Patrick Rabe

Der amerikanische „Weg der Erleuchtung“...

Der amerikanische „Weg der Erleuchtung“,

und warum er so selten ohne Blessuren hinhaut

 

Es fällt mir schwer, das hier jetzt in Worte zu fassen. An irgendeiner Stelle in der Geschichte sind die Amerikaner offenbar einen Bund mit dem Teufel eingegangen, weil sie von etwas ausgingen, was zwar geistlich stimmt, was sich aber außerhalb der Augen aller ereignen muss, damit es gelingt. Nämlich die „Rückholung Satans“. Und um es gleich vorweg zu sagen: Damit sind nicht die Juden gemeint, die sich noch nicht oder nicht zu Christus bekehrt haben. Damit ist die geistliche Entität „Satan“ gemeint. Diese Rückholung geschieht aus meiner Sicht schon die gesamte Menschheitsgeschichte lang und jeder Mensch trägt einen Teil dazu bei, aber jeder nur, soviel er kann.

 

Durch die Eroberung Amerikas (das nicht die „neue Welt“ im geistlichen Sinne ist (!!!!!!!), sondern lediglich ein Kontinent, den die Europäer vorher nicht kannten, wurde man aber vor Problematiken gestellt, die man vorher nicht kannte. Man lernte Völker kennen, die man „nicht mal eben so“ missionieren konnte, und stellte zum ersten Mal die Mission bzw. das Missionieren grundsätzlich in Frage, weil als Alternative nur der Krieg zu bleiben schien. Jedoch hat dieses unglaublich große Land die Europäer wohl wirklich überfordert. Aber anstatt zurückzugehen, und den Menschen dort ihre eigene „Frömmigkeit“ zu überlassen, blieben sie eben dort, was nicht unwesentlich mit den reichen Bodenschätzen Amerikas zu tun hatte. Damit war aber wirklich das geistliche Faktum „anderen ihr Land wegnehmen“ nicht nur berührt, sondern überschritten. Zumal sie es dann irgendwann begannen, es auf einem sehr hinterrücks eingefädelten Weg zu machen. Nämlich irgendwann nicht mehr durch Krieg, sondern durch Handel. Aber meistens dergestalt, dass sie denen – vor allem den sogenannten Indianern- als Gegenwert für ihre Bodenschätze etwas verkauften, oder man muss eigentlich „andrehten“ sagen, denn es war meistens ein Tausch- was sie nicht stärkte, sondern kaputt machte, z.B. übermäßig starken Alkohol. Die amerikanischen Völker verstanden aber nicht, dass das eine kriegerische Taktik war, um sie fertig zu machen, sondern dachten: „Naja: Wein ist doch das heilige Getränk der Christen, dann geben wir diesen netten Leuten jetzt auch mal unsere heiligen Pflanzen zu kosten. Und die sind es ja offenbar gewohnt, das dann in rauen Mengen zu konsumieren.“ (Man hatte ihnen natürlich keinen Wein, sondern Schnaps gegeben.). Die Christen, die dann daraufhin Marihuana, Meskalin und ähnliches - später auch Kokain, das man dort nur zur Austreibung besonders hartnäckiger böser Geister verwendete - konsumierten (Pflanzen, die lediglich den Schamanen -also Heilern- dieser Völker vorbehalten waren), wurden dadurch natürlich ebenso krank, wie die sogenannten indigenen Völker durch den Schnaps. Das lag natürlich in der Tat an der Aktivierung eines spirituellen Grundgesetzes. Nämlich: „Ihr werdet ernten, was ihr säät.“ Und die Europäer hatten ja den sogenannten Indianern den Schnaps nicht als heiliges Getränk gegeben, sondern, um sie taktisch fertig zu machen, sozusagen in „sanft“ kriegerischer Absicht. Die Langzeitfolgen davon sehen wir bis heute.

