Christa Katharina Dallinger

Beziehungssplitter: Zu zweit alleine

Wo ist die Liebe geblieben? Das Miteinander, das Füreinander, das Verständnis.

Alles verloren gegangen im Alltag, in den vielen Jahren nebeneinander, schleichend und unbemerkt. Das kann doch nicht sein. Das darf doch nicht sein.

Alles auf Anfang! In guten und in schlechten Zeiten. Da war doch einmal etwas gewesen. Gefühle. Verblasst im Streben nach mehr. Mehr Wohlstand, mehr Geltung.

In guten wie in schlechten Zeiten. Jetzt sind sie da, die schlechten Zeiten. Wachstum, Wohlstand, höher, weiter, schneller, alles eingebremst. Vollbremsung!

Was nun? Auf sich selbst zurückgeworfen. Viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Das oft verfluchte Hamsterrad, es fehlt.

Die Beziehung? Sie funktionierte. Alles war Alltag. Alles hat funktioniert. Die kleinen Sticheleien, die kleinen Ärgernisse, alles Gewohnheit. Alles ok. Wer brauchte schon mehr? Ging doch alles ganz gut.

Nun hat sich der Alltag verändert. Kaum Abwechslung. Der Großteil des Lebens spielt sich seit Monaten in den eigenen vier Wänden ab. Alle sind genervt.

Sorgen, Ängste, Unsicherheit. Zu zweit besser als alleine. Gemeinsames Leid, geteiltes Leid.

Sicher? Es knistert. Es brodelt. Es bedrückt. Ruhig bleiben. Runterschlucken. Sich aus dem Weg gehen. Tief durchatmen. Freiräume schaffen.

Geblieben sind Unverständnis dem anderen gegenüber, das Funktionieren im Alltag und irgendwie immer öfter ein Gefühl der Einsamkeit.

Zu zweit und doch alleine. Wäre das so vollgepackte Leben nicht eingebremst worden, wir hätten es niemals bemerkt. Wir hätten ganz einfach weiter funktioniert in diesen sogenannten guten Zeiten.

 

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