Heinz-Walter Hoetter

Nachdenkliche Gedanken

 

 

 

 

Der Begriff "Gegenwart" ist nur der Ausdruck dessen, was ich die "Dauer des Andauernden" nenne, wobei dafür keine Zeit nötig ist, welche jedoch entsteht, wenn wir erst eine (willkürliche) Skala anlegen, die wir dann als "Zeit" bezeichnen.

 

Die Gegenwart (die Dauer des Andauernden) ist (vermeintlich) "real" (für unsere Sinne, die diese Gegenwart registrieren), wobei die Zeit eigentlich nur eine Illusion ist, die jedoch benötigt wird, um uns in der Gegenwart zurecht zu finden (z. B. in ihr Zeitpunkte zu setzen, um uns beispielsweise zu verabreden bzw. treffen zu können).

 

Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass es zwar wichtig ist, die Gedanken auf "andere Gleise" zu lenken, jedoch ist es viel wichtiger, die Grundlage unseres Denkens zu verändern, welches das "Bewusstsein" ist.

 

Das Bewusstsein ist die Grundlage (Basis) unseres Denkens überhaupt. Sich ein Nicht-Bewusstsein zu denken geht nicht, da, wäre so etwas real möglich, wir uns selbst die Grundlage unseres eigenen Denkens entziehen würden.

 

Nun, ich vergleiche gerne das menschliche Bewusstsein (oder den Geist) mit einer absolut sauberen Wasserquelle, die rein und unverfälscht ist. Würde man das Wasser dieser Quelle z. B. verschmutzen, wäre es eingetrübt und damit unter Umständen ungenießbar.

 

Das gilt auch analog für unser Bewusstsein, das von allen möglichen Ideen, besonders von irgendwelchen Weltanschauungsideologien, besetzt (oder verseucht) werden kann, die es schädigen.

 

Das gilt überdies auch für das Bewusstsein eintrübende Mittel, wie z. B. alle Art von Drogen.

 

In so einem besetzen (verseuchten) Bewusstsein kann kein freier, erkenntnisreicher Gedanke gedacht werden, der den klaren Verstand, auch den der Wissenschaft, zuwiderläuft (Wissenschaft = Wissen schaffen). Alles hängt also zuerst von einem sauberen (reinen) Bewusstsein ab, damit wir klar und unverfälscht denken können.

 

Als Freidenker mache ich mir so meine eigenen Gedanken zum Sein und Geschehen in dieser Welt. Was ich damit sagen will ist, dass alles, was ich denke und zu Papier bringe, nicht unbedingt wahr sein muss. Aber ich versuche, mich auf meine Art und Weise der Wahrheit anzunähern, sofern es diese für uns Menschen überhaupt gibt. Es könnte nämlich auch sein, dass ich nur einer Illusion folge, einer sog. Fata Morgana, denn möglicherweise ist unser ganzes Leben nur eine einzige Illusion bzw. eine raffinierte Täuschung, wobei wir alle den Eindruck haben, das nun mal alles real ist, was wir mit unseren Sinnen (oder dem Bewusstsein) wahrnehmen (oder auch nicht).

 

Wer weiß das schon?

***


Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
 

Salvador Dali

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

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