 

So wie es mir scheint, verloren die europäischen Einwanderer in den ganzen Jahrhunderten ihres Dortseins völlig das Kriterium dafür, was jetzt Gott, was Christus  und was Satan sein könnte. Daraus aber die Konsequenz zu ziehen, diesen Kontinent wieder zu verlassen, kamen sie nicht, sondern gründeten dort Staaten, und irgendwann dann den Verbund der USA. Aus meiner Sicht ereignete sich dort dann irgendwann folgendes: Die Amerikaner (bzw. ehemaligen Europäer) hatten gelernt, mit den Dämonen des eroberten Kontinents zu leben und waren nun der Meinung, dies jetzt allen als „den wahren Weg“, Christen und überhaupt Menschen zu sein, verkaufen zu müssen. (Eben auch „verkaufen“…). Sie dachten: „So ein gerüttelt Maß an zuviel Dämonen muss eigentlich gut für jeden sein. Denn wenn wir das überleben konnten, müsste es jeder können.“  Das war natürlich eine komplette Fehleinschätzung, denn darum geht es beim geistlichen Weg nicht. Es geht eigentlich darum, die eigenen (persönlichen) Dämonen von Jesus Christus besiegen zu lassen, und dann in einem entspannt-gelösten Verhältnis zu sich selbst und zu seiner Umwelt zu leben. Niemand-und schon gar nicht Gott-verlangt, dass man die Dämonen der ganzen Welt transzendiert. Es geht darum, in seinem eigenen Bereich „aufzuräumen“ bzw. von Christus „aufräumen zu lassen“. Danach ist dann aber auch aufgeräumt, und es beginnt nicht immer wieder von Vorne und wird noch schlimmer, weil Gott noch höhere und schwerere Prüfungen an einen anlegt. „Täglich das eigene Kreuz auf sich zu nehmen“ heißt nämlich nicht, immer noch mehr und noch heftigere Dämonen zu schultern, sondern, in der tätigen Nächstenliebe zu bleiben.

 

Die Amerikaner haben offenbar an irgendeiner Stelle der Geschichte beschlossen: „Wir schicken unseren Geschwistern in Europa mal die Geister, mit denen wir fertig geworden sind, das kann ja nur gut für die sein, dann sind sie hinterher genauso erleuchtet wie wir.“ Diese Art der „Konfrontationstherapie“ war aber dann endgültig das, was zu viel für alle war. Es brachte das irdische Gleichgewicht ins Schwanken. Ich setze diesen geschichtlichen Punkt kurz vor dem amerikanischen Sezessionskrieg (Bürgerkrieg) an, aber was da dann genau geschah, weiß ich natürlich nicht. Darüber müsste mich ein Amerikaner aufklären, der es noch weiß. Jedenfalls schickten sie uns offenbar zunächst die von ihnen aus ihrer Sicht geläuterten Dämonen. Dann brach aber bei ihnen der Krieg aus, weil sie offenbar gemäß ihres „Handelsdenkens“, was sie später den Juden in die Schuhe schoben, die Farbigen aus Afrika, die sie zuletzt noch nach Amerika geholt und dort mit ihren Methoden „gebrochen“ hatten, als „lebendiges Pfand“ dabehalten hatten, falls die Sache daneben geht. Daran offenbart sich schon, mit wem viele Amerikaner offenbar wirklich einen „Deal“ hatten. Sie hatten offenbar etwas mit einer geistigen Entität abgemacht, was man den „thomasischen Weg“ nennen könnte, im Sinne der Stelle in den Evangelien, wo der Apostel Thomas die Wunden Jesu berühren möchte, um glauben zu können, dass er auferstanden ist. Das ist in der Form, wie es in den Evangelien steht, etwas absolut Frommes und wahrhaftiges. Es dient als Zeugnis und kann sich genauso kein zweites Mal ereignen. Die Behauptung, das später gefundene Thomasevangelium, das ich sehr schätze, würde diese „Heilandsüberpüfung“  aber für alle verheißen muss und kann ich glücklicherweise widerlegen. Darum geht es im Thomasevangelium überhaupt nicht. Die Korrelation des Thomasevangeliums zu der einen, sehr kurzen Bibelstelle mit dem Berühren der Wunden (sprichwörtlich „der ungläubige Thomas“) ist in der Form unzulässig, weil sie im Thomasevangelium auch gar keine Rolle spielt. Dort geht es in den ersten Logien (Versen) um Erkenntnis und im Folgenden um das Reich Gottes. Um die Geistesgabe der Heilung als Grundvoraussetzung für alles, oder gar das andauernde Fassen in Wunden geht es da aber eben gerade nicht.

