Günter Weschke

Am Wildbach im Tannbach Tal

Am Wildbach im Tannbach Tal.

Dort wo der Wildbach rauscht,
man gern der Amsel lauscht,
die dort im Hollerbusch, ihr Nest gebaut.

An einem frühen Sonntag Morgen, gehe ich auf dem schmalen Uferpfad,
entlang des Wildbachs, als ich aufgeregtes Vogelgezwitscher vernehme.
Vorsichtig gehe ich weiter und erblicke eine Amsel, welche versucht, einen jungen Fuchs, der sich ihrem Nest genähert hatte, von diesem fernzuhalten.
Der Fuchs ist noch etwas unerfahren und lässt sich tatsächlich vom aufgeregtem Vogel einschüchtern.
Er zieht sich zurück und verschwindet alsbald im dichtem Gras der Uferböschung.
Immer noch schimpft die Amsel, beruhigt sich dann, um nach ihren drei Jungen zu sehen, ja, sie sind noch alle vorhanden.
Nicht immer gehen solche Begegnungen glimpflich aus.

Im schönen Achenbacher Tal,
ein Weiher liegt im dichtem Forst,
hoch droben ist ein Adler Horst.

Es ist ein wunderschöner Frühlingstag, die Sonne scheint vom wolkenlosem Blau und erwärmt mit ihrem Glanz, die Natur.
Libellen tanzen ihren Reigen, Bienen und Hummeln Summen und Brummen um die Wette, unauffällige Frösche zeigen ihre Schwimmkünste.
In der Mitte des Weihers, hat sich ein Entenpaar, ein schwimmendes Nest gebaut, nein, hierher  kommt bestimmt kein Fuchs, um sich eine Ente zu holen.
Das Paar werkelt jeden Tag am Nest, hier muss etwas geflickt werden, dort fehlen noch ein paar Zweiglein, so haben sie immer wieder etwas zum Ausbessern. Das Nest ist schön geworden und die Entenmutter legt eines Tages drei Eier ins Nest.
Die Tage vergehen und eines Morgens sind drei Entenküken geschlüpft, die Freude war sicherlich groß und so machten sie gleich einen Ausflug, rein ins Wasser und losgepaddelt. Bis zu Ufer war es nicht weit, dort angekommen, machten sie sich gleich über die jungen, frischen Gräser her.
Aber auch ein Fuchs hatte sich zum Weiher aufgemacht, er schlabberte am Wasser, um sich danach ins Gras zu legen, immer die Ohren gespitzt, damit ihnen auch nicht das kleinste Geräusch entgeht.
Er blickt über den Weiher und plötzlich sieht er sie, drei junge Entlein mit ihren Eltern. Er duckt sich tief ins Gras, um dann plötzlich aufzuspringen und in langen Sätzen, den erschreckten Tieren nachzujagen. Schon nach wenigen Sprüngen hatte er die Küken erreicht, eines nach dem Anderen verschwand in seinem Maul, die Enteneltern schwammen bereits im Wasser, die konnte er nicht mehr erreichen.
Als sich ein dunkler Schatten auf ihn stürzte, verschwand die Sonne vor seinen Augen und eine große Kälte überkam ihn.
Mit seinen kräftigen Krallen, hatte der Adler den Fuchs gepackt und trug ihn zu seinem Nest, hier wartete bereits ein junger Adler auf seine Mahlzeit.

Leben und Sterben, das ist die Natur.







 

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