Susen Piefrement

Überfall

Alles ist gut, alles ist schön. Ich habe gemütlich gefrühstückt und mich für den Spaziergang mit Frieda warm angezogen.
Eine Leggings unter der Jeans, die neue Mütze mit Fleecefutter und Handschuhe halten mich warm. Noch schnell Handy
und Hundeleckerchen in die Tasche gesteckt und los geht's.
Es sind minus 2 Grad, gefühlt allerdings kälter. Aber die Sonne kommt raus und spendet meinem Gesicht ein bisschen Wärme.
Wir drehen die Runde durch den naheliegenden Park. Wenn ich Frieda ein Stöckchen werfe, läuft sie schnell hinterher und
bringt es zu mir, gibt es aber nicht wieder her. Mit gezeigten Zähnchen schüttelt sie grinsend ihren Kopf. Das bringt mich immer
wieder zum Lachen. Ich fühle mich glücklich und wohl. An der nächsten Parkbank verstecke ich ein paar Leckerlis, die Frieda
suchen soll. Sie sitzt brav auf Entfernung und wartet auf den Befehl "Such!". Aus dem Augenwinkel sehe ich jemanden schnell
auf uns zukommen. Wer rechnet schon damit, dass man mit Beschimpfungen überfallen wird.
"Verschwinden Sie mit Ihrer Scheißtöhle auf die Hundewiese. Hier im Park haben Sie nichts zu suchen. Überall liegt Hundescheiße
rum. Hier wollen Kinder spielen und die Leute entspannt spazieren gehen. Nun hauen Sie endlich ab, oder muss ich erst der Töhle
in den Hintern treten?" Ich bin so baff und weiß erst gar nicht, was der Kerl von mir will. Aber dann erwidere ich, dass der Park
auch für uns da ist, dass Hunde hier nicht verboten sind. Ich nehme Frieda an die Leine. Die weiteren Beschimpfungen versuche
ich zu ignorieren und gehe weiter den Weg entlang, bis der Park endet und die Straße beginnt. Ich gehe, versunken in Gedanken,
schnurstracks nach Hause. Frieda trottet mit hängendem Kopf neben mir her, als ob sie etwas ausgefressen hätte.
Meine gute Laune, mein gutes Gefühl für den Sonnenschein sind verschwunden. Ich schließe meine Haustüre auf und fühle mich so ...

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.01.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Schmetterlinge im Bauch und Kopf von Hartmut Pollack



"Schmetterlinge im Kopf und Bauch" ist mein holpriger lyrischer Erstversuch. Mit Sicherheit merkt man, dass es keine Lektorin gab, wie übrigens auch bei den anderen beiden Büchern nicht. Ungeordnet sind viele Gedichte, Gedankenansätze, Kurzgeschichten chaotisch vermengt veröffentlicht worden. Ich würde heute selbstkritisch sagen, ein Poet im Aufbruch. Im Selbstverlag gedruckt lagern noch einige Exemplare bei mir. Oft schau in ein wenig schmunzelnd in dieses Buch. Welche Lust am Schreiben von spontanen Gedanken ist zu spüren. Ich würde sagen, ein Chaot lässt grüßen.

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