Angelika Güth

Esoterische Buchhandlung, Persiflage

Esoterische Buchhandlung

Eine Persiflage

Die ersten 68 Stunden sind geschafft.

Das Leben zu leben ist hier härter geworden,

und meine Fußsohlen auch.

Kundenkarteien, Abholfächer, und die Luft voll künstlichem Orient,

fast wie in einem orientalischen.....was auch immer.

Klänge von Zimbeln und Ashram-Klöckchen, und das alles

verschämt hinterhältig gemischt mit Kommerz, viel Kommerz.

Eine ganz besondere Mischung tut sich da auf.

Und ich, Lehrling, erlebe die Transaktionsanalyse neu :

Von wegen „ich bin OK, du bist OK“

Neben mir die Kollegin mit ihrem kritischen Eltern-Ich, die mir sagt wo es lang geht, im praktischen Sinne, und was ich zu tun, und gefälligst zu lassen habe, im übertragenen Sinne.

Und ich, je nach Seelenlage, das angepasste Kind, oder das rebellische Kind. Aber das geht nicht, denn das rebellische Kind muss hier und jetzt angepasst sein, sonst gibt’s was „hinter die Löffel“,

natürlich im übertragenen Sinne.

Ganz schön hart, die Arbeit in der esoterischen Buchhandlung,

so hart, wie die Fußsohlen nach 10 Stunden Stehen und

Sitzen ? Das geht gar nicht, denn Sitzen ist verboten, in der esoterischen Buchhandlung.

Und abends um 21.05 hält endlich der Bus,

und ich kann mir nur noch einen ayurvedischen Tee machen,

ein Dinkelbrot essen, und träumen, träumen, von besseren Zeiten

Wahrlich ein Abenteuer, die esoterische Buchhandlung.

 

 

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