Felicia Rüdig

Anni - oder was?

Der Annihilationismus ist eine von mehreren Ansichten über die Hölle innerhalb des Christentums. Er besagt, dass der endgültige Zustand der Gottlosen die vollständige Vernichtung (lat.: annihilatio) ist. Er verwirft die traditionelle Ansicht, dass die Hölle ein Ort der nie endenden Qual oder der ewigen Trennung von Gott ist.

Inwiefern und ob die Gottlosen vor ihrer Vernichtung ein gewisses Maß an Bestrafung, das ihren Sünden entspricht, erleben, ist umstritten. Nach dieser Ansicht erleben nur die Gerechten ein ewiges Leben in Unsterblichkeit.

Diese Ansicht ist oft, aber nicht immer, mit der Ansicht der „bedingten (konditionellen) Unsterblichkeit“ verbunden, der Ansicht, dass die Seele nicht aus sich selbst heraus unsterblich ist. Hierbei führt der Tod bei den Gerechten wie bei den Gottlosen in einen Zustand der Nichtexistenz (oder des Schlafs), aus dem sie zum Jüngsten Gericht auferweckt (oder neu erschaffen) werden. Gott, der allein unsterblich ist, verleiht den Gerechten dann nach dem Gericht die Unsterblichkeit zu einem ewigen Leben im Himmel oder auf einer paradiesischen Erde, während die Gottlosen einen zweiten Tod sterben, der ihre ewige Auslöschung bedeutet.

Zeitreisen sind nicht möglich. Zumindest jetut noch nicht. Und nicht in dieser unseren materialistischen Welt. Es ist auch noch niemand aus dem Reich der Toten, der Unterwelt, zurückgekehr und hat berichtet, wie es  dort ist. "Stimmt," betont Melchior Nepomuk, Pastor und Pfarrer der Kirche vom Jerusalemer Weg.

Seine theologischer Ansatz: "Selbst die anderen christlichen Kirchen sind viel zu materialistisch eingestellt, um eine Aussage über die Unsterblichkeit der menschlichen Seele machen zu können. Sie vernachlässigen, vergessen sogar oft die Ätherwelt." Die Ätherwelt? Melchior Habakuk erklärt sie so: "Die Ätherwelt ist ein Mittelding zwischen materieller Welt und leerer Welt ohne Materie, eine Art Fluidum, in dem Materie, Kraft, Energie, Gedanken und Emotionen immer wieder welchselnde Verbindungen miteinander eingehen können. Auch die Seele hat dort ihren Platz Sie kann so die Vorfahren `ihres´ Menschen, dem sie zugeordnet ist, kennenlernen, sehen, was mit ihr selbst zukünftig passiert, und die Zukunft der eigenen Familie kennenlernen."

Woher Melchior das weiß? Diese Frage sei wohl erlaubt. Seine Antwort ist einleuchtend: "Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich war nach einem Verkehrsunfall längere Zeit im Koma. Während mein Körper im Bett lag, ging meine Seele auf Wanderschaft. Sie hing im Fluidum fest. Gott konnte sich nicht entscheiden, ob er mich bei sich haben wollte oder nicht. Er erlaubte mir stattdessen Zeitreisen. Es ist schon eine interessante Erfahrung, seine eigene, lange verstorbene Sippschaft kennenzulernen...."

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