den Ausgräber … in unserem Falle also den Hund … tötet der Schrei der Alraune. Anschließend geht von ihr keine Gefahr mehr aus.“ Wie zur Bestätigung schmiegte sich das seltsame Wesen an die Hand, die es streichelte. „Man darf nur nicht vergessen, das Galgenmännchen ausschließlich mit Rotwein zu waschen, in weiße und rote Seide zu hüllen, an jedem Freitag zu baden und an jedem Neumond neu einzukleiden.“ Der immer noch unsichtbare Sprecher machte eine kurze Pause, um den nächsten Satz mehr zur Geltung zu bringen: „Dann macht es seinen Besitzer reich und glücklich.“

Das grüne Licht erlosch, die Szene endete ebenso abrupt, wie nur wenige Augenblicke zuvor der Film abgebrochen war. Thaddäus war wieder umgeben von Finsternis. Tief schwarzer, undurchdringlicher Finsternis. Und absoluter Stille. Nichts rührte sich. Doch dann … Oder bildete er sich das nur ein? Wie eine Katze strich es um seine Beine. Aber als er danach griff, griff er ins Leere. Spielten ihm jetzt seine Sinne schon Streiche? Halluzinierte er schon Dinge und Wesen, die gar nicht da waren? Was geschah um ihn herum in der Finsternis? Näherte sich da jemand? Oder etwas … Die eigene Hand im wahrsten Sinne nicht vor Augen sehen zu können, hielt man nur kurze Zeit aus. Dann setzte die Panik ein … Der kalte Schweiß lief ihm in den Nacken. Er fing an zu schreien. Laut zu schreien. So laut zu schreien, wie er konnte. Doch … er brachte keinen Ton heraus.

„Keine Angst!“ Der Bühnenscheinwerfer flammte auf. „Unser Programm geht weiter!“ Breit grinsend stand der Magier im Lichtkegel. Und erinnerte Thaddäus mehr denn je an Jack Nicholson. Unbehagen bereitete ihm aber vor allem die Katze … oder besser gesagt: die Befürchtung, was der Grinsende mit ihr anstellen könnte, sollte er aufhören, das zutrauliche Tier, das sich in seine Armbeuge kuschelte, zu streicheln … „Keine Angst, ihr geschieht nichts!“ Konnte Wolkonski-Braun seine Gedanken lesen? „Im Gegenteil …“ Der Magier schien einen Moment nachzudenken, während er weiter sanft den Kopf der Katze kraulte, die das auch zu genießen schien. Ihr nachtschwarzes Fell und der blutrote Umhang des Mannes bildeten einen Kontrast, der vermutlich den Maler des Plakates außen am Zelt in Verzückung versetzt hätte. „Unser Kätzchen hier …“, der Magier setzte wieder sein Grinsen auf, „ist beileibe nicht so unschuldig, wie es aussieht.“ Als habe sie zugehört und verstanden, was der Mann sagte, öffnete die Katze just in diesem Moment ihre Augen. Grüne Augen. Die im Dunkeln zu leuchten schienen, als sie Thaddäus fixierten. Bevor der Magier sie von der Bühne warf.

Der Bühnenscheinwerfer erlosch, und doch sah Thaddäus, wo die Katze gelandet war: auf einer Bank, die, vorher unsichtbar, jetzt im Mondlicht klar und deutlich erkennbar war. Mondlicht …? Tatsächlich. Auf der Längsseite des Zeltes, dem Eingang gegenüber, war ein Viertel der Zeltwand verschwunden, so dass der Blick nun ungehindert nach draußen – und das kalte, bläulich-weiße Licht des Vollmondes ins Innere des Zeltes fiel. Bis dorthin, wo die Bank stand. Die Bank, auf der nun die Frau saß, die eben noch eine Katze gewesen war. Die Frau im altertümlichen langen Kleid, deren Gesicht Thaddäus nicht erkennen konnte, weil sie ihm den Rücken zukehrte, als sie sich jetzt rittlings auf die Bank hockte, um dann mit wehenden schwarzen Haaren durch die geöffnete Zeltwand hinaus ins Freie zu fliegen, dem Vollmond entgegen – und den anderen Hexen, die schon auf den unterschiedlichsten Fluggeräten am Himmel kreisten … Aber warum war es schon dunkel draußen? Thaddäus schaute auf seine Uhr: Halb drei. Früher Nachmittag … Wie konnte das sein? Und er hätte gewiss noch länger über diese Frage nachgedacht, wäre nicht jetzt sein Blick auf den Friedhof gefallen … den die Schwarzhaarige auf ihrer Bank soeben überquert hatte. An einen Friedhof konnte er sich beim besten Willen nicht erinnern … Nicht hier auf dem Museumsgelände und auch nicht nebenan, wo er zumindest theoretisch denkbar gewesen wäre. Doch auch diese Frage beschäftigte ihn nur kurz. Nur so lange, bis er die weiße Gestalt auf dem Friedhof entdeckte. Ein Gespenst …

