Georges Ettlin

Gefangen in dem Netz der Zeit

Nun ist es soweit; Die Toten lugen zwischen Spalten des Seins und wären sie lebend,
sie "lugten " nicht, sie schauten ! Das frische Mädchen von Frühlings Apfelbaum schaut lächelnd hernieder...aber die
verschwundene Leiche auf den Zweigen "lugt" mit mattergrauten Augen. Alle Leichen sind noch da,nur die Verschiebung der Energien in den Kreislauf der Dinge schafft immer wieder  Platz.
Wasser, Aerosole der Luft, alles ist schon vorgeatmet, vorgetrunken und entleert, alles ist schon durchlebt und erfahren,
kein Todesschrei ist neu. Das Wasser meines Weines hat schon mal den Frosch bewässert und den Wurm belebt.
Mein Nichtwissen ist uralt und auch nicht neu. Orgasmen sind Fliessbanderlebnisse der Banalität und
total verzichtbar, wie auch die Empörung und der Racheakt: Alles war schon da und kommt gleich wieder!
Die Netze sind schon längst gespannt und wir finden uns in den gleichen alten Netzen wieder.
Die Sinnfrage wurde noch nicht gelöst und wir landen alle in der Bratpfanne des universalen Weltengeistes,
der immer - wie es scheint- hungrig ist !


***
c/G.E.
 

Gott ist das gewaltigste und beängstigenste
Liebesobjekt
welches ich zu kennen
glaube.
Georges Ettlin, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.02.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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