Irene Rabenbauer

Der Zorn des Psychopathen - Teil 3 - Denunzierende Rundmail u. Anzeige

Hinweis:

Die Personen und die Handlung der folgenden Kurzgeschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Teil 3: Denunzierende Rundmail und Anzeige

Selbstverständlich war Ines auch in den sozialen Netzwerken unterwegs. Sie kommentierte eines Tages bedenkenlos einen öffentlichen Beitrag, in dem vor Betrügern gewarnt wird, die ähnlich vorgehen, wie der, auf den Ines reingefallen war.

Am nächsten Tag checkte sie routinemäßig ihr E-Mail-Postfach. Sofort fiel ihr eine Rundmail auf, die von ihrem Gegner stammte. Der Inhalt der Mail richtete sich in spöttischer und denunzierender Weise gegen ihren Kommentar, den sie tags zuvor gepostet hatte und als Anhang war der E-Mail ein Screenshot ihres Kommentars beigefügt.

„Mach‘ dir keinen Kopf, Ines. Der will dich mürbe machen. Die E-Mail ist vollkommen lächerlich. Weder der Beitrag noch dein Kommentar haben einen Bezug zu einer konkreten Person und schon gar nicht zu dem Psychopathen selbst“, versuchte ihre Freundin sie zu beruhigen. „Aber wer weiß, an wieviel Empfänger er die E-Mail tatsächlich versandt hat. Da es eine Rundmail ist, sind die Empfänger nicht ersichtlich“, erwiderte Ines mit zittriger Stimme. „Und wenn schon, Ines. Deinen Namen im Screenshot hat er geschwärzt und im E-Mail-Text bist du auch namentlich nicht erwähnt. Also einmal Shift + Entfernen drücken, E-Mail löschen und den Mist vergessen.“

Ines befolgte Amelies Rat und hatte die E-Mail schon fast vergessen, als ihr von der Polizei eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung ins Haus flatterte. Die Anzeige stammte, wie sollte es auch anders sein, von Jonny B. und bezog sich ebenfalls auf den Kommentar, den sie gepostet hatte. Herr B. fühlte sich durch Ines‘ Kommentar beleidigt. Ines sprach zum genannten Termin auf der Polizeidienststelle vor. „Lächerlich, ich nenne weder Namen in meinem Kommentar noch ist aus meinem Kommentar irgendein Bezug zur Geschäftsbeziehung zwischen Herrn B. und mir ersichtlich.“ Mit wenigen Worten erklärte sie dem Beamten den Sachverhalt. „Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, aber wir müssen tatsächlich jeder Anzeige nachgehen, auch wenn sie noch so absurd ist“, konstatierte der Beamte. Ines musste schmunzeln und machte von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Tags zuvor hatte ihr Anwalt Ines zu diesem Schritt geraten und gleichzeitig erwähnt, dass solche Anzeigen in der Regel von der Staatsanwaltschaft eingestellt werden, da kein öffentliches Interesse besteht.

„Du musst sowohl diesen unverschämten Typ als auch seine Frau und seine Freunde in den sozialen Medien blockieren. Die blockierten Personen können dann weder deine Beiträge noch deine öffentlichen Kommentare, die du auf anderen Seiten oder Profilen hinterlässt, sehen. Du bist für die blockierten Personen auf DingDoing quasi nicht mehr existent. Im Gegenzug kannst Du natürlich von den blockierten Personen auch nichts mehr auf DingDoing lesen“. Sofort setzten sich die Freundinnen an den Rechner und unternahmen die notwendigen Schritte.

„Jetzt wird hoffentlich Ruhe einkehren“. Ines schnaufte durch und Amelie stimmte ihr nickend zu.

Doch weit gefehlt, der Psychopath hatte Ines als Zielscheibe auserkoren. Die Niederträchtigkeiten von Jonny B. kannten keine Grenzen.

To be continued…

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