Irene Rabenbauer

Der Zorn des Psychopathen - Teil 1 - Feige Verleumdungen

 Hinweis:

Die Personen und die Handlung der folgenden Kurzgeschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Teil 1: Feige Verleumdungen

Ein guter Lügner ist immer auch ein guter Schauspieler. Ein guter Lügner, der vorsätzlich und bewusst lügt, ist undurchschaubar, kalt und berechnend, von sich überzeugt. Er wirkt souverän und verkauft seine Lügen als Wahrheit. Der Zuhörer vermag nicht zu unterscheiden, was Wahrheit und was Lüge ist.

Wer an einen Verkäufer gerät, der ein guter Lügner ist, zahlt Lehrgeld.

Wer einen Verkäufer, der ein guter Lügner ist, der Lüge überführt, macht sich unbeliebt.

Ines hat einen Verkäufer der Lüge überführt, ihr Recht eingefordert und bekam die Wut des Lügners mit voller Wucht zu spüren.

Ines wurde vorsätzlich betrogen und setzte sich zur Wehr. Sie hatte Unterlagen in Händen, die bewiesen, dass ihr Geschäftspartner zu unlauteren Mitteln gegriffen hatte, um sie um ihr sauerverdientes Geld zu prellen. Es ging um keinen großen Betrag, aber für Ines, alleinerziehend und auf jeden Cent angewiesen, war es ein kleines Vermögen. Sie zog vor Gericht.

Genau dieser Schritt wurde ihr zum Verhängnis. Der wahre Charakter des Betrügers kam zum Vorschein. Vor Vertragsabschluss war der sprachgewandte Händler höflich, zuvorkommend, ein Schmeichler par excellence. Er war einer von dem Typ Verkäufer, der sprichwörtlich ‚einem Blinden ein Buch verkaufen kann‘.

Bereits kurze Zeit nachdem Ines den Schwindler verklagt hatte, begann für sie ein Martyrium sondergleichen. Ines‘ Kollegin kam in der Mittagspause auf sie zu und hielt ihr ein Schreiben unter die Nase. „Das konnte ich gerade noch abfangen, bevor es der Geschäftsleitung vorgelegt wurde.“ Ines wurde blass. Ein anonymes Schreiben mit Verleumdungen, die auf Ines Person abzielen. Ines würde Käufe tätigen, ohne zu bezahlen und sie würde sich mit unlauteren Mitteln Vorteile im Beruf verschaffen sind noch die harmlosesten Textpassagen, die das niederträchtige und diffamierende Schreiben beinhaltete.

Zunächst konnte sie sich nicht erklären, von wem das Schreiben sein könnte. Wer wollte sie vor ihrem Arbeitgeber in ein schlechtes Licht rücken? Sie hatte keine Feinde, lebte mit ihrer Tochter zurückgezogen in einem beschaulichen Dorf in Bayern. Ihre wenigen guten Freunde waren hundertprozentig loyal.

Tage später meldeten sich mehrere Nachbarn bei ihr. Auch sie hatten anonyme Schreiben erhalten, inhaltlich identisch mit dem Schreiben an Ines‘ Arbeitgeber. Selbst die Gemeindeverwaltung und die Feuerwehr blieben nicht verschont. Die Adressen waren willkürlich aus dem Telefonbuch ausgewählt.

Schnell wurde Ines bewusst, dass nur eine Person dahinterstecken konnte. Sie erstattete bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt. „Mehr können wir leider nicht für Sie tun“, bedauerte der freundliche Polizeibeamte. „Machen Sie sich bitte keine falschen Hoffnungen, denn Anzeigen gegen Unbekannt verlaufen in der Regel im Sand und werden nach geraumer Zeit von der Staatsanwaltschaft eingestellt.“

„Lass‘ dich nicht runterziehen. Wenn du nicht reagierst, hört der Spuk von selbst auf“ ermunterte sie ihre beste Freundin. „Du bist im Recht und es ärgert den Typen, dass du seine Machenschaften enttarnt hast. Feige Menschen sind nur in der Anonymität mutig, fühlen sich sicher und überlegen.“ „Ja, du hast wohl recht, Amelie. Ich werde die Briefe ablegen unter ‚schlechte Erfahrungen‘.“

Doch Ines irrte sich, die anonymen Briefe waren erst der harmlose Anfang einer unendlich nervenaufreibenden Hetzjagd, denn sie hatte sich unwissentlich mit einem Psychopathen angelegt.

To be continued…

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