Hans Fritz

Des Moorhuhns Glück in einer von COVID-19 beherrschten Zeit

Da war doch mal die Rede von glücklichen Hühnern. Das Moorhuhn ist so eines. Trüge es statts «oo» ein «oh» müsste es wohl bald seinen Namen ändern. Die Mohrente (Anas nigra), den Mohrenfalter (Erebia), die Mohrrübe (auch Mohrenkümmel genannt), die Mohrenhirse (Durra, Sorghum) könnte es bald kalt erwischen. Mohrenköpfe als Gebäck tragen schon so neckische Namen wie «Schokofreunde» oder so ähnlich. Da gibt es noch das Symbol einer bekannten Schokoladenmarke, der Dings-Mohr.

Apropos Theater. Johann Strauss’ «Zigeunerbaron» müsste auch neu betitelt werden. Wie das Zigeunerschnitzel oder die Zigeunersauce.

Summa summarum, der Gebrauch scheinbar rassistisch geprägter Begriffe sei in unserer ach so fortschrittlichen, Facebook-hörigen Zeit verpönt!

Es ist doch erstaunlich, dass in einer Zeit, wie wir sie derzeit durchleben und sich eigentlich Sorgen anderer Art aufdrängen sollten, solche Dinge ernsthaft diskutiert und von manchen Medien gerne aufgegriffen werden. Oder dient es lediglich einer willkommenen Ablenkung von derzeitigem realen Geschehen? Auch möglich, wäre aber akzeptabel.

Doch nun genug des grausamen (Vor)spiels.

*

Täglich werden wir mit den neuesten Zahlen zu Infektionsraten der Corona-Pandemie konfrontiert. Möglicherweise müssen wir auch künftig damit leben, wie mit der Grippe samt den immer neu auftretenden Varianten (Viren-‘Stämmen’). Trotz zahlreicher neuer Erkenntnisse betreffs ‘COVID-19’ ist der Verlauf einer Infektion noch mit vielen Unklarheiten behaftet. Das gilt darüber hinaus auch für eventuelle Folgeschäden nach dem scheinbaren Abklingen einer Infektion. Respirationsepithel könnte nachhaltig bis zu einem bestimmten Grad geschädigt sein.

Nuerdings findet Regeneron (REGN-COV2), das aus zwei (monoklonalen) Antikörpern besteht, wieder mehr Beachtung.

Die Herstellung von Impfstoffen im Sauseschritt birgt die Gefahr, dass die Sache nicht nach allen Kriterien ausgereift ist, besonders wenn eine Phase der Entwicklung verkürzt oder gar übersprungen wird. Im Abwägen einer erwünschten versus unerwünschten Wirkung birgt propagiertes Impfprogramm noch Unsicherheiten. Wie steht es u.a. mit bereits bestehenden chronischen Erkrankungen? Bleibt zu hoffen, dass eines Tages eine Impfung so erfolgreich verläuft wie die Impfung gegen das, salopp gesagt, sehr einfach strukturierte ‘Humane Poliovirus’ (Gruppe Enterovirus C).

Im Schatten der ‘Pandemie’ treten der Umweltschutz und die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Nahrungsmitteln, man könnte fast sagen glücklicherweise, wieder vermehrt in den Vordergrund. Ansätze zur Verminderung von Schadstoffen in der Atmosphäre, auch zur CO2-Reduktion, gibt es schon lange. Der Weg zur Verwirklichung ist mit so vielen Stolpersteinen gepflastert, dass er höchst mühsam zu begehen ist. Auch der immer noch zunehmenden Verunreinigung der Gewässer, vom Fischteich bis zum Ozean, entgegen zu wirken gibt es gut gemeinte Pläne, deren wirkungsvoller Umsatz jedoch auf sich warten lässt. Den Zielen eines nachhaltigen Schutzes der Umwelt werden von Seiten der Politik Fristen gesetzt, die z.T. in weiter Ferne liegen. Bei akutem Handlungsbedarf sind zehn Jahre schon eine Ewigkeit. Bei der derzeitigen Belastung der Umwelt sind rigorose Massnahmen und kurzfristige Endziele vonnöten. Stichworte zu Teillösungen der Probleme wären z.B. Brennstoffzellen, vorwiegend mit Wasserstoff als Treibstoff der Wahl, beschleunigter Ausbau der Fotovoltaik-Anlagen. Windkrafträder als mögliche Alternative der Energiegewinnung sollten aus dem Nahbereich dicht besiedelter Gebiete verbannt werden.

Vordringlich wäre der Abschied von fossilen Brennstoffen und damit gekoppelt, das Umstrukturieren von verloren gehenden Arbeitsplätzen. Die zunehmende Verknappung an Trinkwasser in weiten Gebieten der Erde kann dauerhaft nicht durch das Graben immer tieferer Brunnen oder dem Pflanzen von Bäumen in ‘potenziellen’ Trockenzonen kompensiert werden. Trinkwasser wie die nötige Nässe zur Bewässerung von Plantagen usw. müsste in riesigen Mengen aus Meerwasser gewonnen werden. Eine heute eigentlich nicht mehr utopisch anmutende Herausforderung der Technik. In Ländern des Nahen Ostens ist die Entsalzung und Aufbereitung von Meerwasser schon gang und gäbe, allerdings i.a. unter der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdöl. Es müssten, um den künftigen Bedarf an ‘reinem’ Wasser zu decken, etwa solarzellbetriebene Anlagen für Ultrafiltration (gelöste Schadstoffe, Mikroplastik) und notfalls Destillation geschaffen werden. Dazu käme noch der Bau eines Leitungssystem von den ‘Produktionsstätten’ zu den Orten des Verbrauchs. Bei dem Prozess anfallendes Salz würde auch Verwendung finden. Gewiss, das ist alles leichter gesagt als getan, aber auf die Dauer unausweichlich.

Die Erdwerdung ist noch nicht abgeschlossen. Veränderte Wettermerkmale lokaler Klimazonen mit immer häufiger auftretenden Unwetterlagen, vulkanische Aktivitäten und Erdbeben sowie damit verbundener minimaler, aber dennoch wirksamer Verschiebung der Erdachse und der Pole weisen auf eine globale Änderung der Grossklimazonen hin. Naturereignissen grossen Stils kann der Mensch prinzipiell nichts entgegensetzen, aber versuchen, Faktoren die das Klima nachhaltig beeinflussen können zu minimieren und, wo immer möglich, zu vermeiden.
 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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