Volker Walter Robert Buchloh

Christkind sucht Vater

Christkind sucht Vater von Volker Buchloh Weihnachten 2005 Die alte Frau stand an einem mit Holz zu beheizenden Ofen. Ihre Handgriffe waren zielsicher und verrieten, dass sie diese Arbeiten schon des Öfteren getan hatte: Ein Blick in die Feuerstelle, ein Griff in den Vorratsbehälter, das Nachlegen eines Holzscheites. Schnell klappte sie die Türe des Backofens herunter. Ein kurzer Blick verriet ihr, dass das Gebäck noch nicht fertig war. Die Ofenklappe durfte nur kurz geöffnet werden, um die Hitze im Backraum nicht zu stark absinken zu lassen. Aber dieser kurze Moment genügte, um den Duft des Gebäcks in den Raum treten zu lassen. Der Duft war für Sie. Er gehörte Ihrer Meinung nach zu dem, was sie Weihnachten nannte. Die Plätzchen waren für Pfarrer Grüther. Er hatte, wie in jedem Jahr, nach dem Gebäck gefragt, weil er, wie jedes Jahr, seinen Messdienern einen Weihnachtsgruß zukommen lassen wollte. Die Frau am Herd wusste aber, dass der Herr Pfarrer auch in diesem Jahr einen Teil der Plätzchen für sich abzweigen würde. Aber das war ihr egal, erfüllte diese große Nachfrage nach ihrem Gebäck sie doch mit einem Gefühl der Anerkennung und so lie? sie sich auch nicht lange bitten. Sie wendete sich zu dem Küchenschrank, um den Schokostreusel zu holen, den sie auf die noch heißen Plätzchen streuen wollte. Täuschte sie sich oder hatte sie an der Fensterscheibe ein Gesicht gesehen? Als sie auf die Scheibe schaute, war aber nichts ausfindig zu machen. Ein Gefühl der Unsicherheit machte sich bei ihr breit. Sie wohnte ziemlich außerhalb des Orts Heinhausen und war es gewöhnt, alleine zu wohnen. Aber ein Mensch, der sich versteckte, hatte bestimmt etwas Verbotenes in Sinn. Aber sicher war sie sich nicht. Ob sie sich täuschte. Sie schüttelte unwillig den Kopf. Das Gebäck im Ofen ließ keine Unaufmerksamkeit zu. Sie öffnete der Backherd und stellte das ! Blech au f den heißen Herd. Beim Hantieren mit dem Schokostreusel glaubte sie wiederum eine Bewegung am gleichen Fenster wahrgenommen zu haben, diesmal aber eine viel schnellere. Sie musste es herausfinden. Sie ergriff eine Schale, füllte etwas Milch hinein. Bein Zugeben von etwas Wasser in die Schale, bemerkte sie wieder eine Bewegung am Fenster. Nun war sie sich sicher. Sie ergriff die Schale und trat durch die beiden Türen des Windfangs nach draußen. Es nieselte leicht und die Kälte kroch in ihr erwärmtes Kleid. Schnellstens wollte sie wieder in ihre warme Stube. Mit der linken Hand raffte sie den Halsteil ihres Kleides zusammen. Die andere streckte die Schale nach vorne, um sie auf de Fensterbank zu legen. Ihre gebückte Haltung war gespielt. Mit sanfte Stimme imitierte sie Geräusche, um eine Katze anzulocken. Nichts geschah. Eine Katze würde bei diesem Wetter bestimmt heranzulocken sein. Wer aber war es dann? Ihre Aufmerksamkeit galt nun einzig und allein dem Boden unter ihrem Küchenfenster. Und tatsächlich. In den weichen Boden hatten sich menschliche Fußabdrücke eingegraben. Ihr Herz stockte. Der Grad ihrer Erregung lie? aber nach, als erkennbar war, es handelte sich um die Fußabdrücke eines Kindes. Herumtreibende Kinder war nicht das, was sie im Augenblick gebrauchen konnte. Hatten Kinder aus Heinhausen Langeweile oder Dummheiten im Kopf? Kinder, die man nicht beaufsichtigte, machten Schabernack. Sie beschloss, die Sache auf den Grund zu gehen. Die Plätzchen wurden im letzten Moment vom Herd gehoben, das heiße Blech nach draußen auf die Sitzbank gestellt. Es galt, den Feind von hinten zu attackieren. Sie verließ ihr Haus über den Kellereingang. Sie benutzte den Rasen, denn die Kieselsteine des Gartenwegs hätten ihr Kommen schnell verraten. Vor der Gartenbank, über das Backwerk gebückt, stand ein Kind, das die Frau nicht kannte. Während die eine Hand Gebäck in den Mund stopfte,! fü llte die andere Hand die Taschen. „Willst du nicht hereinkommen und drinnen essen? Es ist dort viel gemütlicher.