Rebecca K.

Das Wetter meines Lebens

Ein heller Blitz schlägt ein, in die Eiche an der Ecke

Sie barst in zwei, ist nun geknickt, lehnt verkohlt neben der Hecke

Ne Straße weiter, grollt der Donner über den Dächern der Häuser,

in denen sich alle so sicher fühlen, vorm lauten Himmels-Scheusal

Verzweiflung

 

Doch schon bald ist da ein Regenbogen

am Unwetter schummelnd vorbei

zunächst schwach, bei ruhigem Wind

werden die Farben des Himmels frei

Freude

 

Werden sie voller bis neben ihm thronend

Ein zweiter, vorwitziger Regenbogen hohnt,

dieser in ähnlich toller Farbpracht

Als die Sonne dem Himmel den Hof macht

Hoffnung

 

Trotz des Umschwungs, ist es kalt

So beginnt der Wind wieder zu heulen

Und man sieht von Zeit zu Zeit

Den weißen Mond hervorblitzen und schauen

Wer frech den Himmel schmücken mag

Außer den Wolken so trüb und so grau

Wabernder Nebel zum Anbruch vom Tag

Die Gräser benetzt vom Tränen des Tau‘

Trauer

 

Jetzt begrüßt die Morgenröte nach und nach den neuen Sturm

Tobend durch die Plätze, Gassen,

Nur Gewalt in einem Strom

Unaufhaltsam mäht er nieder, was ihm in den Weg so kommt

er verschluckt die Sonnenstrahlen und verbreitet diese prompt

Wut

 

Die gute Luft wird dick und heiß bis uns all‘ der Schweiß bricht aus

Auch ohne Sonne, so erdrückend, bis der Regen uns erlöst

Nach ein, zwei Schauern, ist die Luft erfrischend, wohlig und ein Traum

Ein Geruch von Gras und Nässe und auch Leben schwirrt im Raum

Und die Welt wird wieder voller

Des Nachmittags traut sich die Sonn‘ wieder auf die Bilderfläche

wärmt von innen, außen, Wonn‘!

Erleichterung

 

Manchmal verweilt sie ein, zwei Tage

Doch wird sie auch, von Wolkenklang,

Windböen oder auch Wirbelstürmen, überrascht so dann und wann

Hell-Dunkel, Friede und Unruhe sind oft auch als Paar geseh’n

mischen die Landschaft richtig auf, kann trotzdem immer grade steh’n

 

Ganz schön viel los, in meiner Welt,

viel hin und her und schnell und kurz

und gleichzeitig und bunt und voll

doch das ist genauso richtig so.

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