 

Der „thomasische Weg“ der Amerikaner bestand offenbar darin, uns Europäern bei unserer gewaltsamen Erleuchtung entspannt wie in einem Kino-oder Fernsehsessel zuzusehen und sich kaputtzulachen, wenn es manchmal nicht ganz so klappte.  Man kann es sich –glaube ich-so vorstellen, als wenn die Amerikaner ihren ganzen Kontinent und seine Schwierigkeiten geistig-geistlich zu uns „rüberloadeten“, und dann guckten, was geschehen würde. Das war natürlich in vielfacher Hinsicht eine Katastrophe. Unter anderem, weil es auf der Vorstellung beruhte, man könne mit Gott umgehen, wie mit einer Handelsware, was weder die europäischen Siedler, noch die amerikanischen Ureinwohnen vorher geglaubt hatten. Der amerikanische Weg kannte nur zwei Möglichkeiten. Entweder, man wird sich handelseinig, oder es gibt Krieg. Und das stimmt faktisch einfach nicht.

 

Die Amerikaner waren einfach der Meinung, sie hätten jeglichen Tod überwunden und würden auf ihrem Kontinent  - quasi auf der anderen Seite – schon in „verherrlichten Leibern“ leben. Und Amerika sei entweder der Himmel oder das eigentliche, „downgeloadete“ Israel oder Neue Jerusalem. Und sie wunderten sich immer sehr, wenn Europäer „rüber kamen“ und dort einfach nicht dasselbe sahen, was sie dort glaubten. Sie waren dann der Meinung, wenn die Europäer auch die Drogen konsumieren würden, die sie konsumiert hatten, würden sie in denselben Zustand kommen – nämlich gegen „Ende“ dieses Weges hin zu verherrlichten Leibern und zur absoluten Erleuchtung und zum Frieden. Das war aber nie der Fall. Ohne die Erfahrung des amerikanischen Kontinents führten diese Drogen Europa immer nur ins Chaos, mit der Erfahrung des amerikanischen Kontinents allerdings auch. Und nun begann ein zähes „Einander-immer-wieder-ummissionieren wollen.“ Denn natürlich hatten mittels der amerikanischen heiligen Pflanzen (zumindest, wenn es sich um mildes Marihuana handelte, oder um ganz geringe Dosen Meskalin – was schon eigentlich nicht mehr funktionierte…) wirklich auch einige Europäer zur „Erleuchtung“ gefunden. Wenn man ehrlich ist, klappte es aber nur mit Marihuana. Weil das wirklich in seiner ursprünglichen Form milde ist, und einem erlaubt, seine eigene kulturelle Identität zu behalten. Alle anderen Drogen aus Amerika hätten erfordert, Teile der Maya-Inka-Apachen-oder Sioux-Kultur adaptieren zu müssen. Man konnte sich hier wirklich mal die Frage stellen, wie sinnvoll es sein kann, wenn alle permanent immer schamanische Drogen aus allen möglichen Völkern nehmen würden. Das wäre ein bisschen so, als wenn Christen immer mit einem – wenn auch geringen Pegel- Abendmahlswein im Blut rumlaufen würden oder müssten, um überhaupt Christen sein zu können. Das heißt, der Gottesbezug wurde hier unmittelbar an die zu konsumierende Droge geknüpft, ohne die er angeblich gar nicht möglich war.

 

Aus meiner Sicht hat dieser ganze merkwürdige Weg alle möglichen Unruhen ausgelöst und letztendlich auch in die zwei Weltkriege geführt. Dem aber jetzt knall auf fall mit kompromissloser, möglicherweise staatlich verordneter Nüchternheit zu begegnen, wie beispielsweise in der amerikanischen Prohibition, war auch ein großer Fehler. Das war, wie jemanden immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand zu donnern, und ihm dann einen Heilumschlag zu machen, ihn wieder abzunehmen, und ihn dann nochmal mit dem Kopf gegen die Wand zu donnern. Denn - auf Europa bezogen – waren hier die anderen Alkoholika (außer Wein) ja nie heilige Getränke gewesen, sondern Genussgetränke, und die Europäer konnten mit ihnen umgehen. Der Wein natürlich diente innerhalb der christlichen Eucharistie bzw. des Abendmahls als heiliges Getränk, das für die Öffnung hin zum Göttlichen gebraucht wurde. Das war dann ja aber etwas Besonderes, und nur eine ganz geringe Menge. Man konnte ja auch im – wenn man es mal so nennen will, weil viele Esoteriker das ja gerne tun- Christusbewusstsein leben, ohne permanent Abendmahlswein zu trinken. Nur nicht in der kompletten Erleuchtung. Aber das kann niemand. Unter anderem deswegen, weil man dann gar nicht mehr handlungsfähig ist im eigentlichen Sinne.

