Bernd Tunn

Der alte Mann!

Der alte Mann!

Er sah sich um. Das war also sein neues Zuhause. Einige der Möbel waren ihm vertraut. Sie stammten aus der Wohnung in die er vorher lange gelebt hatte.
Seine Frau war schon einige Jahre tot. Ein Krebsleiden hatte sie dahin gerafft, So formulierte er es wenn er danach gefragt wurde.
Ein Bild auf der Kommode erinnerte an sie.
In dem Altenheim war er fast ein Neuzugang. Er fühlte sich nicht wohl. Es war alles so anders.
Nun lenken Andere seine Geschicke. Irgendwie war er nicht mehr frei.
Von den Mitbewohner hielt er sich fern. Obwohl einige alte Damen schon ein Interesse an ihm bekundeten. Denn trotz seines hohen Alters wirkte er noch stattlich.
Das Pflegepersonal war freundlich zu ihm. Sie merkten das er nicht glücklich war. Manches nette Wort galt ihm persönlich. Dafür war er dankbar. 
Trotz der schönen Lage seines Zimmers baute er ab.
Er vermisste seine Kinder obwohl sie ihn regelmäßig besuchten.
Das Pflegepersonal klopfte wie immer Morgens bei den alten Mann. Es blieb still. 
Sie öffneten die Tür und sahen ihn im Bett liegen. 
Während er schlief, hatte er sich aus dem Leben verabschiedet. 
Sanft erhellten die morgentlichen Sonnenstrahlen das Zimmer. Wie ein letzter Gruß.

Bernd Tunn - Tetje 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.05.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Erlebte Kuriositäten sind häufig reparierbare Missgeschicke und wir können darüber schmunzeln. Wir sollten deshalb diese Geschichten nicht für uns behalten. Die Tiere unsere Mitgeschöpfe können uns in diesem Zusammenhang viel Freude bereiten und viele Erlebnisse mit ihnen bereichern unser Leben. In Gedichten und Kurzgeschichten wird darüber erzählt, wie wir außergewöhnliche Situationen mit Schmunzeln meistern können und ernsthaft über vieles nachdenken sollten. Wenn z. B. unser Hund eine Zahnprothese verschlingt und wir sie wieder finden, dann darf sie durchaus wieder an die richtige Stelle.

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