Francois Loeb

WEDER FISCH NOCH VOGEL

Fisch oder Vogel? We kann das bestimmen? In meiner WochengeschicHte bestimmt!:

„Du bist weder Fisch noch Vogel“ wirft mir meine Freundin wortkarg vor die Füsse, schmettert dabei die Wohnungstüre zu und ist nach dem am Vortag so wortreich geführten Streit aus meinem Gesichtskreis verschwunden. Die mir vor die Füsse geworfenen kargen Worte kitzeln mich zuerst an den Zehen, dringen dann aber zu den Fußsohlen vor und steigen in Blitzeseile auf zu meinem Herzen. Fressen dort ein Loch in meine Gefühlswelt. Lassen ganze Herzensstücke in meine Seele fallen. Was soll ich nur unternehmen? Dieses Verlassensein, und das in dieser Zeit in der wir so aufeinander angewiesen sind. Bin ein echter Tor mich gestern so verhalten zu haben. Könnte mich selbst prügeln, wenn dies möglich wäre. Und hat sie wohl den Nagel mit den Worten auf den Kopf getroffen? Nehme meine Hände zu Hilfe um meinen Körper sorgfältig abzutasten. Wo nur sind meine Kiemen? Wo die glupschigen Augen? Schuppen? Flügel? Federn? Schnabel? Öffne meinen Mund und erschrecke ob den Tönen die daraus entschweben. Gezwitscher! Hässlich piepsend. Nein, nach Luft schnappend, als sei ich ein Fisch an Land.
Wasservogel? Kann doch wohl nicht sein. Immer dieses im Recht sein. Rechthabend. War es das was den Streit auslöste? Den abrupten Abgang. Weder Fisch noch Vogel. Also nicht einmal für ein Gericht verwendbar. Keine Köstlichkeit also. Was dann? Wenn weder das Eine noch das Andere? Zu nichts nutze. Ein Nichtsnutz erster Güte? Nach Duden also: ‚Tunichtgut, Faulenzer, Strolch, oder gar Haderlump, Früchtchen, Herumtreiber, Galgenvogel‘! Demnach liegt hier der Vogel begraben den ich sein soll, aber wo der Fisch? Der ist doch stumm. Kann nicht streiten. Ein fliegender Fisch? Der doch nicht fliegen kann. All die Vögel voller Neid betrachten muss, wenn er kurz nach einem gewagten Sprung durch die Luft segelt.
Da, ein Schlüssel quietscht sich durch das Schloss der zuvor zugeschmetterten Wohnungstüre. Doch alles gut? Sie erscheint über alle Backen strahlend, in der Linken ein kleines Aquarium haltend, in dem ein einsamer Goldfisch schwimmt, in der Rechten einen Vogelkäfig in dem der gelbe Kanarienvogel einsam ein Liedlein trällert. Und ich schliesse daraus, dass wir zweisam Zuchtversuche an die Hand nehmen werden um endlich das Sprichwort WEDER FISCH NOCH VOGEL zu entkräften ...






Geniessen Sie ersten aufblühenden Bäume, das Aufleben der Natur!
Herzlichst Ihr François Loeb

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