Heinz-Walter Hoetter

Die Ballade von der wilden Blume

Oh, als ich sie zum ersten Mal sah, mit ihrem wellenden schwarzen Haar.

Sie war wie eine Rose in ihrem roten Kleid und ihre Augen so blau und weit.

Ich habe sie die ganz Zeit nur angeschaut, doch meine Blicke waren wie Staub.

Ja, mein Herz konnte sie nicht erreichen, ich musste einem anderen weichen.

Als ich aus meinem Traum erwachte, hörte ich, wie der andere Mann nur lachte.

Wie ein verwundeter Wolf zog ich mich dann zurück, ich hatte bei ihr kein Glück.

Sie war wie eine wilde Blume, sie wurde nicht mein, es sollte wohl mein Schicksal sein.

Ich sehnte mich nach diesem Weib mit den schwarzen Haaren und dem roten Kleid.

Zurück blieb nur mein Verlangen, sie ist mit einem anderen Mann davon gegangen.

Tief verwundet war viele Jahre mein Herz, von meiner wilden Blume Liebesschmerz.

Vergessen kann ich die wilde Blume aber kaum, sie lebt immer noch in meinem Traum.


(c)Heinz-Walter Hoetter

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