Hinweis:
Die Personen und die Handlung der folgenden Kurzgeschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Teil 6: Wut im Kopf
Auf Grund Ines‘ Beitrag meldeten sich peu á peu einige ihrer Abonnenten mit privaten Nachricht bei ihr. Jeder hatte die gleiche Frage: ‚Hallo Ines, kennst du einen gewissen Herrn Blabla?‘
Ines antwortete jedes Mal nur kurz und knapp: ‚Ja, warum?‘, woraufhin sie sinngemäß immer die gleiche Mitteilung erhielt:
‚Liebe Ines, Herr Blabla hat sich in deinem Namen für mein „I like it“ bedankt. Gleichzeitig schreibt er aber, dass er nun endlich deine verlogenen Beiträge richtigstellen will und verlinkt zu seiner Seite auf DingDoing.‘
Einige Personen, die sich die Seite von Stalker-Jonny der Neugierde halber angesehen haben, teilten Ines unisono mit, dass
‚die zusammenhanglosen, konfusen Beiträge auf dieser ominösen Seite des Herrn Blabla zum einen übersät sind mit grammatikalischen und orthografischen Fehlern und zum anderen seine Seite mehr einer Hass- und Hetzseite gleicht denn einer seriösen Unternehmerseite. Seine Beiträge beziehen sich fast ausschließlich auf eine Person, die sich von Herrn Blabla übervorteilt fühlt und die er in seinen Beiträgen nur lächerlich macht, beleidigt, denunziert oder herabwürdigt. Im Gegensatz zu den Beiträgen auf deiner Seite, liebe Ines, die du allesamt mit Beweisen untermauerst, bestehen die Beiträge auf der Hetzseite des Herrn Blabla größtenteils aus reinem Wischiwaschi, zu dem er jeglichen Beweis schuldig bleibt. Durch die private Nachricht des Herrn Blabla weiß ich aber nun endlich, auf wen sich deine kompetenten und sachlichen Beiträge beziehen. 😉‘
Bei der wöchentlichen Mädelsrunde war Herr Blabla dank seiner Privat-Nachrichten-Aktion Gesprächsthema Nummer Eins. „Der Depp hat sich doch tatsächlich selbst geoutet. Dazu fällt mir folgendes Zitat von Dalai Lama ein: ‚In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz‘.“ Agnes, die Älteste der Runde, hatte die Lacher auf ihrer Seite.
„Welch tristes, armseliges Dasein muss ein Mensch fristen, der rund um die Uhr mit Wut im Kopf leben muss. Fast könnte man Mitleid empfinden“, warf Regina in die Runde und das Lachen der Stammtischdamen verstummte.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.02.2021.
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Plötzlich gerät dein Leben ins Wanken
von Irene Rabenbauer
Herzlich willkommen zu meiner Biografie, die aus meinem Tagebuch entstand, das ich seit meiner SARS-CoV-2-Infektion im März 2020 führe. Eine Erkrankung und ihre Folgen, die mein Leben ins Wanken brachten. Es stimmt mich traurig, dass Long COVID von unserer Gesellschaft unterschätzt und kaum noch wahrgenommen wird. Dennoch werden wir uns noch sehr lange und intensiv damit beschäftigen müssen. Vor den schwerwiegenden Folgen, die Covid-19 und seine Varianten hinterlassen, dürfen wir nicht die Augen verschließen.Unverblümt versuche ich dem Leser zu vermitteln, wie stark [m]ein Leben durch Covid-19 und Long COVID beeinträchtigt wird. Offen und ehrlich schreibe ich über meinen Schmerz, meine Ängste und meine Hoffnungen, die mein eingeschränktes Long-COVID-Leben mit sich bringt.
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