“ Das Kind schnellte in ihre Richtung herum. In seinen Augen spiegelte sich die Panik eines Tieres, das in die Falle gegangen war. Es war ein Junge, der bestimmt jünger als zehn Jahre alt war. Langsam bewegte er sich rückwärts. Mit einem Blick nach hinten versicherte er sich, ob der Fluchtweg dort frei war. Gerade, als er sich abwenden wollte, ertönte wieder die freundliche Stimme der alten Frau: „Du kannst dort so viel essen, wie du willst? Soll ich dir –„Sie zögerte. „– einen Kakao kochen?“Sie machte keinerlei Anstalten, dem Jungen zu folgen. Sie ging auf die Türe des Windfangs zu, trat ein und hielt sie dem Jungen einladend offen. Er zögerte und war sichtlich unschlüssig, ob er dieser Einladung folgen sollte. Vielleicht war es eine Falle? Die Alte würde ihm bestimmt nichts tun, und wenn, er war schon mit jüngeren Erwachsenen fertig geworden, die ihm zu nahe gekommen waren. Außerdem fühlte er sich noch nicht gesättigt und er war sich nicht sicher, ob er so bald bei solchem Wetter was Essbares finden würde. Zögernd ging er auf die offene Türe zu und folgte der Alten ins Innere. Ohne den Jungen zu beachten, stellte die Frau eine Scheppe auf den Küchentisch und füllte sie mit Milch. Während sie diese auf den Herd stellte, fragte sie: „Na! Wie heißt du denn?“ Eine Antwort bekam sie nicht. Auch nicht als sie fragte, wie gesüßt er den Kakao liebe, bekam sie keine Auskunft. „Man nennt mich Magdalena, aber du darfst mich ruhig Magda nennen. Alle tun dies hier nämlich.“ Eine Zeitlang war die Kommunikation einseitig. Die Frau redete, der Knabe schwieg, kaute aber auf beiden Backen. Magda glaubte schon, es könne sich um ein Ausländerkind handeln, weil er nicht sprach. In den Zeitungen las man gelegentl! ich, das Schleuserbanden ihre Opfer irgendwo absetzten, wenn sie am Ziel waren oder es zu brenzlig wurde. Aber das war bislang weiter weg geschehen. Sie beschloss, dies über eine Fangfrage herauszufinden. „Ich habe von heute Mittag noch ein Stück Braten. Willst du das warm oder kalt essen?“ „Kalt“, war die knappe Antwort. Wenn er satt war, dann wollte er sowieso weiter. Er hatte keine Zeit, auf das Erwärmen einer Mahlzeit zu warten. Der Junge biss sich merklich auf seine Lippen. Da hatte ihn die Alte reingelegt. Darauf durfte er kein weiteres Mal drauf hereinfallen. Wenn er satt war, dann musste er sowieso weiter. Eigentlich hatte er überhaupt keine Zeit, auf das Erwärmen einer Mahlzeit zu warten, aber das Knurren seines Magens lies ihn schwach werden. Wenn er schon einmal hier war, dann galt es seine Vorteile zu nutzen. Wer wusste schon, wann er wieder etwas zu essen oder zu trinken bekam. Den Kakao, denhen dazu gelegtnden in der Nähe des Ofens gab es einige Regale, die mit Küchenutensilien bestückt waren. Auf der anderen Seite stand ein Küchenschrank, der wohl Töpfe und Geschirr enthielt. Er hatte jedenfalls einige davon gesehen, als die Alte einen Topf der einen Stil wie eine Bratpfanne dort herausgenommen hatte, um die Milch zu erwärmen. Bis auf einen kleinen Rest waren der Kakao und die Teigwaren schon verzehrt. Der Magen war angenehm gefüllt, die Kälte aus den Knochen vertrieben. Nun musste er wieder an seine Situation denken. Bedächtig schaute sich das Kind um, wie es am Besten die Flucht ergreifen könnte. Am vielversprechendsten war es wohl, wenn die Alte in der Nähe des Küchenschrankes stand, dann war ihr Weg zur Türe am weitesten. Es galt also zu warten. Er glaubte schon, die Situation gestaltete sich für ihn günstig, als sich die Frau abrupt auf einmal dem Fenster zuwendete. Während sie auf des Fenster zuging, trocknete sie sich ihre Hände an der Schürze ab. &bdquo! ;Was wil l die Polizei den hier?“ Polizei! Der Junge erbleichte. Jetzt schon? Das konnte doch nicht möglich sein. Die Sprache der Frau riss ihn aus seiner Starre. „Kommen die deinetwegen?“ Das bleiche Gesicht des Kleinen verriet eigentlich genug. „Bitte, bitte verraten Sie mich nicht.“ Die Augen, die sie anblickten, waren die eines waidwunden Tieres. Das waren keine Blicke eines Übeltäters. Und was konnte so ein Knirps überhaupt anrichten? Äpfel stehlen oder ein paar Eier? Sie wollte aber die Situation für sich ausnutzen. Wer wusste, ob der Kleine nicht wieder in seine Schweigstarre zurück fiel, wenn die Polizei wieder weg war. „Dann muss ich deinen Namen wissen.