Es hockte auf einem Grab. Thaddäus konnte trotz der Entfernung genau den Grabstein erkennen. Das Gespenst kauerte direkt daneben auf dem Boden. So genau Thaddäus jedoch jedes Detail des bereits stark verwitterten und bemoosten Grabkreuzes aus grünlich-grauem Sandstein wahrnahm, so dürftig war das Bild, das ihm die Erscheinung bot. Sichtbar war nur das weiße Tuch, das die Gestalt umhüllte. Eine Art großes Laken. Oder ein Hemd. Ein altmodisches Nachthemd vielleicht. Oder ein Totenhemd. Thaddäus erinnerte sich an eine alte Sage aus der Umgebung, die er mal gehört oder gelesen hatte. Darin war es um eine Mutprobe gegangen: den Raub eines Totenhemdes, das ein Gespenst trug, das nachts auf seinem Grab saß … Und auch in der Sage war nur von dem Hemd die Rede gewesen, nicht davon, wie der Geist ausgesehen hatte, nachdem ihm das Hemd geraubt worden war. Thaddäus fiel Goethes Ballade vom „Totentanz“ ein. Da war es ein Skelett, dem sein langes weißes Hemd gestohlen wurde, das es zum Tanz auf dem Friedhof um Mitternacht abgelegt hatte … Ob jedoch das Gespenst, das Thaddäus jetzt durch die Öffnung in der Zeltwand beobachtete, ebenfalls ein Skelett war, konnte er beim besten Willen nicht erkennen. Dazu saß es zu tief gebeugt auf seinem Grab. Und im nächsten Moment interessierte sich Thaddäus auch gar nicht mehr für diese Frage – hatte er doch plötzlich ein ganz anderes Problem …

Der Körperbau und der aufrechte Gang erinnerten an einen großen, athletischen Menschen, aber die Behaarung am ganzen Körper und der Schädel mit dem furchterregenden Gebiss waren ohne Zweifel die eines Wolfes. Und das war noch nicht mal das Schlimmste. Was Thaddäus tatsächlich vor Schreck erstarren ließ, war die Tatsache, dass der Werwolf ihn anstarrte – aus knapp drei Metern Entfernung, denn er stand direkt vor dem Zelt … mit den Beinen noch den gewaltigen Satz abfedernd, der ihn in Thaddäus‘ Blickfeld befördert hatte. Thaddäus sprang auf und … hörte nur noch das Rauschen in den Ohren, ehe ihm schwarz vor Augen wurde.

Als er die Augen wieder aufschlug, glaubte er Wolkonski-Braun zu hören: „… ein Programm, inspiriert und infiziert von den Abgründen der westfälischen Seele …“ Doch im Zelt hatte sich etwas verändert. Es war nicht mehr dunkel. Thaddäus lehnte an einem Stapel Bierkästen und las die Aufschrift auf den Kartons, die sich vor ihm an der Zeltwand auftürmten: „Pilsgläser 0,3 Liter“. Draußen rief jemand mit heiserer Stimme: „Bring auch noch Bierdeckel mit!“ Dann öffnete sich die Zeltplane ein Stück und ein junger Bursche trat ein. Er blickte suchend um sich und erschrak, als er Thaddäus entdeckte. Auf dem Boden sitzend. „Was machst du denn hier?“ Das fragte sich Thaddäus auch.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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