Elke Müller

Amerika....

Brad Bades verspürte eine gewisse Mattigkeit sowie Müdigkeit, hervor gerufen durch den Blutverlust, torkelt und stolpert er einige Meter, dann … verlassen ihn seine Kräfte. Sofort lässt der Doc, der damit schon gerechnet hatte, durch ein paar Helfer, den verletzten Sheriff in sein Haus bringen um die Schussverletzung behandeln zu können. Die anderen Bürger warteten etwas ungeduldig darauf, was weiter erfolgen werde. Immerhin ist hier der Nabel der Welt, wo sich jeden Tag Dutzend Fremde für einige Dollar ein Paradies erkaufen, um sich einige Wünsche zu erfüllen. Denn, weiter draußen ist das Land fast leer, so gibt es kaum noch Siedlungen oder gar ein etwas größeres Nest zu finden. Einige der Bewohner beteten, aber Redmon sagte bitter: „ Ihr Narren, wenn es euren Gott geben würde, warum lässt er es dann zu, das es Kriege gibt und sich Menschen immer wieder gegenseitig umbringen!“

An der Hausecke schnippt der kleine bullige John ein Zigarettenstummel weg, blies den Rauch aus. Kumpel Jessy Finley hatte sich, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, vor einer ganzen Weile bereits leise davon gestohlen. „ Verdammter Mist! Dieser Teufel von Brad Bades hat doch wirklich Bill erwischt. Scheint nicht gut für ihn auszusehen,“ zischte John. „ Aber den Marshal hat es ebenfalls erwischt.“ Er war ein brutaler eiskalter Mann, der zuschlug und dann erst nachfragte. Nat nickt, kichert dabei, ihm war es egal wer starb oder zusammen geschlagen wurde, prüfte noch einmal sein Gewehr und hob es an, starrte hinüber zum Saloon. Als er Brad Bades erblickte, wartete er auf das vereinbarte Zeichen. Doch, nachdem sein Partner John erschrocken aufschrie, hielt er inne. Drehte sich nach ihm um. Er sah ein Wurfmesser am Hals von John und… diese Rothaut. Dieser Krieger war nicht von einem Volk, was er gut kannte, dies sah er an seiner aufrechten Gestalt und der Lederkleidung und an der Art, wie er die Haare trug. Er sagte etwas zu ihm. Doch Nat, oft ungeduldig, traf eine übereilte Entscheidung, schwenkte sein Gewehr herum. Die Folge, ein von einem Messer durchbohrter Arm. Mit einer geschmeidigen und kaum sichtbarer Bewegung seines rechten Armes hatte Heika sein Messer geworfen. All die darauf kommenden Beschimpfungen prallten bei ihm ab. „ Habt ihr es immer so eilig? Es war ein Fehler!“ Dann lächelte er. Nat bekam Angst. Dabei knirschte er mit den Zähnen. Für einen Moment spürt er, wie eine kalte Gänsehaut über seinen Rücken kroch. Der Versuch von John, den Indianer zu rammen ging ins Leere. Denn dieser, hieb John, schneller die Faust unter die Nase. Ach Nat bekam es zu spürte. Heika wusste wie gefährlich und unberechenbar die Männer sein konnten. Mit kurzen Lederriemen band er die Hände der Banditen straff zusammen. Ein breiter Lederstreifen in ihren Mund gesteckt und am Hinterkopf zusammengebunden, hinderte daran um Hilfe zu rufen. „ Ihr seit Banditen, Mörder und Schurken, seit auf jeden Steckbrief zu finden, womit jeder daher gelaufene Hundesohn, eigentlich sich eine gute Prämie verdienen kann, weil, Geld ist Geld, egal welches Blut daran klebt. Aber ihr stellt euch nicht freiwillig, deshalb könnt ihr im Jail in Ruhe über eure Dummheiten nachdenken. Eine Befreiung wird nicht möglich sein, entweder befindet sich derjenige dann beim Arzt, wenn er es bis dahin überhaupt schaffen sollte.