Dieter Hahn

Staatsformen in ihrer Entwicklung

Staatsformen in ihrer Entwicklung

 

Welche Staatsform ist am Besten geeignet, um ein gemeinschaftliches Miteinander zu leben?

Diese Frage stelle ich mir schon seit geraumer Zeit. Ein Ausblick auf die Geschichte hat hier sicherlich eine wesentliche Aufklärungsfunktion. In der frühen Menschheitsgeschichte war der Stammes- oder Sippenälteste der Führer einer Gruppe von Menschen. Mit der Besiedlungsverdichtung und der damit einhergehenden Vergrößerung der Ansiedlungen wuchs die Menge der Aufgaben und auch die Menge der Konflikte. Zu den alltäglichen Aufgaben, die Menschen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, eine sichere Unterkunft zu haben, die vor Wetter und wilden Tieren schützt. Dadurch, dass immer mehr Spezialisten, die ihr Handwerk gut verstanden, nicht nur für sich, sondern auch für andere tätig wurden, entwickelte sich die Tauschwirtschaft. Anfangs waren Kunstgegenstände die Tauschmittel. Jeder machte das, was er am besten konnte. Salz, als haltbares Nahrungsmittel, wurde dann auch als Zahlungsmittel verwendet. Schon sehr früh erkannten einige Händler, dass es leichter war, Gold und Silbermünzen als Gegenwert für Waren und Dienstleistungen zu verwenden. Die ersten Schatzkisten und gesicherten Schatullen wurden erfunden, gebaut und verwendet. 

Die beiden Seiten der Medaillien wurden zudem geprägt. Der Grund dafür war, dass auch schon damals beschissen wurde. Die Zusammensetzung der Münzen war unterschiedlich und es gab immer mehr unehrliche Bewohner, die ohne viel Arbeit zu Reichtum kommen wollten. 

Silberlinge waren das Hauptzahlungsmittel. Bestechungsgelder wurden auch schon vor über 2000 Jahren gezahlt. Die Ländereien, der Grund und Boden war damals noch frei. Mit der Erfingung der Grenzsteine änderte sich vieles. Es gab nun nicht mehr nur natürliche Begrenzungen, wie Flüsse und Berge. Der Limes war eine Hoheitsgrenze, er sollte das Staatsgebiet der Römer schützen. An diesen Grenzen kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen, die auch mit blutigen Kämpfen ausgetragen wurden. 

Die Regierungsform der Monarchie, gestützt auf den Adel und den Klerus, war im Mittelalter die vorherschende Form der Führung von Gesellschaften. Für die Nutzung des Bodens, der dem Adel genauso gehörte, wie auch das Jagdrecht, wurden Lehenabgaben genommen. Die heutige Pacht ist daraus entstanden. Die Ritter hatten den Auftrag ihre Bewohner vor kriegerischen Übergriffen zu schützen. Der Bau der Burgen und Schlösser fällt in diese Zeit. Für diese Aufgabe entrichteten die Bürger einen 10ten Teil ihres Geldes an den Ritter oder Lehnsherren. 

Einige Ritter, mit wenigen Bewohnern auf ihrem Grundbesitz wurden zu Raubrittern, die Geburtsstunde des Finanzamtes ist hier zu datieren. Sie nahmen den reichen Rittern ihr Geld ab und versorgten sich so. Die Piraten machten es genauso auf hoher See. Die Schmuggler, versuchten Abgaben zu umgehen und zu sparen. Im Grunde war es die Geburtstunde dessen, was wir heute täglich erleben.

Da einige Adelige ihre soziale Verpflichtung vergessen hatten und nur noch sich selbst sahen, hier ist insbesondere Ludwig der 14, der Sonnenkönig von Frankreich zu nennen, entwickelte sich im Volk eine Revolution. Diese führte letztendlich zum Sturz der Monarchie. Immer mehr Menschen waren auf der Erde, neue Maschinen und Techniken wurden entwickelt, Platz und Raum wurde enger und es wurde notwendig eine Staatsform zu finden, in der das Volk auch eine Stimme hatte. In Deutschland war das die Geburtsstunde der Weimarer Republik. Intelligente Menschen sollten mit ihrer Kompetenz und Fachkenntnis für eine gerechte Behandlung aller sorgen. Diese Menschen wurden Politiker genannt. Anfangs war das auch so, doch schnell stellten die Intelligenten fest, dass es auch gefährlich sein konnte, etwas durchzusetzen, was einige nicht wollten. Sie wurden gelyncht oder anders misshandelt. Da es sehr viele Gruppierungen gab, die unterschiedliche Ideale hatten, war eine Einheit schwierig und somit war keine klare Führung mehr bei der Entscheidung wichtiger Dinge vorhanden. In dieses Vakuum hinein konnte eine Diktatur entstehen, die dem Volk alles abnahm. Es kontrolliert, drangsaliert, schickaniert, Grundreche einschränkt und regelrecht auspresst.

Etwas ähnliches erleben wir gerade in unserer heutigen Zeit.

 

Welches war der Hauptfehler in der ganzen Entwicklung, hin zur Demokratie? 

 

Der Hauptfehler war, das die intelligenten Menschen nur schlecht bezahlt wurden. Die Wirtschaft bezahlte einfach mehr und dadurch war die Berufung zum Politiker unattraktiv. Die Stellen wurden besetzt von Menschen, die eine Fähigkeit hatten, sich selbst gut zu verkaufen. Fachwissen ist hier vergeblich zu finden.

Der Politiker heutiger Zeit wird über ein Parteiensystem in Positionen gebracht, wo er der Partei strategisch am Besten nutzen kann. Das Wohl des Volkes steht garnicht mehr im Fokus. Es steht eher das Parteiziel, der Machterhalt, auf der Agenda der Entscheider und auch der Lobbyisten. Somit ist der Politiker eher ein Abnicker geworden, der den Regierenden dazu verhilft, Machtinteressen durchzusetzen und zu erhalten.

Somit hat sich die Politik zu einem Geschäftsbetrieb entwickelt, der darauf abzielt, möglichst viel Steuern aus den Untertanen herauszupressen. Koste es, was es wolle. Als Belohnung gibt es Diäten und Bestechungsgelder, Aufsichtsratsposten und Darstellungstantiemen.
Diese Politkter haben alle einen Eid geschworen. Zum Wohle der Deutschen Volkes zu arbeiten. Dieses tun sie schon lange nicht mehr.

 

Hier muß sich mittelfristig etwas entscheidend ändern, sonst laufen wir stracks in die nächste Diktatur.


 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Dieter Hahn).
Der Beitrag wurde von Dieter Hahn auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.04.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

FANG oder STIRB (Catch or die) - Erzählungen von Jaromir Knorre



Der bekannte Autor zahlreicher eBooks über verschiedene Taktiken beim Fliegenfischen ist auch ein begabter Erzähler von Anekdoten rund ums Fliegenfischen. Eine kleine Sammlung lustiger, nachdenklicher und niedlicher Geschichtchen; so recht etwas für den Angler, der zu Hause im Sessel einmal seinem Hobby frönen will oder von den Mißerfolgen und Reinfällen Anderer lesen will. Eben'mit Salmonidenwasser geschrieben'.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Gedanken" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Dieter Hahn

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Ein Jahr Corona von Dieter Hahn (Corona / Coronavirus (SARS-CoV-2))
Alte bleiben länger jung von Norbert Wittke (Gedanken)
wie meine Frau an MICH; und zu Ihrem Führerschein kam ! von Egbert Schmitt (Satire)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen