Günter Weschke

Frühling am Bach

Frühling am Bach


Nicht weit entfernt von meinem Garten, fließt ein Bach durchs Wiesental, leise murmelnd und mit kleinen, schwappenden Wellen, dümpelt er zum nahen Wald, um dort einen Weiher zu speisen. Ich sitze gern an seinem flachen Ufer, schaue den Wellen zu und bewundere die Flugkünste der Libellen, erfreue mich am Froschkonzert und erblicke manchmal auch ein oder gar zwei flinke Bachforellen. Ja, hier ist die Natur noch in Ordnung. Die leichte Uferböschung ist voller Wildwuchs, der die Bienen anlockt, ihr Gesumme und Gebrumm erfüllt die Luft.

Es ist ein wunderschöner Maientag, die Sonne lacht vom wolkenlosem Himmel und im nahen Wald, hämmert ein Specht voller Kraft an einen alten Baum. Ein, in der Nähe nistender Waldkauz, schaut scheinbar interessiert zu. Das ruhelose Volk der Ameisen schwärmt auf eigenen Straßen aus und Rückkehrer schleppen irgendwelche Köstlichkeiten, um damit in ihren Bau zu verschwinden. Die champagnerartige Maienluft versetzt mich in eine übermütige Stimmung, ich gehe zurück ins Haus, öffne eine Flasche Wein, nehme ein Glas mit und begebe mich wieder zum Bach. Hier lege ich mich auf die Wiese, ich genieße den wunderschönen Blick in die Natur, nippe vom Wein und sehe in den blauen Himmel, dabei entdecke ich tatsächlich ein paar Schwalben, die mithilfe ihrer Flugkünste, Insekten jagen. Ich liebe diese Jäger der Lüfte, ihre Schreie begleiten uns bis weit in den Sommer hinein. Ich bin eingeschlafen und erwache, als sich ein kleiner, vorwitziger Käfer daran macht, über mein Gesicht zu krabbeln. Na ja, so ist eben die Natur, unbekümmert und manchmal auch überraschend, zieht sie um die Erde.

Wenn man sich einmal die Zeit nimmt, sie zu beobachten, erkennt man vielleicht die Komplexität dieser gewaltigen Macht, Natur!

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