“ „Basti“, kam es zögerlich von seinen Lippen. „Bastian, aber meine Freunde nennen mich Basti.“ „Basti, hast du was angestellt? “„Nichts!“ antwortete dieser leise. „Na, dann werden wir uns mal die Seite der Polizei anhören.“ Sie band ihre Schürze los, hängte sie über eine Stuhllehne und verschwand durch die Türe. Der Polizeibeamte hatte gerade etwas in sein Funkmikrofon gesprochen und öffnete die Wagentüre. Mit ihm entwich ein Teil der Wärme aus dem Wageninneren. Leise fluchte er. Das würde wieder eine Zeitlang dauern, bis er es wieder einigermaßen warm hatte. „Herr Wachmeister, ist etwas passiert? Sie gab ihrer Stimme einen neugierigen Klang, ganz so, wie sie glaubte, eine unbefangene Frau fragen würde. „Guten Abend. Ich bin Polizeimeister Dierksmüller“, stellte er sich vor. „Wir sind auf der Suche nach einem kleinen Knaben. Bastian Landske ist sein Name.“ Seine Hand zeigte die Höhe von Basti an seinem Becken an. „Er ist elf Jahre alt und ist heute aus dem Waisenhaus in Haderswerder ausgebüxt. Sie kannte das Heim. Harderswerder lag etwa zwölf Kilometer im Süden von hier. Mensch, dachte sie, da hat der! kleine Kerl aber eine gewaltige Strecke zurückgelegt. „Und dann suchen Sie ihn hier?“ Zweifel schaffen ist die beste Art der Verteidigung, dachte sie. „Wir wissen nicht, wohin der Bengel entwischt ist, und wegen der Kälte ziehen wir den Kreis etwas weiter.“ Die Stimme von Dierksmüller klang gehetzt. Er würde wegen der Rotznase eine ungemütliche Nachtschicht haben. „Ich habe nichts bemerkt.“ Ihre Stimme klang unschuldig. „Der arme Kerl.“ „Von wegen der arme Kerl. Das ist schon das dritte Mal in dieser Woche , dass der Lausejunge auszureißen versucht. Man sollte ihn mal richtig übers Knie legen.“ Dabei unterstrichen seine Hände das Gesagte. „Nein“, unterbrach die Frau den Beamten, bevor dieser sich noch tiefer in seine Erziehungspädagogik hineinsteigerte, „… ich habe nichts gesehen. Ich bin vorhin noch bei den Hühnern gewesen“, log sie. „ Er wäre mir aufgefallen. Wenn der kleine Racker mir über den Weg läuft, dann werde ich Sie unterrichten.“ Die alte Frau fühlte sich durchfroren und zitterte merklich. Sie schloß mit ihren Händen das Kleid über ihrem Halse. „Gehen Sie mal wieder ins Haus“, kommandierte der Polizist. „Ich werde noch einmal um das Haus gehen und in den Stall leuchten, bevor ich weiter fahre.“ Er griff nach seiner Taschenlampe und schaltete sie an. Die Frau nickte und war froh. Da wo der Polizist suchen wollte, da fand er sicherlich keinen Basti. Sie trat an ihr erleuchtetes Fenster und wischte über die Scheiben. Dabei trat sie in die Spuren in dem weichen Boden. Wohlige Wärme umfing sie, als sie ihre Küche betrat. „Bleibe noch im Schafzimmer, die Polizei kann noch hereinkommen. Aber sei beruhigt, er hat keinen Verdacht geschöpft.“ Schnurstracks ging sie zum Ofen, um nach dem Feuer zu schauen. Sie nahm alle Tätigkeiten wieder auf, um ein neues Backblech! zu f&uu ml;llen. Nach einiger Zeit klopfte es am Fenster. Dierksmüller fuchtelte mit seiner Stablampe herum. „Alles in Ordnung!“, schrie er so laut, dass man das im Innern hören konnte. „Hier ist keiner. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.“ Er grüßte mit seiner rechten Hand und dann verschwand er in der Dunkelheit. Die Innenbeleuchtung des Wagens ging an, die Fahrtlichter wurden eingeschaltet und beleuchteten das Gartentor. Langsam verschwand der Wagen in der Dunkelheit. Magda füllte die abgekühlten, fertigen Plätzchen in eine bereitstehende Dose und verschloss diese. „So, nun kannst du aber herauskommen.“ Ihr Stimme klang etwas schärfer als vorhin. Sie wollte endlich Bescheid wissen, was hier ablief. Sie zog einen Stuhl vom Tisch, wartet, bis der Knabe sich gesetzt hatte und nahm ihm gegenüber Platz. „So, so! Bastian heißt du, Bastian Landske. Und dreimal bist du schon ausgerissen!“Die Alte wusste es also. Aber die Polizei war weg und er hatte noch einen weiten Weg vor sich. Er beschloss die Sache hier zu beenden. Die Frau bemerkte die Unruhe in dem kleinen Kerl. Es galt, die Situation anders aufzurollen. Es galt, an das Selbstbewusstsein eines Heranwachsenden zu appellieren. „Wer dreimal abhaut, der hat etwas auf dem Herzen. Kann ich dir helfen?“ „Niemand kann mir helfen“, kam es trotzig über seine Lippen. „Ich muss das alleine machen.“ „Dass glaube ich dir gern, aber etwas Hilfe ist doch manchmal ganz angenehm.“ Der Junge zog eine Schnute und man sah ihm an, dass er überlegte. Aber so ganz traute er der Frau nicht. „Es wird schon irgendwie gehen“, murmelte er leise. Die Frau richtete sich auf. „Du bist doch schon groß. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten dich zu entscheiden. Entweder, du lässt dich von mir helfen und dann erzählst du mir alles, was dich bedrückt, oder ich rufe die Polizei an. Dann ist dein d! ritter V ersuch hier gescheitert oder wenn du wegläuft, dann bestimmt hier in der Nähe. Mit einem Aufgebot finden die dich schnell. Du kannst wählen. In die Augen des Kindes machte sich Verzweiflung breit. Wenn er jetzt erneut scheiterte, dann war alles umsonst gewesen. Alles, was er bislang unternommen hatte, war dann hinfällig. Er begab sich in das Unvermeidliche. Stockend begann er zu erzählen. Wie er seine Akte im Büro des Waisenhauses gestohlen hatte; wie er dort lesen konnte, dass seine Mutter verstorben war; er wahrscheinlich einen unehelichen Vater hatte; wie seine Mutter jegliche Beweise seiner Vaterschaft verhindert hatte; sein Vater wohl nichts von ihm wusste. Aber der tollste Erfolg seiner Ermittlungen war, er hatte einen Namen und eine Adresse. Den brauchte er nur aufzusuchen und dann würde er bei seinem Vater leben können und nicht mehr in dem scheußlichen Waisenhaus. Magda hatte mit zunehmender Ergriffenheit dem Jungen gelauscht. Als dieser seine Zukunftsabsichten geäußert hatte, herrschte eine Weile Schweigsamkeit im Raume. Nur das Knacken des brennenden Holzes im Ofen, das sich dem Angriff der Flammen widersetzte, störte diese Stille. „Und wie lautet diese Adresse?“ Der Knabe griff an seine Brusttasche, die über seinem Herzen lag. Um nichts auf der Welt wollte er diesen Zettel jemanden geben. Das war sein größter Besitz. Er war größer als seine Murmel oder der silberne Knopf, den er dem Anstaltsleiter heimlich abgedreht und entwendet hatte. Mehr noch als die Zwille, mit der man auf die Katzen schießen konnte, um zuzusehen, wie diese aufschrien und dann die Flucht ergriffen. Die Hände der Frau machten eine gebende Bewegung. Jetzt hatte er schon so viel von seinen Geheimnissen verraten, dann kam es darauf auch nicht mehr an. Basti seufzte und griff in die Tasche seines Hemdes. Langsam zog er seinen Zettel hervor. Als die Frau danach greifen wollte, zog er seine Hand blitzschnell zurü! ck. Es w ar ihm nicht geheuer, ob er ihn auch wieder bekommen würde. Wenn die Erwachsenen etwas in Besitz nahmen, dann rückten sie es nicht mehr heraus. „Wachtendonker Allee 52“, las er schnell vor. „Und in welcher Stadt?“ Die Stimme der Frau klang trotz seines widerborstigen Verhaltens keinesfalls verärgert. Es schien, als ob sie seinen Anspruch auf seinen Zettel akzeptierte. Beruhigt las Basti den Namen der Stadt vor. Schnell verschwand der Zettel wieder an seiner ursprünglichen Stelle. „Hamburg? Sagtest du Hamburg? Wie wolltest du denn dahin kommen?“ Der Zweifel, der bei jeder Frage mitschwang nahm nun auch von Basti Besitz. Zögerlich antwortete er: „Zu – zu Fuß.“ „Zu Fuß“, wiederholte Magda. „Dann wirst du mindestens zwei Monate unterwegs sein.“ „Zwei Monate?“ Die Enttäuschung, die sich im Gesicht des Kindes breit machte, war unverkennbar. „Ja dann ...“, schluchzte er. Die Tränen liefen über seine Wangen und seine Stimme versagte. Magda durchströmte ein Gefühl der Trauer, gefolgt von einem Empfinden für eine spontane Hilfsbereitschaft.„Wer wird den da gleich weinen? Es bedeutet doch nur, dass du zu Fuß so lange brauchst. Es gibt doch andere Möglichkeiten.