Rudolf Linder

Augenblicke

Kennt ihr das? Ihr fühlt euch müde und schlapp, alles ist zu viel, bohrende Fragen - noch im Hintergrund -  Wo zu dass alles?
Und dann plötzlich...  dann plötzlich reißt die graue Wolkendecke auf und die Sonne scheint herrlich und prächtig hervor. Durch ihr Licht sind all die Dinge ringsum in ganz andere Farben getaucht, ja es ist, als würden sie bis ins Herz strahlen und dort wird es heller, lichter, freundlicher...
Oder ein anderer, fremder Mensch schaut dir plötzlich in die Augen und etwas berührt dich und ihn und zauberte ein Lächeln auf euer Gesicht.
Oder ein kleiner Hund wuselt um dich herum und freut sich dich zu sehen und zeigt es dir so deutlich...  oder...  oder...
Ich glaube, jeder von uns hat und kennt solche Augenblicke. Und sie helfen uns zu leben und die grauen und tristen Augenblicke zu überwinden.
Natürlich sind da auch die schmerzlichen und enttäuschenden Augenblicke, die den ganzen Tag - und leider auch mehr - beeinflussen können. Wir können uns bewusst machen, dass wir entscheiden dürfen, können, müssen, ob wir das als Strafe oder als Hinweis - (noch nicht!) verstehen. -
Darauf gekommen bin ich wieder mal, durch ein kleines Gedicht in dem Buch: "Die Stimme der Steine", von Stephen Sondheim.

* * *

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