Johann Bolech

Es sind gute Worte

Es sind gute Worte, die nun folgen....  

Eine Schicht, zu der Jahreszeit, in der Winterzeit, beträgt genau 10 Stunden. 

10 Stunden der Wachsamkeit, um stets seine Arbeit zu verrichten. Die Maschinen pressen das Glas im Rhythmusgefühl, dem Anschein nach kommt mir das Lied bekannt vor. Der Takt, der Kindheitserinnerungen erweckt, zum Zweck, um mich zum lächeln bringen.

In der Pause besteht meine Mahlzeit aus einem Brot, dazu immer ein Orangensaft. 

Wenn ich so aus dem anfallenden Hunger, der mir bis zur Zunge steigt, in mein Brot beiß, ich immer dabei die Sehnsucht habe, auf einer Terrasse zu sitzen, in die Ferne zu blicken, das hohe Land und die Berge, in einem Lichtschein, seelisch zu erklimmen.... . 

Mir wird dann bewusst, die Anstrengung hat sich gelohnt, im Wohlwollen, steht der Feierabend bald vor.

Zuhause wartet schon meine Frau, die jeden Tag, im Sinne für zwei, das Abendessen richtet, meine Meinung zu dem, Ihr stets wichtig. Ihr Glanz, durch gute Worte, mit einem Kuss auf die Lippen, der aus Ihr strahlt, gebe ich Dank, für das was Sie schuf, Sie mehr tut, als genug. 

Irgendwie sehne ich mich bei Nacht nach einem Ort, zu zweit, wo wir gelassen auf den Boden hinfallen, in den Himmel blicken, den Leuten im Flugzeug, über uns, zuwinken. 

Vielleicht zum Strand oder in eine neue Stadt. Ich stelle mir oft vor neue Dinge zu sehen, die Welt besser zu verstehen. 

Ihr anderswo, Sie auf Knien, vor allen Leuten, auch zu bitten. Wir kennen uns schon seit dem wir Kinder waren, Zeit das wir im Kreise des Lebens, uns auch endlich vermählen. 

Kurz davor als wir den Urlaub planten, bewarf Sie mich lachend mit Spaghetti, sprach gute Worte, die lauteten „So einen wirst du bald neben dir haben, der dich mit seinem Essen bewirft, dabei lacht, mit deiner Visage und meiner Augenfarbe“.

Sie weinte nach Ihren Worten, denn Sie wünschte sich ewig schon, einen Sprössling, damit sich endlich, unser Leben lohnt. 

Jemand der vielleicht aussah wie Sie, dazu mit dem verrückten Verstand meinesgleichen, sicher wird das ein Genie. 

Wir malten uns aus, ein „Er“, mit der Zukunft eines Profisportlers. 

Eine „Sie“, Schauspielerin in vielen Blockbuster. 

Es gab dann diesen Moment es unseren Eltern zu berichten. Alle waren glücklich darüber. Am meisten Ihre Mutter. Denn Sie hatte nicht die Möglichkeit ein weiteres Leben selbst zu geben, weswegen Sie ein Adoptivkind aufnahm, meine Liebe, die Frau, mein Leben, auf dessen Hand lag. 

So buchten wir uns noch schnell einen Urlaub auf der Karibik. Die Zeit noch zu zweit, anderswo zu verbringen. Zuhause dann die Wohnung umzugestalten, bevor wir endlich zu dritt sind. 

Um ehrlich zu sein, das sind meine Gedanken, vor dem zu Bett gehen. Der Urlaub, am Flughafen, wo ich Sie zuletzt sehe. 

Kurz vor dem Schalter musste Sie auf die Toilette. Es verging eine halbe Stunde, ich zählte jede Minute. 

Sie kam nicht mehr zurück, kippte vor dem Waschbecken um. 

Ich will nicht mal ins Detail gehen, damit die Bilder in meinem Kopf wiederauferstehen.

Ich will damit sagen, ich verstehe es, es tut unfassbar weh, allein vor einem zu sehen, das Sterben seines eigenen Lebens, das wahre „ich-selbst“, was von einem geht.

Und bei mir kann ich selbst sagen, all meine Gedanken, an Sie, so auch an die Vorstellung unseres Kindes, drück ich nicht von mir weg oder sperre sie ein, damit ich keinen Schmerz fühle, nein.

Ich hab das Leben gelebt mit dem Mädchen, die ich seit der Schulzeit immer in meinen Augen hielt. Ich Sie anfangs leicht ärgerte, damit Sie sich an mich erinnert, sich nicht auf andere fokussierte, auf all die Spinner.

Ich hatte über 20 Jahre Zeit verbracht mit Ihr.

Sie nicht mal gefragt, die Sache mit dem Vermählen. 

Mir kamen die schrecklichsten Gedanken auf, mit allem aufzuhören. 

Aber wirklich, würde Sie das wollen? Eher nicht. 

In meinem Dasein wird sie immer bestehen und ich weiss, ich werde Sie tatsächlich wiedersehen. 

Sie würde nicht wollen dass ich, bis wir uns wieder treffen, in Trauer lebe, sondern die Chance nutze aufrecht zu stehen, um glücklich, wenn ich zu Ihr komme, Sie in die Arme zu nehmen.

Doch die Frage mit dem Vermählen, ging ich vorerst zu Ihrem Grab, kniete mich nieder und sprach: „Willst du mich heiraten, bis zu dem einen Augenblick, du bei mir, so wie ich bei dir.“ 

Ich legte den Ring, auf die weiche Erde. 

Die Blumen wedelten leicht in meine Richtung, als würde der Wind sie auf mich lenken.

Der Ring sank langsam in die Erde hinein, während ich leicht zusammenbrach und der bin, der von uns beiden, während dem Antrag, anfing zu weinen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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