Marion Sadí

Das Erwachen

Ich gehöre zu einer keltischen Familie und er war ein Christ aber das war mir egal. Ich liebte ihn, so ein wundervoller gläubiger Mensch. Es war so schön, bei ihm zu sein, seine starke Arme, seine Wärme und seine Zärtlichkeit hat mich einfach umgehauen. Er hat mir einen Antrag gemacht, ganz Romantisch, ach mir wurde heiß und kalt vor Aufregung und ich sagte ja, dass ich ihn Heiraten möchte. Ich war wie ein kleines Kind, ich habe gelacht und hatte gute Laune. Meine Cousine verdrehte nur ihre Augen, sie Traute ihm nicht. Mir war es egal, ich war glücklich. Die Vorbereitung zu meiner Hochzeit hat mir Spaß gemacht, Kleid aussuchen, Essen, Ort wo die Feier stattfindet und die Gäste einladen. Das Kleid war ein Traum, ich sah aus wie eine Prinzessin, die Haare hochgesteckt mit einem wunderschönen Schleier. Die Kirche, so schön geschmückt, mit weißen Bändern, Kerzen und Rosen, in der ganzen Kirche, ein Traum. 
So viele Leute die bei meiner Hochzeit dabei waren, ich war so verwundert, dass so viele Menschen da waren und ich kannte nicht alle. Die Hochzeitstorte hatte fünf Stufen und es war eine Buttercreme mit Marzipan, die Torte war noch mit Marzipan Rosen geschmückt. Das schönste wo ich mich am meisten freute war die Hochzeitsnacht, endlich mit ihm alleine sein, in seine starken Arme liegen und ihn fühlen können. Die Zeit war aber noch so jung und mein Mann schaute mich mit so einem verlangen an, das mir ganz anders wurde. Die Feier war so schön aber ich wollte endlich meinem Mann alleine sein. 
Endlich, mein Wunsch wurde mir erfüllt und er trug mich über die Schwelle, die Treppen hoch und legte mich dann in unser Schlafzimmer ins Bett, er zog sich aus, wow was für eine Figur. Er zog mich an sich und zog mich ganz langsam aus. Gott sei Dank hatte ich keine Corsage an, sonst hätte es noch länger gedauert. Wie ich endlich nackt war, legte er mich sanft auf dem Bett und küsste mich leidenschaftlich und der Sex war so schön, dass ich im siebten Himmel war, kleine Pause und dann gings weiter, früh am Morgen schliefen wir dann endlich ein. Der Alltag hatte uns endlich wieder eingeholt aber er konnte die Finger von mir nicht lassen. Irgendwann wurde mir übel und ich ging zu einem Arzt, er hatte die Untersuchung bei mir gemacht und dann sagte er, ich sollte mir keine Sorgen machen, ist alles normal, denn ich sei schwanger. Ich ging so schnell nach Hause und schmückte alles, für die schöne Nachricht. Mein Mann kam nach Hause und sah den geschmückten Tisch, er fragte, ob es was zu feiern gäbe und ich nickte nur, ich sagte es ihm das ich schwanger sei, er schrie vor Freude und nahm mich in die Arme und küsste mich. Mein Mann hatte mich in Watte gepackt und streichelte meinen Bauch regelmäßig. Monate verging und ich und ich gebar ein kleines Mädchen. Er war hin und weg, streichelte die Kleine, es hat mir gefallen. Nach ein paar Tagen kam ich aus dem Krankenhaus und er war schon da und nahm die Kleine und wartete bis ich alles gepackt habe, er wurde ungeduldig, weil ich so lange gebraucht habe. Ich entschuldigte mich bei ihm und sagte, dass ich Schmerzen habe aber doch jetzt da wäre. Ich hatte den schweren Koffer und die Geschenke, dass man bekommt wenn man ein Baby zur Welt bringt. Er nahm das Baby und ich die anderen Sachen, ich bin gelaufen wie ein Pinguin, erschöpft bin ich am Auto angekommen, packte die Sachen in den Kofferraum und ging dann in das Auto. Wir fuhren dann nach Hause, er nahm das Baby und ich den Koffer und die Geschenke, ich musste weinen, denn ich hatte solche schmerzen. Wie ich ins Haus angekommen bin wollte ich dann meine Beine hochlegen und meine Tochter in meine Arme nehmen. Ich legte mich ins Bett und bat mein Mann, dass er das Kind bringen sollte aber er sagte nur das Kind schläft. Ich war so fertig von der Geburt, dass ich über das Verhalten meines Mannes nicht nachdachte. Wie ich wach wurde, habe ich mich gewundert, dass er nicht bei mir schlief, sondern bei meiner Tochter. Ich bin zu meinem Kind und wollte es nehmen, mein Mann stieß mich weg und sagte, es hat was gegessen und jetzt schläft es. Ich fragte ihn was los ist, ob ich etwas falsch gemacht hätte, ich bekam keine Antwort. Er schob mich aus dem Zimmer und sagte, er wird das Schlafzimmer nehmen und ich werde das kleine Zimmer bekommen. Ich verstand die Welt nicht mehr. 
Nach ein paar Tagen war ich nur noch die Reinigungskraft, ich hatte keine Rechte mehr. Er redete nicht mehr mit mir und wenn er Daheim war durfte ich nicht mal mein Kind in die Arme nehmen, ich durfte nicht mehr. Nach ein paar Jahren hat er endlich mit mir geredet und sagte, ich soll das Haus verlassen und in die Garage ziehen. Ich musste das Haus verlassen und zog in die Garage. Jetzt verstand ich warum er darin ein Bett und ein Schrank aufgebaut hat. Ich hatte kein Zugang mehr in das Haus. Meine Tochter ist nach Jahren immer schlimmer geworden, kein Respekt. Ich durfte nur in das Haus wenn ich sauber machen musste oder Kochen, dann musste ich das Haus wieder verlassen. Das war jahrelang mein Leben, ich bekam kein Geld nur etwas zu essen. Mein Mann hatte noch ein kleines Hobby, nämlich mich seelisch fertig zu machen. Mein Mann starb irgendwann und dachte ich könnte jetzt in das Haus einziehen aber nein meine Tochter wollte das nicht. Die Rente, die ich bekommen habe, hat meine Tochter eingestrichen, es war eben alles noch beim Alten geblieben.
Beim Einkaufen traf ich meinen Neffen und ich erzählte ihm alles. Er half mir sofort, ich packte meine Sachen und flog nach Kanada zu meiner Nichte. Meine Tochter ließ mich von der Polizei suchen und sie fanden mich dann. Ich erzählte ihnen alles und sie konnten es nicht glauben. Ich habe, dank der Polizei meine komplette Rente bekommen so wie das Geld vom Haus und dem Erbe meines Mannes. 

Bin endlich glücklich und kann jetzt endlich leben, habe meiner Tochter den Rücken gekehrt.  

Marion Sadi 

Diese Geschichte ist wirklich passiert und die Kirche hatte ihr nicht geholfen. Die Frau lebt heute noch und sie ist überglücklich.              

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.01.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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