 

Der amerikanische Weg schien aber dennoch eine gute Wendung zu nehmen, als nach dem zweiten Weltkrieg viele Juden dort hin kamen. Die ganze Sache bekam dadurch aus meiner Sicht die nötige Demut, tiefe Umwandlung und echte Herzenssüße. Ab da waren wirklich wunderbare und beglückende Dinge möglich. Jedoch merkten viele der Juden-und auch Christen- die nach dem zweiten Weltkrieg noch nach Amerika kamen, dass einige der Amerikaner von der Vorstellung, man könne sich Gott dienstbar machen, oder Amerika sei das heilige Land oder der Himmel, oder Jesus würde noch einmal im Fleische – also verkörpert-kommen, nicht abzubringen waren (In den Briefen heißt es zwar, wer leugne, dass Jesus im Fleische gekommen sei, gehöre zu den Antichristen, aber „im Fleische gekommen“ bezieht sich auf sein erstes Kommen, und in der Offenbarung heißt es dann ganz eindeutig „Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen, auch die, die ihn durchbohrt haben.“, was eindeutig zeigt, dass hiermit eine, wie man im 19. Jahrhundert sagte, „ätherische“ Wiederkunft, oder für heute eher passend, „energetische“ Wiederkunft gemeint war. Aber auch das verstanden die Amerikaner zu vermaterialisieren, indem sie irgendwann dem Fimmel aufsaßen, Jesus würde mit einem Raumschiff kommen.) Viele Jahre lang gelang es unter anderem Bob Dylan mit seiner Kunst, ein Korrektiv zum amerikanischen Irrweg zu geben. Erst, als er merkte, dass man das offenbar von ihm erwartete, nahm er davon Abstand, denn das war für ihn nicht Sinn seiner Songwriterkunst. Auch ihn hielt man wahlweise für Jesus oder den Antichristen. Vielfach gelangen aber doch wunderbare Dinge, gerade in der amerikanischen Musik bzw. im Songwriting. Zumindest, wenn die Aufnahmen auf Schallplatte oder CD nicht in einer Weise vorgenommen wurden, die man crosseyed bzw. doublecrossed nennen muss. Weil offenbar manche Amerikaner davon ausgingen, die Erlösung Satans könne doch dazu führen, dass die ganze Welt in eine immer währende Hölle kippt, hielt man es mancherorts für klug, immer auch einen kleinen „Dauerdeal“ mit „dem da unten“ zu haben. Davon wussten einige Künstler, die Alben aufnahmen, nicht einmal etwas. Man nahm teilweise Alben auf mit Doppelspuren, die es ab der Erfindung der CD erlaubten, diese quasi aufzubrechen (angeblich im Sinne einer „Entsiegelung“ oder eines Brechen des Brotes oder der Eucharistie-Oblate), und ihren angeblichen tieferen Sinn zu enthüllen. Der Song „Walking in Memphis“ von Mark Cohn, den ich sehr liebe, ist so ein Beispiel. Er ist nicht nur wunderschön und beseelt, sondern in gewisser Weise auch demütig und enthält in der Tat genausoviel liebevoll zu verkraftende, angebliche „Blasphemie“ (ein klassisch europäischer Christ kann darüber hoffentlich immer noch lachen…), wie europäische UND amerikanische Ohren abkönnen. Der Song beschreibt, wie der Sänger durch die amerikanische Stadt Memphis geht, in der Elvis lebte, und dort seinem Geist begegnet, sei es real oder metaphorisch. Und genauso, wie er es im Original singt, ist es in dem Moment auch ein verkraftbares Bild für die Wiederkunft Christi. Er singt: „Ich sah den Geist von Elvis…Ich folgte ihm zu den Pforten von Graceland („Gnadenland“; die Ranch von Elvis hieß so) und ich sah ihn geradewegs durchgehen. Die Wachmänner (Security, auch mit „Sicherheit“, „übertriebene Vorsicht“  übersetzbar) sahen ihn nicht kommen, sie umringten nur sein Grab, doch da ist ein hübsches, kleines Ding, das wartet auf den King, unten im Dschungelraum.