Marion Schanné

Bußgeldkatalog, Maskenkoller und die FFP2 Maskenpflicht...

Corona Bußgeldkatalog und FFP2 Maskenpflicht

Meine Liste: Was ich meiner ärgsten Feindin nicht wünsche, ist einen Punkt länger geworden
Sorry für´s schräge gendern; ich hab´ zum Glück nur ein paar verrückte Hühner als Feindinnen.  

„Maskenkoller“ das ist heute mein absolutes Unwort und ehrlich, so ein Maskenkoller im Supermarkt ist alles andere als prickelnd. Lies´ mal weiter, damit Du erfährst, warum ich nicht mal meiner Feindin einen Maskenkoller wünschen würde.

Eigentlich ging das ja schon vorige Woche los, als der Beschluss zum Tragen von FFP2 Masken publik gemacht wurde.
„Ach Mensch, jetzt haben wir grade 500 neue Alltagsmasken gekauft,“ machte ich meinem Unmut Luft und bestellte zähneknirschend für meinen Mann und mich 100 FFP2 Masken. „Die spinnen, die Römer,“ dachte ich, als mir klar wurde, dass unter 2,50 Euro pro Maske wohl nichts zu finden war.

Die sogenannten Alltagsmasken, die wir bisher trugen, empfand ich als angenehm. Während der vergangenen 15 Jahre in einem medizinischen Beruf war ich das Tragen einer Maske gewohnt. Meine Atemtechnik habe ich unter Kontrolle; meine Welt war trotz Alltagsmaske in Ordnung.

Diese FFP2 Masken haben mein Weltempfinden durcheinandergebracht.
Aus meinem einsichtigen „Maske? Na und?“ Wurde heute ein: „Hilfe Maskenkoller!

Als ich vorhin zum Globus, das ist der moderne Supermarkt direkt an der Autobahnabfahrt, fuhr, war für mich Premiere!
Mein erster Einkauf mit FFP2.
Ich war gespannt, wie mein Körper darauf reagieren würde.

FFP2 Masken von zwei verschiedenen Herstellern hatte ich zur Auswahl auf dem Beifahrersitz liegen. Mein Mann hatte von der Apotheke unsere Gratismasken für Angehörige der Hochrisikogruppe mitgebracht und ich war bis dahin guter Dinge.

Im Auto öffnete ich beide Päckchen und roch erstmal an den FFP2. 
„Oh Gott,“ ich war echt entsetzt „die riechen wie ein ganzes Chemiewerk.“

„Hilft nix, altes Mädel, Kopf hoch und durch,“ machte ich mir selbst Mut.
Tapfer stülpte ich mir die breiten Gummibänder um die Ohren, gleich neben die Brillenbügel und versuchte mich mit dem leisen singen von Mike Krüger Song: „Sie müssen nur die Maske aus der Tasche ziehn´...“ in fröhliche Stimmung zu versetzen.

Singen unterstützt die kontrollierte Atmung. Richtig zu atmen kann lebensrettend sein.
Meine Mutter war COPD Patientin und weil ich sie im späteren Krankheitsverlauf zuhause pflegte, durfte ich spezielle Atemtechniken lernen, die eigentlich jeder kennen sollte.

Diese Erinnerungen zogen durch meine Gedanken, als ich durch den Globus schlenderte.
Ja, ich ging bewusst langsam durch die Gänge mit den vollen Regalen. Das erforderte eine ganze Menge Disziplin, denn ich glaubte an dem Geruch der FFP2 ganz langsam zu ersticken.
Tatsächlich hatte ich lediglich meine Atmung auf „flach“ geschaltet. Erst als ich an der Kasse stand, fühlte ich mich gar nicht mehr gut.

Zum Glück hatte ich mein Auto in der Nähe des Ausgangs geparkt. Mit Mühe schaffte ich es noch, meinen Einkauf im Kofferraum zu verstauen.
Ich war ganz weiß im Gesicht. Das sah ich aber erst, als ich ziemlich groggy auf dem Fahrersitz saß und in den Spiegel schaute. Mein Atem wollte außer Kontrolle geraten; aber gegen meinen Willen kann der nicht die Luft anhalten ;-)

Ich trank ein paar Schlucke Wasser und freute mich, dass ich eine Schoko-Reiswaffel im Handschuhfach fand. Mit Speis´ und Trank brachte ich meinen Kreislauf wieder in die richtige Spur und fuhr frisch gestärkt nach Hause.

Die Hühner tauchten in meinen Gedanken auf. Kleine, alte, blondierte, grell geschminkte zweibeinige Hühner mit schütterem Haar... Gelegentlich frag´ ich mich, was denen wohl angetan wurde, dass sie perfide gegen jeden intrigieren, der eine andere Meinung als sie selbst hat.
Egal, ich wünsche ihnen ein langes Leben – ohne Maskenkoller.







 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.01.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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