Irene Rabenbauer

Der Zorn des Psychopathen -Teil 8 - Ende mit Schrecken oder...

Hinweis:

Die Personen und die Handlung der folgenden Kurzgeschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Teil 8: Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende?

Auch in den nächsten Wochen fand Ines nicht heraus, wer sich nun tatsächlich hinter ihrem „Cyberschatten“ verbirgt. „Letztendlich spielt es aber auch keine Rolle, ob es Stalker-Jonny, seine Frau oder beide sind“. Ines telefonierte mit Amelie, weil sie gerade sehr deprimiert war. Erneut erhielt sie Anfeindungen per E-Mail.

„Ich leite Dir eine vollkommen schwachsinnige E-Mail weiter, Amelie. Angeblich hat er einen Privatdetektiv damit beauftragt, mich zu bespitzeln.“ „So ein Blödsinn. Mit dem gehen langsam die Gäule durch. Was würde er dabei gewinnen, einen Detektiv zu beauftragen? Außerdem wäre er dafür doch viel zu geizig. Der kann sich doch noch nicht einmal einen vernünftigen Rechtsanwalt leisten. Die E-Mails sind ein verzweifelter und vollkommen lächerlicher Versuch, dich einzuschüchtern“, antwortete Amelie.

„Aber die E-Mails sind noch nicht alles. Die beiden haben dank ihrer permanenten Stalking-Attacken herausgefunden, dass ich der Online-Autorenrunde „Schreiblehrling“ angehöre. Prompt haben sich beide ebenfalls registriert und sind seit letzter Woche Mitglieder, beide mit ihren richtigen Namen. Sie kommentieren seither meine Veröffentlichungen auf der Plattform mit fiesen Sprüchen. Die Inhalte meiner Geschichten greifen sie auf, formulieren sie um und preisen sie unter einem anderen Titel als ihre Geschichten an. Inhaltlich ist jedoch allein schon an der Gossensprache und der Rechtschreibung erkennbar, wessen Handschrift die Texte tragen. Sobald ich eine Geschichte veröffentliche, erscheint kurz darauf auch eine Geschichte von Stalker-Jonny und seiner Holden. Also überwachen sie meine Aktivitäten auf dieser Plattform ebenfalls schon minutiös. Mein Leben muss ja megainteressant sein.“ Die Freundinnen mussten lachen „Eigentlich ist das ja ganz schön dreist. Aber das sind wir von Perfido ja gewohnt. Lass‘ ihnen den Spaß, Ines. Scheinbar haben sie keine eigenen Ideen mehr. Deine Ideen zu kopieren und vermarkten zu wollen zeigt, dass sie vor Wut und Missgunst nicht mehr ein noch aus wissen. Sie beneiden dich um dein Leben, du genießt ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Neid ist die höchste Form der Anerkennung und die wird dir von den beiden Stalkern im höchsten Ausmaß zuteil. Die Kommentare unter deinen Veröffentlichungen würde ich an deiner Stelle einfach löschen. Von einem respektlosen Menschen kannst Du nichts Gutes erwarten. Aber sie das Ganze mal positiv: die beiden müssen nun noch eine Plattform mehr permanent nach Aktivitäten von dir überprüfen, um auf dem Laufenden über dein Leben zu sein. Jonnys Psychoterror gegen dich mutiert zum 24-Stunden-Job für ihn und seine Frau“, erwiderte Amelie schmunzelnd.

„So habe ich das noch gar nicht gesehen. Und ich muss zugeben: Du hast Recht. Vielleicht sollte ich mich noch mehr Foren und Online-Stammtischen anschließen, damit es den beiden nicht langweilig wird? Wenn Stalker-Jonny mich schon nicht aus den Augen lässt, dann soll er auch Vollzeit damit beschäftigt sein.“ Die Freundinnen mussten lachten.

Am Wochenende traf sich Ines mit Amelie, Anke und Regina zum Brunch. „Ich habe gestern den Termin für die Gerichtsverhandlung bekommen. Wenn dieses Kapitel endlich abgeschlossen ist, hoffe ich, dass auch die Stalking-Attacken aufhören und ich auch im Internet wieder frei agieren kann, ohne dass Stalker-Jonny mich permanent verfolgt und nachahmt.“ „Das wünsche ich dir von Herzen, Ines. Es wird Zeit, dass dieses Drangsal ein Ende nimmt.“ Anke und Regina stimmten in Amelies abschließenden Worten nickend zu.

„Falsche Menschen wie die Blablas führen einen Kampf gegen Windmühlen, denn sie stehen einsam und allein gegen die Macht der Freundschaft und Wahrheit. Es ist schön, dass es euch gibt.“ Ines liefen ein paar Tränen über die Wangen.

Wahre Freunde an der Seite zu haben, ist ein großes Glück.

- Ende -

 

Nachwort:

Niemand ist davor gefeit, einem Betrüger aufzusitzen. Besonders wenn beim Käufer persönliche Emotionen, wie z. B. beim Kauf von Tieren, ins Spiel kommen und der Käufer von Beginn an eine emotionale Bindung zum „Artikel“ aufgebaut hat, lassen sich viele Käufer von ihren Gefühlen leiten und Schwindler haben leichtes Spiel. Es kann nie schaden, sich im Vorfeld ausführlich über seinen Geschäftspartner zu erkundigen. Dadurch kann einem viel Ärger erspart bleiben.

Bitte bleiben Sie achtsam und neugierig.

© 08.02.2021 Irene Rabenbauer

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