“ Bevor sie aus der Gasse treten, sieht sich Heika um. Auf der Straße hört man Stimmengewirr, einige Musikfetzen und Gelächter. „ Los aufstehen, macht schnell,“ sagt Heika und macht Druck mit ihrer Waffen. Plötzlich ein Knall, eine Kugel prallt gegen die Hauswand. Heika wirft sich sofort seitlich hin. Erneut ein Knall und eine Stimme schreit angstvoll auf. „ Schieß, schieß doch, es ist doch nicht so schwer jemanden aus dieser Nähe zu treffen, du musst ihn treffen.“ „ Ja, ja, ich mach schon.“ Dieser drückt erneut ab, aber es knackte einmal, lud erneut und… wieder vorbei. „ Mensch, kannst du nicht schießen, hast wieder nicht getroffen, diese Rothaut wird kommen und uns holen, verdammt.“ Die Gefangenen lagen nun reglos und verkrampft, wie Tote da, mit bleichen Gesichtern. „ Ist euch klar was passiert, wenn sich einer von euch rührt,… dann knallt es, verstanden?“ Heika war sich vollkommen klar, das seine nächsten Schritte sehr schwierig werden, da diese über den weiteren Verlauf entscheidend waren. Leise flucht er vor sich hin. „ Es ist wohl klar, und es mag sich jetzt blöd anhören, aber jemand wusste ganz genau, was er hier tut. So viel ist sicher. Aber was ist das Leben ohne Gefahr. Man kann nur einmal sterben.“ Arbeitete sich langsam, aber stetig, immer im dunklen Schutz der Deckung bleibend, zu den nächsten Gegnern vor. Wie aus dem Erdboden, erhob sich eine große dunkle lautlose Gestalt, erschien direkt hinter einem derjenigen Fremden. Eine Hand legte sich über dessen Mund. Bevor er reagieren konnte, gruben sich stahlharte Finger in seinen Nacken und dann wurde alles schwarz um ihn herum. Der Andere sah die Gefahr erst als es schon zu spät war. Das Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er wollte fliehen, war aber durch einen schnellen Schlag auf seinen Kopf zu sehr benommen und verlor das Bewusstsein. Auch diese fesselte Heika rasch. Als er bemerkte, das seine neuen Gefangenen unruhig wurden und sich mit voller Wut gegen sie Fesseln werten, trat er neben sie. „ Jeder Verbrecher macht mal einen entscheidenden Fehler und dann… kostet es ihm die Freiheit… Los, hoch mit euch Lumpen, eure anderen Freunde warten schon.Er geht hinter ihnen, das Gewehr an der Hüfte. Sie müssen einige Meter gehen, bis zum Marshal - Sheriff Office, wo sich auch die Gefängnisse befanden. Als Deputy Crassa und Dawn um die Hausecke kamen, mit Jessy Finley in ihrer Mitte, rief Deputy Crassa erfreut aus: Haben wir euch endlich! Wie ihr seht, jede Fährte endet einmal.Dabei stieß er seinen Gewehrlauf in die Magengrube von Finley. Dann nahmen sie auch gleich die anderen Gauner mit in Empfang. All diese Sachen, sahen sich die neugierigen warteten Bewohner von Bunkersvill mit großer Spannung an. Einige fingen mit Wetten an, andere gaben ihren Kommentar oder gute Ratschläge ab. Aber alle waren sich sicher, diese Mörder und Gauner werden vor den Richter und Jury stehen. Man wird sie nebeneinander aufhängen, das war sicher. Etwas weiter weg, hörte man laute Stimmen, gar Männergebrüll kam auf, dazu kam eine kreischende Mädchenstimme. „ Dieser Wildhengst versteht jedes Wort von uns und ich denke, dieses Biest kann sicher auch Gedanken lesen.“ Es kracht und poltert. Heika spürte sofort das Gefahr von dort lauert. Er lauscht und wittert wie ein Wolf nach verdächtigen Hinweisen.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.12.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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