“ Mit letzterem Mädchen ist natürlich Maria Magdalena, bzw. die heilige Hure oder nach amerikanischem Verständnis sogar der Satan gemeint, und natürlich ist „Walking in Memphis“ an dieser Stelle ein nicht unerheblicher Anklang an „Hotel California“, jedoch ist dies kaum für Nichtkenner der amerikanischen Songtradition heraushörbar. In „Walking in Memphis“ gelangt der betreffende Mann auf dasselbe Unterweltbankett wie der Protagonist in „Hotel California“, er schafft es aber, im Gegensatz zu Ersterem, die Leute dort zu überzeugen.  Es gibt dort nicht mehr pinken Champagner auf Eis und Spiegel an der Decke,  sondern „Catfish on the table“ und „Gosple in the air“ . „Do a little lovin‘“, sagt jene Frau, die er dort trifft. Und er singt aus ganzer Seele. Und sie fragt ihn: „Sag, bist du ein Christenkind?“, und er antwortet: „M’am, ich bin’s heut nacht!“ Das ist im Originalsong derartig berührend, dass ich Tränen der Freude vergießen kann, wenn ich es höre. Auf Schallplatte ist das ja auch gar nicht anders zu hören, und auf Tonband auch nicht. Aber bei der CD, bei einer bestimmten Unregelmäßigkeit der Laserabtastung , wird aus „Do a little lovin‘“ („Zeig ein bisschen Liebe“ ) „Do a little number“  („Bring `ne kleine Nummer“), was bezogen auf Elvis ja noch nicht einmal schlimm wäre. Es heißt dann auch einfach nur „Sing ein Lied für uns“. Jedoch ist es, denke ich, vor allem, wenn man beide Versionen kennt, ab da unmöglich, nichts zweideutiges mehr herauszuhören. Aus „Zeig ein bisschen Liebe“  wird „Mach ein bisschen Liebe“, und aus  „Bring `ne kleine Nummer“ wird „schieb `ne kleine Nummer“. Das ist nicht nur für die Gesamtwirkung des Liedes, sondern auch geistlich äußerst schade. Nicht, weil man nicht manchmal `ne kleine Nummer schieben dürfte. Aber auf die Ebene, auf der der Song ansonsten funktioniert, gehört das einfach nicht hin. Bob Dylan wandte sich schon gleich nach der Umstellung von Schallplatte auf CD mit Grausen ab. „Technology to wipe out truth is now available“ („Technologie, um die Wahrheit auszulöschen, ist nun erhältlich.“) kommentierte er es gallenbitter im Booklet von „World gone wrong“.). Es ist aus meiner Sicht eine geistliche Katastrophe und vor allem schlimm für die Künstler, die solches gar nicht intendierten.

 

 

© by Patrick Rabe, 19. Dezember 2020, Hamburg.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Patrick Rabe).
Der Beitrag wurde von Patrick Rabe auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.12.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Patrick Rabe:

cover

Gottes Zelt: Glaubens- und Liebesgedichte von Patrick Rabe



Die Glaubens-und Liebesgedichte von Patrick Rabe sind mutig, innig, streitbar, vertrauens- und humorvoll, sie klammern auch Zweifel, Anfechtungen und Prüfungen nicht aus, stellen manchmal gewohnte Glaubensmuster auf den Kopf und eröffnen dem Leser den weiten Raum Gottes. Tief und kathartisch sind seine Gedichte von Tod und seelischer Wiederauferstehung, es finden sich Poeme der Suche, des Trostes, der Klage und der Freude. Abgerundet wird das Buch von einigen ungewöhnlichen theologischen Betrachtungen. Kein Happy-Clappy-Lobpreis, sondern ein Buch mit Ecken und Kanten, das einen Blick aufs Christentum eröffnet, der fern konservativer Traditionen liegt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Essays" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Patrick Rabe

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Hölle und Himmel von Patrick Rabe (Gedanken)
DER ROTE VORHANG von Christine Wolny (Weihnachten)