Heinz-Walter Hoetter

Der Taugenichts

 

 

 

Von nichts kann nichts kommen.

Sagt man das nicht?

Oder etwa nicht?

Wenn nicht, macht auch nichts.

Wir kommen aus dem Nichts und

gehen wieder zurück ins Nichts.

Alles ist eben für nichts und wieder nichts.

Ich bin auch nichts.

Sozusagen ein Taugenichts.

Aber ich mache mir daraus nichts.

Ich stand sowieso schon immer vor dem Nichts.

Das Leben garantiert eben für nichts.

Auch für mich nicht, dem Taugenichts.

Ich empfinde daher nichts mehr, rein gar nichts.

Abgestumpft bin ich zwar noch nicht.

Aber zu lachen habe ich auch nichts.

Mein Alter sagte immer zu mir: „Sohn, aus dir wird nichts!“

Ob er im Recht war oder nicht, das weiß ich nicht.

Ganz so Unrecht hatte er wohl damit nicht.

Aber ich glaubte ihm einfach nicht.

Die Wahrheit tut eben weh – nicht?

Dann bin ich irgendwann abgehauen, ich wollte das alles nicht.

Habe einfach alles zurück gelassen, als wenn nichts

gewesen wäre. Absolut nichts, aber rein gar nichts.

Am Ende stand ich schon wieder vor dem Nichts.

Scheiße – nicht?

Ich bin ein Nichts.

Ich habe nichts.

Ich kann nichts.

Geld habe ich auch nicht.

 

Aber das interessiert mich nicht.

Ich lebe einfach so hinein ins Nichts.

Warum auch nicht?

Ich bin halt ein Taugenichts.

Oder versteht ihr das nicht?

 

 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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