“ In die Augen des Jungen kehrte etwas Hoffnung zurück. Er verschmierte mit seinem Handrücken seine Tränen über die schmutzigen Backen. Dadurch sah er aus, wie ein geschminkter Waldgeist. „Wirklich?“, brach es aus seiner Brust heraus. „Mit einem Auto ist man viel schneller da.“ Und als sich im Gesicht des Kleinen erneut Hoffnungslosigkeit breit machte, weil er darin keine Lösung für sich sah, beeilte sich die Frau nachzusetzen: „Ich habe da einen Wagen. Der ist nicht mehr ganz neu, aber bis Hamburg wird er es schon schaffen.“ „Wirklich?“ Zweifel und Hoffnung leuchteten zugleich aus den Kinderau! gen. Ber uhigend strichen die Hände der Alten über das Haar des Jungen: Wenn ich Plätzchen backen kann, dann kriege ich so was auch gebacken. Und die haben doch geschmeckt. Oder?“ „Toll, wuchte“, sprudelte es aus ihm heraus: „und wann fahren wir? Jetzt gleich?“ „Gemach, gemach“, besänftigte Magda den immer aktiver werdenden Buben. „Für eine solche Reise müssen eine Reihe von Vorkehrungen getroffen werden.“ Magda griff zu einem Blatt Papier, kramte in einer Schublade herum, bis sie einen Kugelschreiber fand und begann, ihre Gedanken niederzuschreiben. Der vorhandene Teig musste noch verbacken werden. Sie musste noch ein paar Sachen für die Reise zusammenpacken. Die fertigen Plätzchen mussten zu Pfarrer Grüther gebracht werden. Der könnte sich ja in der Zwischenzeit um die Hühner kümmern. Sie würde ihm sagen, dass sie zu ihrer Schwester nach Barnebüttel fahren müsste. Das war keine Lüge, denn das lag ja auf Ihrem Weg nach Hamburg. Und dann, sie stockte, was war mit der Polizei. Man konnte die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Wenn man den Jungen nicht bald fand, dann würde eine riesige Suchaktion die Folge sein. Das müsste man unbedingt vermeiden – für den Jungen und die Suchkräfte. Alle Suchkräfte des Umkreises würden mobilisiert werden. Das wollte sie nicht. Aber was sollte sie tun? Sie dachte angestrengt nach. Auf einmal erschien ein Lächeln auf ihre Lippen. Das war eine Idee und gar nicht mal eine schlechte. Zögerlich hielt Basti den Hörer des Telefons in der Hand. Was man da von ihm verlangte, dass passte ihm nicht. „Nun mach schon, ermunterte ihn Magda. „Wenn du nicht die Polizei besänftigt, dann kann mit der Fahrt nach Hamburg nichts werden. Willst du das?“ Sebastian schüttelte den Kopf. Er atmete tief durch und hielt den Hörer an sein Ohr. Deutlich vernahm er die Stimme am anderen Ende der ! Leitung. „Polizeistation Harderswerder, Polizeimeister Dieksmüller!“ „Hier spricht Bastian Landske. Ich möchte nur ...“ „Wo bist du“, wurde er rüde unterbrochen. Bastian fasste sich ein Herz: „Das sage ich nicht!“ „Was?“ Sogar Magda konnte die erregte Stimme aus dem Hörer vernehmen. „Wenn du nicht sofort sagst, wo du bist, dann setzt es was.“ Basti begann, den Mut zu verlieren. Erwartungsvoll sah er Magda an. Diese aber machte mit ihren Händen und Kopf aufmunternde Bewegungen. Mit bestimmter Stimme sagte er trotzig in das Mikrofon: „Sag ich nicht. Es geht mir gut. Ich will nur nicht, dass sie vergeblich nach mir suchen. Ich habe eine Einladung zu Weihnachten und das ist mir wichtig. Nach den Feiertagen melde ich mich wieder im Waisenhaus.“ „Kind“, klang es verzweifelt aus der Leitung, „das kannst du doch nicht machen? Sei vernünftig!“ Du kannst doch ...“Diesmal war es Basti, der den Redefluss des anderen unterbrach. „In zwei Tagen melde ich mich, versprochen.“ Und nach einer kleinen Pause rief er laut in den Hörer: „Frohe Weihnachten!“ Dann legte er auf. Triumphierend schaute er die Frau an. „Fabelhaft“ war der einzige Kommentar, den er zu hören bekam. Der Motor des Wagens lief mit gleichmäßigen Touren. Die Geschwindigkeit war nicht sehr hoch, aber Magda hatte ausgerechnet, dass man am frühen Nachmittag des 24. Dezembers in Hamburg sein werde. Die Scheinwerfer fraßen sich kontinuierlich durch die Dunkelheit und beleuchteten einen Teil der Fahrbahn. Dem Jungen war ein Stein vom Herzen gefallen, als die Reise los ging. Zuerst hatte er nicht so recht geglaubt, dass dieses Abenteuer doch noch starten würde. Zu Vieles musste vorbereitet und getan werden. Der restliche Teig