Egbert Schmitt

die Widerspenstigkeit der Wirklichkeit: (Homeoffice/1)

 

 

Ein fünfteiliges Schluss-Nachwort 
zum Editorial des nächsten Buches.

Demnach jeden Freitag-Nachmittag 
absdruse Zeilen zur derzeitigen Lage

 

 

Am Denken ist nichts Schlechtes :
es ist ein großer Schritt in der Evolution.

Nur, vielen Leuten in dieser selbstgewählten
Hyper-Medialen-Welt, ist Denken zu viel.

Halten das Dauergeratter in ihren Köpfen 
nicht mehr aus. Wollen abschalten, herunter-
fahren aus den ewigen Gedankenketten 
in denen wir uns ständig verstricken. 

Welche einen geistig vom Hundertste 
ins Tausendste
kommen lassen.


Derweil vergeht die Zeit : 
vergeht die Gegenwart, vergeht unser Leben. 
Ständig pendeln wir im Kopf zwischen Vergangenheit 
und Zukunft, sowie Ablehnung und Anhaftung.

Wie der Affe im ZEN-Buddhismus, der ständig 
herumspringt zwischen – den fünf Fenstern –  !  

Übertragener-Weise sind es – die fünf Sinne – 
unseres scheinbar höheren Primaten-Geistes.

Der zwischenzeitlich „als Hominid“ 
neurotisch wird, weil er das Maß 
der Versag“ens“ung nicht erträgt, 
das ihm „die Gesellschaft“ im Dienste 
kultureller Ideale aufträgt.

 

Auch meine willige :
C19-Home-Person glaubt derzeit,
das seine ange(g)traute Frau (mir
einzureden versucht, beim mehrfach-
täglichem „von-Hand“-Geschirr-Abspülen …   

Dass, wenn man sich nur auf Schwamm
Gläser, Teller und Besteck konzentriert, 
eine Intensität an Leben erfahre, die jenseits 
von dem ist, was man beschreiben kann !

 

Dazu zentral Stephen Hawking :
Warum musste sich die Materie 
den Qualen des Seins unterziehen !?!
 

 

Real-Satirisch gesehen:
Meine Materie nebenbei verzweifelt versucht 
in Homöostasen-Zeiträumen“ den bezahlten 
reinen 8 Std.-Arbeitstag, „so nebenbei“ 
zu gewährleisten.

Am „Spülbecken des Lebens“ in der Wohnung 
stehend, eine Alltagshandlung verrichten‘d

Sich mit dem Rest der Welt verbunden fühlen. 
In diesen Momenten – das Leben selber
wahrnehmen‘dquasi. 

Wie jene orange-gewandeten Kahlkopf-Mönche,
mit sinn-frei-stifteten Reisigbesen den Hof kehren.

In-sich-kehrend alles „nicht hinterfragend“ ertragen,
was Ihnen aufgetragen.

Wie mein Schwiegervater und Firmen-Chef
anno-selig 1990, mich an der Hochzeitstafel 
schwer krank“ beiseite nahm … und

 

Im Originalton als Lebens-Ratsagte : 
mach‘ einfach, mache einfach das,
was Sie Dir aufgetragen … !

Ja, die Bürde des Menschen ist unantastbar !
Steht im EHE-lendigen D-Grundgesetz „postfaktisch“. 

Parallel soll‘s auch mit rituellem Staubsaugen
ebenda“ funktionieren, meditativ gesehen.

Meint meine unter-hormonelle Frau, 
die „so vieles“ meint, bis das „der ewige Schnitter“ 
mich scheidet …

Oder mutierte C19-Viren mich in den zwei Jahren
bis zur 66er-Diebstahls-Rente, final eliminieren.


Corona ist, so gesehen ein Segen :
für manchen Haushalt“, in der neuen 
Rollenverteilung, wenn nun EINER permanent
zu Hause ackert, an allen Fronten. 

Die Andere“ NUR ins Geschäft „darf“ 
und dafür halbtot Nächtens heimkommt.

Oder umgekehrt, was ES neuerdings geben soll.
Manche/r kurz davor ist, aus dem Kellerfenster
oder hinter den Zug zu springen. 

Nun, die latente Gefahr ist, dass man 
leicht verlottert in Pandemie-Zeiten. 

Hinzukommt, wenn jetzt Homie-„Rentner“-
Nachbarschaften permanent renovieren.

 

Die Mehr-Familien (im Haus) :
um einen herum nervlich am Rad drehen.
Denen es ähnlich ergeht, als uns da-selbst.

Wenn‘s LAN nur zäh aus der Leitung tropft … 

Nun ALLE am Netz ohne doppelten Boden 
hängen und mancher dreißig Meter an Kabel 
durch die Wohnung strippt, um … 

Somit-also, … meiner-einer morgens 
(4.50 – 5.30 Uhr) noch FRÜHER anfängt 
und sehr SPÄTer „den Klappkasten“ 
Schluss & Netz-Endlich abmeldet. 

Oder besser nicht, in der hellhörigen 
Gasbeton-Wohn-Burg, mit dem sehr
lahmen Tele-K-Empfang !

 

Wenn „über einem“ : 
kleine mit den größeren Kinder „um 23.47“ 
immer noch nicht schlafen, weil ja Kita und 
Schule zwangsweise geschlossen bleibt …

So „Rund um die Uhr“ um Wohntische und 
über Sitze sprinten, dass die Eltern restlos 
überfordert sind. – Die meisten schon vor C19.

Corona-da“ nur noch eins „final draufsetzt“ !
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.01.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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