Claus Reessing

VERDECKTE GESCHÄFTE IM DUNKELN

Ich dachte es wäre getan, doch der Plan vom Darm scheint ein anderer zu sein, also spontan umgedreht und wieder rein, zum Schein der Leuchte die gleich links auf dem Dings steht, wo sich der Knopf der Druckvorrichtung noch nach unten bewegt, weil viel Feuchtigkeit den Topf durch fegt, jeden Widerstand niederschlägt, und auch am Rand eine Wasserwand durch ihre Verdichtung die Reste der letzten Verrichtung zerlegt. Das nasse Gemisch verdreht sich dann mit einem Tisch, wie von Zauberhand, ohne Zwang entlang der Strecke, die der Strudel gerne hätte, damit diese Stätte wieder sauber und korrekt da steht. Daher geht jetzt auch alles ganz schnell, und dreht sich mit viel Dynamik in der Keramik nach unten, ....und schon ist alles verschwunden. Damit verbunden, hat der Drücker währenddessen einen Weg gefunden, um sich wieder zurück in seine alte Position zu bewegen. Doch beim Heben hat sich ein Gewicht am Licht, was die Balance hält, nach oben verschoben, und so fällt die Lampe, die ich benannte, ohne Chance, dass sie sich noch mal gerade stellt, nach kurzem drücken von unten auf den Rücken, worauf die Birne die sonst glüht, sich nicht fair verhellt, abwärts fällt, und nach kurzem schwenken in der Senke vor dem Klo zerschellt. Während die Fassung schnell bemüht ist halt zu finden, schwinden im Dunkeln die Konturen, nur zahllose Splitter funkeln noch wie kleine Skulpturen in der Ferne. Wie gerne würde ich jetzt auf das Hindernis mit der Finsternis verzichten, schon weil sich in manchen Bereichen deutliche Anzeichen von Tücken beim Bücken in der Hüfte verdichten, aber viel schlimmer ist, dass ich jetzt ganz dringend mal müsste, ....also ...mein Bedürfnis verrichten. Um den Raum neu zu belichten, und den Schaden zu sichten, werde ich probieren eine Kerze zu besorgen, um alles andere kümmere ich mich ....morgen.
Aber der Druck ist stärker geworden und lässt mich nicht ruhn, was soll ich tun? Vielleicht in den Garten von Nachbar Torben, da bleibt mein Bedürfnis bestimmt machbar verborgen, doch ein klein wenig mache ich mir schon Sorgen hinterm Busch, denn ich muss erst noch ein Loch ausgraben, um das was stinkt zu verwahren, sofern es denn gelingt, dies mit Anstand zu beenden, und so treibe ich voran, so doll ich kann, trotz Schmerzen in den Lenden, mit beiden Händen, die Schaufel ins Grüne, welche ohne Zeit zu verschwenden wie ein Hüne in einer Wurzel stecken bleibt. Nicht bereit dass man mich bei dieser Peinlichkeit entdeckt, verschwinde ich perfekt verdeckt hinter der Hecke, renne um die Ecke wieder nach Hause, wo mein Abort vor Ort zwar immer noch voller scharfer Furunkel im Dunkeln liegt, doch siegt was überwiegt und begibt sich ins Freie, wozu ich, nach einem Tritt auf eine Scherbe, inbrünstig stöhne und schreie, infolgedessen der Stille im WC damit eine herbe, aber wunderschöne Akustik verleihe. Wenn ich drauf steh', tut das Ding am Zeh ganz schön weh. Leise Fleh ich vor mich hin, denn auf eine üble Weise, steckt das Miststück tief drin. Ist durch die hohle Sohle bis in den Fußraum eingedrungen, und hat mich so gezwungen meine Sitzung zu beenden. Mit den Händen an den Wänden versuche ich mich nun aus dem Raum zu bewegen, dabei ein besonderes Augenmerk auf die Schrägen zu legen, um nicht zu guter Letzt gegen eben diese zu laufen, und mir so den Kopf zusätzlicher Weise auch noch zu verstauchen. Das stille Örtchen ist in diesem Zustand nicht mehr zu gebrauchen, doch die Beleuchtung austauschen ist erstmal nicht relevant, denn ich habe durch diese Vorfälle erkannt, die Möglichkeit mich an dieser Stelle beim Gang zum Stuhl eines Tages gefährlich zu verletzen, ist gegeben, und genau deswegen werde ich mir per Versand gleich morgen, zur Sicherheit ein aufblasbares Dixi Klo besorgen. Natürlich neu. Toi toi toi, dass ich irgendwo eines finde, sonst muss ich mein havariertes weiter benutzen, aber dazu müsste ich es erstmal mit ordentlich putzen und polieren probieren, das müsste funktionieren und zu schaffen sein, und zur Überbrückung, binde ich an irgendein Gewinde einen Glühlampenhalter ohne Schalter, oder stelle alternativ meine alte Stehlampe rein. Was ich aber wirklich dringend bräuchte, wäre eine neue Leuchte, mit ordentlichem Schein von der Decke, zum Zwecke der gesamt Bestrahlung, denn nur so sehe ich mit Stolz wieder auf meine tolle Wandbemalung, die ich, gleich neben der Verschalung aus Holz, selbst angebracht. Deswegen habe ich auch, kein Witz, auf dem Sitz vor dem Spülkasten, mit der Drucktaste schon immer viel Zeit verbracht, und dabei unter Betrachtung meiner Malerei, gerne das ein oder andere Geschäft gemacht. Für den Traum vom Raum der Abhilfe schafft, werde ich mir mit Bedacht nun etwas Exklusives überlegen, auch wenn ich finde, eine Renovierung wäre im Grunde noch nicht nötig gewesen. Jetzt hole ich aber erstmal den Besen aus der Kammer, um damit ohne Jammer in Ruhe den ganzen Müll zusammen zu fegen, dann auf den richtigen Stapel legen, bereit zum Entsorgen, .....und um alles andere, kümmere ich mich, wie schon erwähnt, in aller Gelassenheit ....morgen.

Ach ja, nicht vergessen, unbedingt neues Klopapier besorgen !!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.05.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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