wurde verbacken. Der Junge hatte nicht geglaubt, wie lange es dauerte, bis so ein paar lausiger Plätzchen hergestellt waren. Vie! l schnel ler, als man sie im Magen verschwinden ließ. Er musst sich derweil waschen. Die Frau hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass er hier zu gehorchen hatte. Die im Waisenhaus hatten auch kommandiert, aber wenn man die Erledigung in die Länge zog, oder sich begriffsstutzig stellte, dann kam man häufig um die Durchführung herum. Als er glaubte, mit ein paar Tropfen Wasser sein Waschen erfüllen zu haben, da hatte die Alte doch selbst zum Waschlappen gegriffen und angedroht, es selbst machen zu wollen. Eine Frau und ihn waschen? Welch ein grausiger Gedanke? Er war doch kein kleines Kind mehr. Da hatte er dann doch selbst die Seife in den Waschlappen geschäumt, die Augen zugekniffen und sein Gesicht eingerieben. Er hatte gehofft, dass sie die Ohren übersehen würde, aber auch da hatte er sich getäuscht. Seine Kleidung musste auch daran glauben. Magda rieb und bürstete. Dabei murmelte sie Unverständliches, ein Zeichen dass sie mit dem Ergebnis ihrer Arbeit nicht zufrieden war. Die Plätzchen wurden verpackt. Er musste eine Scheibe Brot, die dick mit Wurst belegt war, essen. Ein Genuss, wenn er an sein Abendessen im Waisenhaus dachte. Die Frau hatte eine Tasche zusammengepackt und den Wagen aus dem Schuppen geholt. Er wurde beladen, der Ofen wurde gelöscht, wie auch alle Lichter. Zuerst führte die Fahrt zur Kirche im Ort. Basti hatte sich unter einer Decke auf der Rückbank zu verstecken. Das war aufregend, denn keiner sollte ihn ja sehen. Es dauerte doch lange, bis die Frau vom Pastor zurückkehrte. „Bleib noch liegen“, schalt sie ihn. „Na, ja, der Herr Pfarrer wird nach den Hühnern sehen. Das ist die Hauptsache. Schade, das ich nicht bei der Weihnachtsfeier mit den Messdienern dabei sein kann, aber was jetzt kommt ist ja auch ganz aufregend.“ Dabei trat sie das Gaspedal kräftig durch und der Wagen ruckte widerwillig nach vorne. Bei der Tankstelle musste er erneut unter die Decke kriechen. Er merkte nic! ht, wie er einschlief. Als er den Kopf aus der Decke streckte, war es immer noch dunkel um ihn herum. Nur das Licht der Armaturen warf karges Licht auf das Gesicht der Fahrerin. Bastian musste nun erzählen, wie das so ist im Waisenhaus und so verging die Zeit wie im Fluge. Als ihnen der Gesprächsstoff ausging, starrte der Junge auf das, was die Lichter der Scheinwerfer sichtbar machten. Nach einiger Zeit war er erneut eingeschlafen. Das rhythmische Wippen des Wagens, weckte den Buben. Er rieb seine Augen und sah, dass es schon hell war. Magda schaute in den Rückspiegel. „Guten Morgen! Du hast aber lange geschlafen. Wir haben schon die Hälfte des Weges geschafft.“ Basti schaute auf die Landschaft, die rasend schnell an ihnen vorbeiflog. Und dann die Autos, die an ihnen vorbeizogen und noch schneller waren als sie selbst. Wenn er einmal größer sein würde, dann wollte er auch so einen schnellen Wagen steuern. Die Frau weckte ihn aus seinen Träumen. „Ich habe Hunger auf ein kräftiges Frühstück. Du nicht auch?“ Basti nickte. „Na dann werden wir an der nächsten Raststätte mal halten.“An der Raststätte parkten mehr Lkws als Personenwagen. Der Gastraum war brechend voll. Alle hatten wohl Hunger auf ein – wie Magda gesagt hatte – kräftiges Frühstück. Während die Frau sich für Kaffee, Spiegeleier und ein Käsetoast entschied, wünschte er sich eine Brühwurst. So etwas Leckeres gab es im Waisenhaus nicht. Kaum gesättigt, drängte der Junge auf die Weiterfahrt. Ob er seinen Vater heute noch zu Gesicht bekommen würde? Der Himmel begann schon sich schon wieder zu verdunkeln, als Bastian das Schild >Hansestadt Hamburg< erblickte und dies mit einem lauten Jubelgeschrei quittierte. Magda parkte den Wagen vor einem Schreibwarengeschäft und erstand einen Stadtplan. Die Wachtendonker Allee war schnell gefunden. Sie lag fast am anderen Ende der Stadt. Ei! gentlich hätte Basti wissen wollen, was das Wort Hansestadt bedeutete, aber er war so aufgeregt, dass er unruhig auf der hinteren Sitzbank hin und her rutschte. Die Fahrerin musste mehrmals am Straßenrand halten, um sich zu orientieren. Schließlich war die Wachtendonker Allee erreicht und der Wagen hielt vor der Nummer 52. Der Junge war so schnell aus dem Auto geschlüpft, dass Magda kaum nachkam. Er rannte zu den Klingeln und sprang dort auf und ab, weil er die Beschriftungen nicht lesen konnte. Die Frau blickte enttäuscht zu ihrem Fahrgast herunter, weil der Name Fuhrmann nicht darauf stand. Die Enttäuschung lähmte Bastians ganzes Denken. Das hatte er nicht erwartet. Na! Dann schauen wir mal, ob er hier nicht doch wohnt.“ Sie klingelte an der untersten Schelle. Nach einigen Momenten summte der Türöffner, Magda drückte die Türe auf und betrat den Hausflur. Basti folgte schweigend mit hängenden Schultern. Die heraus geschellte Mieterin konnte sich an den Namen Fuhrmann erinnern. Er hatte im zweiten Stock gewohnt, direkt über ihr. Aber das war lange her. Sie wusste es nicht mehr, aber sie schätzte, es könnten bestimmt so ein bis zwei Jahre her sein. Auf die Frage, ob sie die neue Adresse wüsste, schüttelte sie bedächtig den Kopf. So gut habe sie Herrn Fuhrmann nicht gekannt. Auch die anderen Mieter würden nichts wissen, weil sie alle nach dem Wegzug von Herrn Fuhrmann eingezogen seien. Beide setzten sich wieder in den warmen Wagen. Der Junge war niedergeschlagen und die Tränen liefen über seine Wangen. Die Frau war auch enttäuscht, hatte sie einen solchen Ausgang nicht erwartet. Langsam wuchs in ihr der Zorn. Sie war doch nicht so weit gefahren, um die Sache ergebnislos wieder abbrechen zu müssen. Aber was sollte sie, was konnte man machen? Es war Heiligabend, alle bereiteten sich auf das Fest des Friedens vor. Keiner hätte Zeit oder könnte ihnen helfen. Sie schloss die Augen und bet! ete um e ine Eingebung. Sie fuhr streichelnd über die Haare des Buben, aber der wollte sich nicht trösten lassen und weinte herzzerreißend weiter. Nichts wollte ihr einfallen. Sie hatte sich schon mit dem Missgeschick abgefunden und öffnete die Augen, um den Wagen zu starten. Was ihre Augen erblickten, pumpte alle Lebensgeister durch ihre Ader. Das war, nein das musste die Lösung ergeben. Unter einem Schleier seiner Tränen sah Basti, wie die Alte den Wagen verließ und auf ein anderes Fahrzeug zu ging. Er glaubte nicht, was seine Augen erblickten. Es war ein Polizeifahrzeug. Bestürzt wischte er sich die Tränen ab. Er starrte auf das blau-weiße Fahrzeug. Jetzt zeigte die Frau auch noch in seine Richtung. Verrat, Verrat rauschte es durch seinen Kopf. Es galt, alle Vorbereitungen zu treffen, um abzuhauen. Jetzt zeigte die blöde Alte auch noch auf ihn. Er packte seine Sachen zusammen, und wollte gerade den Wagen verlassen. Aber der Polizist machte keinerlei Anstalten, ihn einzufangen. Er steig noch nicht mal aus dem Wagen. Statt dessen schüttelte er seinen Kopf und machte abwehrende Bewegungen mit seinen Händen. Im Kopf des Jungen legte sich die Panik. Neugierig beobachtete er, was da vor sich ging. Magda steuerte zielstrebig auf den Peterwagen zu. Von innen wurde das Fenster versenkt. „Was kann ich für Sie tun, gnädige Frau?“ Magda erzählte die Geschichte, die sie sich zurecht gelegt hatte, als sie sich dem Polizeifahrzeug genäherte. Sie berichtet von dem Neffen, den man besuchen wollte und der auf ihre Ankunft wartete. Sie kannte nur seine Adresse von der Wachtendonker Allee 52. Wahrscheinlich war er umgezogen und hatte es vergessen, ihr seine neue Adresse mitzuteilen und sie hätte nicht gewusst, dass er umgezogen war. Der Beamte schüttelte den Kopf. Er könne ihr da nicht weiterhelfen. Dabei verwies er auf das Gesetz des Datenschutzes. Knapp beschied er sie, doch anzurufen, um die neue Adresse zu erfahr! en. Magd alena zeigte sich enttäuscht. Hier heiligte der Zweck die Mittel, zumal sie sich vornahm, diese Lüge bei der nächsten Beichte offenbaren zu wollen. Es galt weibliche List mit Hilflosigkeit zu paaren. Sie erzählte dem Beamten von dem Versuch, über die Telefonnummer weiterzukommen, aber so behauptete sie frech (wenn sie schon beichten musste, dann kam es auf eine weitere Sünde nicht an.) diese Möglichkeit schon ins Auge gefasst zu haben, im Telefonbuch der Name Fuhrmann über dreißig Mal notiert war. Meist ohne Vornamen. Sie sei die ganze Strecke nach Hamburg bereits gefahren, seit den frühen Morgenstunden unterwegs und würde sich die Heimfahrt nicht mehr zutrauen. Außerdem habe sie ihren Urenkel im Wagen. Für das übermüdete Kind sei eine Rückfahrt nicht zumutbar. Das war die Situation, wo Magda auf den eigenen Wagen zeigte, hoffend, dass der Polizist nicht nur den Knaben sondern auch ihr Kennzeichen bemerken müsste. Die Stimme im Wagen klang nun merklich milder und verständnisvoller. Aber er wollte nicht weiterhelfen. Es galt also noch etwas drauf zusetzen. Magda äußerte Verständnis für die Art und Weise, wie der Polizeibeamte die Sache beurteilte, aber sie behauptete, nicht genug Geld für eine Hotelunterkunft zu haben. (Auch das würde sie beichten müssen.) Sie forderte den Beamten auf, zu zeigen, wo seine Polizeiwache sich befände. Dort gedachte sie zu nächtigen. Dabei spielte sie auf die Parallele der Weihnachtsgeschichte an, wobei der Stall zu Bethlehem zur Polizeiwache wurde. Der Beamte schaute zum ersten Mal zu seinem Beifahrer hin. Dieser zog den Mund zusammen und zog die Schultern in die Höhe. Dieser wollte in der Weihnachtsnacht solcherart Ärger vermeiden. Der Fahrer griff kurzerhand zu seiner Sprecheinrichtung: „Also Gnädigste, jetzt hören Sie mal weg. Das ist etwas dienstliches, also für Sie nicht bestimmt Datenschutz und so.&ldqu! o; Er ma chte aber keinerlei Anstalten, das Fenster zu schließen. Statt dessen drückte er eine Taste und das auftretende Geräusch zeigte, dass eine Sprechverbindung hergestellt wurde. „Hier Berta 3! Kalle bist du es? “ Die Stimme am anderen Ende war durch die knackenden Geräusche der Übertragung nur undeutlich vernehmbar. Sie glaubte aber zu hören, dass es sich um Kalle handeln musste. „Ich habe eine Suchanfrage. Klick dich in den Rechner des Meldeamtes ein und schau doch einmal nach, wo der Fuhrmann wohnt.“ Er schaute die Frau fragend an und flüsterte „Vornamen?“ Ebenso leise hauchte die Frau „Günter“. „Fuhrmann, Günter“, wiederholte der Fahrer. „Er hat bis vor kurzem auf der Wachtendonker Allee 52 gewohnt. Mach schnell, es ist kalt hier.“ Eine Zeitlang war das Geräusch des Wellensalates die einzige Tonquelle. Dann kam eine Mitteilung, die Magda nicht verstand. „Buxtehuder Straße 128“, bestätigte der Beamte laut und deutlich. Er bedankte sich und drückte die Taste erneut. Dann wandte er sich der Frau zu: „Also wie gesagt, der Datenschutz, ich kann Ihnen da leider nicht weiterhelfen. Wollen sie nun, dass ich sie zur Wache bringe? Heftig schüttelte sie den Kopf. „Nein, nein! Sie sind ein guter Mensch. Ich wünsche Ihnen ein friedfertiges Weihnachtsfest und eine ruhige Heilige Nacht. Gott segne Sie“ Die Buxtehuder Straße war bald gefunden. Und auf dem Klingelschild stand tatsächlich der Eintrag eines G. Fuhrmann. Magda hielt den Knaben hoch. Er selbst durfte auf den Klingelknopf drücken. Der Türsummer ertönte. Mit klopfendem Herzen betrat Basti mit Magda den dunklen Flur, in dem bald die Beleuchtung anging. Günter Fuhrmann war ein Mann so um die Vierzig. Er gewährte den Frauen die Bitte einzutreten. Sie traten in eine Wohnung, die offensichtlich einem Junggesellen gehörte, einem Mann, der seine Wohnun! g nicht auf Weihnachten dekoriert hatte. Unordnung war überall erkennbar. Zuerst ergriff Magda das Wort. Bastian war nicht fähig, auch nur eine Silbe über seine Lippen zu bringen. Er starrte den Mann an, der sein Vater war. Als die Frau die Geschichte mitteilte, weshalb sie hier waren, herrschte lange Stille. Dann wurden Fragen gestellt und beantwortet, neue Fragen entstanden und auch diese wurden wieder beantwortet. Die Zeit verflog wie im Fluge. Die Heilige Nacht war bald vorüber. Man beschloss noch etwas Schlaf zu finden, was aber allen drei Personen schwer fiel. Der neue Tag würde zwei von ihnen ein neues Leben bescheren

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