Uwe-Gerd Reichert

Lebensspender

„Heute und im vor uns liegenden Sonnensystem entscheidet sich das Schicksal und die Zukunft unserer Zivilisation!“

Der, der diese Worte sprach, war ein kleiner stämmiger Mann mit Vollbart, von allen nur „der Commander“ genannt, obwohl er Nesnah hieß. Er war „der Commander“ des letzten Generationenraumschiffes, des letzten der einst so stolzen Staffel von Schiffen, die ihr Überleben sichern sollten. Schweigsam schaute er auf der Kommandobrücke in die Runde.

Alle nickten betreten und blickten auf den zentralen Infoschirm. Jeder wusste um den Ernst der Lage.

Seit mehreren tausend Jahren waren sie nun unterwegs. Seit mehreren tausend Jahren flog das gigantische Raumschiff durch das All, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Ein Asteroid hatte ihren geliebten Mutterplaneten zerstört. Es war jedoch vorher noch gelungen, eine Handvoll Generationenraumschiffe wie ihres zu bauen und fast die gesamte Bevölkerung zu evakuieren.

Schon Jahrhunderte zuvor war eine große Zahl von Sonnensystemen mit Exoplaneten gefunden worden, und einige jener Planeten lagen, soweit man das aus der Ferne beurteilen konnte, in der habitablen Zone.

Aber alle waren zu weit entfernt, um sie in vernünftigen Zeiträumen erreichen und direkt untersuchen zu können. Niemand wusste, wie man die Beschränkungen der Lichtgeschwindigkeit überlisten konnte.

Dann wurde der Asteroid auf direktem Kollisionskurs gesichtet und alles änderte sich.

Nun war es nicht mehr von Belang, wieviel Zeit man benötigte, die hoffnungsvollsten Sonnensysteme zu erreichen, sondern nur noch, wie man möglichst das gesamte Volk dorthin transportieren konnte.

Die Idee der Generationenraumschiffe war natürlich nicht neu. In der SF-Literatur war sie ein gängiges Instrument zur Rettung von Zivilisationen oder zur Kolonialisierung des Weltraums. Aber erst im Angesicht der Bedrohung aus dem All wurde die Idee tatsächlich ernst genommen.

Andere Optionen gab es nicht. Der Asteroid war einfach zu groß gewesen.

„In wenigen Augenblicken kommen wir in Scannerreichweite“, fuhr der Commander fort. „Dann werden wir sehen, ob wir noch hoffen können.“

Als sie das erste, das ursprünglich geplante, Sonnensystem erreicht hatten, voller Hoffnung, und nach nur 50 Jahren Flugzeit, waren die ersten Träume sehr schnell zerplatzt. Alle Planeten erwiesen sich als lebensfeindlich. Es gab eine Sinnkrise an Bord, aber letztendlich sahen fast alle es ein, dass es kein Zurück mehr geben konnte und dass weitere Systeme angesteuert werden mussten. