Peter Biastoch

Evolution der Leere

Zu allen Zeiten war es das Bestreben des Menschen leeren Flächen oder Räumen Struktur zu geben. Egal, ob es sich um ein leeres Stück Pergament, Papier, oder Leinwand handelt. Man begann es mit Schriftzeichen zu füllen, es mit Farbe zu bemalen, oder auf andere Art und Weise zu füllen und man nannte sich Künstler.

Irgendwann begann so ein Künstler, seine Striche nach, von ihm festgelegten Gesetzmäßigkeiten und Regeln zu ziehen. Damit zog die Mathematik in die Kunst ein und plötzlich war der Künstler nicht einfach nur Künstler, sondern die Mathematik adelte seine Kunst und er begann sich als Wissenschaftler zu bezeichnen. Ähnlich verhielt es sich auch in der gegenständlichen Darstellung, bei der es sich nicht mehr nur um Flächen handelte, sondern um Räume.

Vor wenigen Tagen stolperte ich zufällig über ein youtube-Video. Dort zeichnete ein Künstler ein paar wenige Linien auf ein Blatt Papier und begann anschließend, die dabei frei gebliebenen Flächen zu füllen. Beginnend in einer Ecke zog er eine Linie, die sich in spitzen Winkel von der des Rahmens entfernte. Am Ende des freien Raumes angelangt, folgte sein Stift der dortigen Linie. Wieder in einem spitzen Winkel zu jener. Auf diese Weise wurde die Fläche kleiner und kleiner, zeigte dadurch aber eine völlig neuartige Struktur! Man findet diese Videos mit der Google-Suche: “daily linie illusion”

Wie man dort sieht, entstehen besonders interessante Strukturen, wenn es sich bei den grundlegenden Strichen um Kurven, Ovale, oder Kreise handelt!

Natürlich ist es mir zu dumm, einfach solche Strichvorlagen zu kopieren. Was also kann ich anderes aus dieser Art des Zeichnens machen? Vor wenigen Tagen hatte ich eine alte, trockene Wurzel fotografiert und freigestellt. Mit dieser wollte ich nun ein erstes Experiment manchen, indem ich sie als zugrunde liegende Struktur nutzen. Gespannt, was dabei herauskommt, begann ich einen Rahmen ins Bild einzufügen, das Ganze auf A4 auszudrucken und dann die ersten Stiche zu ziehen. Mein erster Versuch sieht inzwischen so aus, wie unten zu sehen sein wird.

Natürlich ist das nur ein erster Versuch und sicherlich kann ich mich in der Linienführung noch verbessern. Vor allem musste ich versuchen meine Linien noch exakter zu gestalten. Lineale und Kurvenschablonen wären dabei sicherlich eine große Hilfe. Ihr seht diese unter https://www.fotocommunity.de/photo/evolution-der-leere-2-peter-biastoch/44376550

Jetzt allerdings kam mir ein Vergleich ganz anderer Art in den Sinn, der nahezu ketzerisch wirkt. All die Linien, die ich in die freien Flächen gezeichnet habe, sind willkürlich von mir angeordnet, auch wenn, oder gerade weil sie einer vorgegebenen Methode folgen. Einer praktisch wissenschaftlichen Methode!

Aber, was wäre, wenn die nach wie vor heiß umstrittene Evolutionstheorie, ein ebensolches willkürliches Liniengespinnst ist? Wenn man einfach nur, nach wissenschaftlich-mathematischer Vorgehensweise, von der Schöpfung vorgegebene Lebewesen so miteinander verbunden hat, dass es eine Struktur ergibt? Eine scheinbare Aufwärtsentwicklung?

Vom Quastenflosser zu den ersten Echsen, ein (Entwicklungs-) Strich gezogen. Von Echsen zu Dinosaurieren, einen anderen (Entwicklungs-) Strich gezogen. Einen anderen zwischen Echsen und Vögeln und so weiter. Und immer schön darauf achten, dass es von einer scheinbar niederen, zu einer ebenfalls nur scheinbar höheren Lebensform geschieht! Das schöne hierbei ist ja auch, dass es sich nicht um ein zweidimensionales Kunstwerk handelt, sondern um ein dreidimensionales – die ganze Erde betreffendes. Halt, nein! Es kommt ja noch besser. Es kommt noch eine weitere Dimension hinzu, die Zeit! Die gern ins Feld geführten „Jahrmilliarden“.

Irritiert uns bereits eine zweidimensionale Zeichnung, mit Geraden und Kurven und erscheint uns so als dreidimensional – wieviel mehr doch eine drei und vierdimensionale Darstellung, deren Verlauf wir in allen Einzelheiten überhaupt nicht mehr folgen können. Nicht wir und selbst diejenigen nicht, die Wissenschaftler sind und dieses  Kunstwerk der Evolution gestalten!

Dem selbst auferlegten Grundsatz, dass eine Theorie erst dann zur wissenschaftlichen Tatsache wird, wenn sie bei Experimenten verlässlich immer die gleichen Ergebnise und damit Beweise erbringt, ist man bis heute schuldig geblieben! Man kann auch bis heute keine Zwischenstufen von einer Art zur nächsten vorweisen. Ebensowenig, wie nicht fertig entwickelte Organe. Jedes Fosil, das man in den Museen findet, ist zu Lebzeiten, eine in sich vollständig ausgebildete Lebensform gewesen. Und müsste es nicht auch heute zahllose Vorstufen einer künftigen Weiterentwicklung von Lebensformen, ja von Organen geben. Aber, alle Organe, aller Lebewesen sind für das Leben dieser Wesen nicht nur ausreichend, sondern praktisch vollkommen!

Gibt es eigentlich schon einen Lückenlosen Stammbaum zur Evolution der australischen Schnabeltiere. Der würde mich echt brennend interessieren!

Wer also an die Evolution glaubt, sollte daran denken, dass jeder einzelne Strich (Entwicklungsschritt) darin, eine rein willkürliche Entscheidung eines Wissenschaftlers ist, nur aufgrund des Mangels besserer Argumente, von allen anderen akzeptiert.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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