Elke Müller

Amerika....

Das einzige Geräusch was man hörte, war bisher lautes Vogelgezwitscher. Kein Hund war zu sehen noch dessen bellen zu hören, nichts, alles war bis jetzt still. „ Guten Tag.“ Redmon stützte sich aufs Sattelhorn, schob seinen Hut nach hinten, wobei er abwägend, die beiden Zusammengekauerten betrachtet, lies sich dann langsam aus dem Sattel gleiten, sah sich dabei misstrauisch um. Der Holzstapel war umgeworfen und auf den Hof lag so einiges vom Hausrat herum. Der Wind strich warm über den staubigen Hof und kleine Fontänen wirbelten davon. Das kleine einsame windschiefe Haus, war aus grob behauenen Stämmen zusammengesetzt, mit einem Stallgebäude und Scheune, die einen verwahrlosten Eindruck machten. Die Farbe war überall verwittert. Bei dem alten baufälliger Schuppen, war das Dach notdürftig mit Steinen beschwert und ein windschiefer Zaun lief um das Grundstück. Man sah sofort, das es hier keine großen Reichtümer zu holen waren. Weniger als ein Dutzend magere Rinder standen nebenan auf dem kargen Land, mit wenig Grasbewuchs, was als Weide diente. Wasser blinkte von einem kleinen Bachlauf auf. Dieses Land war nur für Menschen gemacht, welche es vorzogen aus einen gewissen Grund aus der Stadt zu verschwinden. „ Wie heißt du, Junge?“ „ Akamos, mein Name ist Akamos,… Sir.“ Heika und Redmon verstanden sich auch ohne Worte, da reichte schon der Blick des anderen aus, sprang nun ebenfalls aus den Sattel, überwand dann ohne große Mühe, mit zwei langen Sprüngen, die kleine Veranda und stand dann vor der Hüttentür, die schief in den Scharnieren hing. Ein widerlicher, ekelhafter Geruch schlug ihm entgegen, als er eintrat. Mit leisen Schritten näherte er sich den Tisch. Mit den Fuß stieß er gegen eine zerbrochene leere Whiskyflasche, die ein klirrendes Geräusch abgab und Ben Harper aus seinem Schlaf riss. Er fuhr auf seinem Stuhl herum, starrte Le Cerf Agile einen Moment mit geweideten Pupillen an. „ Was zum Teufel ist hier los?“ Sein Gesicht wurde aschfahl, schwankend stand er auf, näherte sich mit ruckartigen Bewegungen langsam Heika, wobei er die Lieder zusammen kniff. „ Schon gehört, Ratten schlägt man tot!“ Wirbelte plötzlich, trotz seiner Körperfülle herum, warf eine schon geleerte Whiskyflasche nach ihm und riss ein Springmesser hervor, die Klinge klappte aus dem Heft und schnellte auf Heika zu. Doch dieser hat die Gefahr schon richtig eingeschätzt. Mit dem Schaft seiner Winchester schlug er auf den Handrücken des Angreifers, das Messer fiel herunter und mit einem neuen schnellen Schlag des Kolben, traf er die Schläfe von Harper. dieser brach mit einem ächzen zusammen. „ Waschlappen!“ Heika horchte auf. War da nicht ein Geräusch gewesen? Da! Schon wieder! Ein Rascheln, welches aus einer Nische kommt. Plötzlich, verschwand etwas blitzschnell hinter einer dunklen Ecke. Man konnte gerade noch einen dünnen langen Schwanz erkennen. Heika seufzte. Klar, nach dem Schwanz zu urteilen, nur eine Ratte. Er lächelte in sich hinein. Öffnete eine Zimmertür, zerrte Harper hinein und legte ihn ab, drehte sich um, verschloss die Tür hinter sich und ging zu den Wartenden hinaus.

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Humorvoll schreibt der Autor über eine Kindheit im Jahr 1949 in einem kleinen Dorf in der damaligen "Ostzone".
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