Irene Rabenbauer

Corona-Pandemie, Lockdown und die gesteigerte Nachfrage nach Hunden

Corona-Pandemie, Lockdown und die gesteigerte Nachfrage nach Hunden

Einen Hund zu haben ist ein Geschenk. Aber Hunde sind nicht einfach nur ein netter Zeitvertreib für die Langeweile während des Lockdowns. Ein Hund ist ein Lebewesen, das Ansprüche stellt. Einen Hund nimmt man nicht zum Spaß und Zeitvertreib bei sich auf.

Vielen ist nicht bewusst, dass ein Hund kein "Selbstläufer" ist, sondern sein Hundeleben lang unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge braucht.

Die Entscheidung für einen Hund fällt man nicht spontan oder aus einer Laune heraus.

  • Ein Hund braucht Platz (Futter- und Schlafplatz).
  • Ein Hund braucht täglich Zuwendung und nicht nur ab und zu und nicht nur während des Lockdowns.
  • Ein Hund ist kostenintensiv. Abgesehen von den Anschaffungskosten fallen regelmäßig Futterkosten, Kosten für Impfungen und Wurmkuren, für Steuern und Versicherung (in manchen Bundesländern Pflicht) an.
  • Hunde werden auch krank, schlimmstenfalls müssen sie operiert werden. Die Tierarztkosten landen schnell im drei- und vierstelligen Bereich.
  • Hunde machen Dreck und hinterlassen ihre Spuren mitunter auch an der Wohnungseinrichtung.
  • Hunde machen Lärm.
  • Vermieter müssen der Hundehaltung zustimmen.
  • uvm.

Die Anschaffung eines Hundes sollte sehr gut überlegt werden. Kein Hund hat es verdient, im Tierheim zu landen, weil er seinen „Zweck“ erfüllt hat, lästig geworden ist oder der Besitzer nicht weiß wohin mit dem Hund, wenn sein Leben nach dem Lockdown wieder in geregelten Bahnen verläuft.

Gerade auch die Nachfrage nach Welpen ist seit Beginn der Pandemie und vor allem seit dem Lockdown riesig. Aber vernünftig gezüchtete Welpen lassen sich nicht einfach so „aus dem Boden stampfen“, die Wartelisten der Züchter sind lang.

Vermehrer haben jetzt ein besonders leichtes Spiel. Sie können Welpen wie am Fließband produzieren, niemand schaut ihnen in die Karten. Hündinnen werden häufig bereits bei der ersten Läufigkeit gedeckt, noch vor Abschluss der Pubertät. Sie haben aber in diesem Alter weder die erforderliche körperliche noch die geistige Reife für eine Mutterschaft. Oftmals werden Hündinnen bei jeder Läufigkeit gedeckt. Damit nimmt man diesen bedauernswerten Hündinnen die Möglichkeit, sich nach einer Geburt zu regenerieren. Deckrüden werden mit Hormonen vollgepumpt und zum Decken gezwungen.

Niemand sollte einen Hund übereilt kaufen und dadurch möglicherweise Vermehrer unterstützen und unkontrollierten Welpenhandel fördern.

Schließlich nimmt man einen Hund nicht zum Spaß und Zeitvertreib bei sich auf.

Hunde sind unsere Weggefährten und keine Interimslösung gegen Langeweile.

Wir sollten nie vergessen, wie viel uns unsere Hunde geben. Unsere Hunde schenken uns bedingungslose Liebe und sind sehr wertvoll für uns geworden. Dafür tragen wir zeitlebens Verantwortung für sie.

Um Missverständnissen von vornherein vorzubeugen: Ich bin keine Züchterin, sondern lediglich stolzes Frauchen von zwei wunderbaren Hunden, die ich beide nicht mehr missen möchte.

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Langsam gehe ich auf das sechzigste Lebensjahr zu. Da hinter mir nahezu jede emotionale Erinnerung »verschwindet«, besitze ich keinerlei sichtbare Erinnerung! Vieles von dem, was ich Ihnen aus meinem Leben berichte, beruht auf alten Notizen, Erinnerungen meiner Frau und meiner Mutter oder vielleicht auch auf sogenannten »falschen Erinnerungen«. Ich selbst erinnere mich nicht an meine Kindheit, Jugend, nicht an meine Heirat und auch nicht an andere hochemotionale Ereignisse, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin.

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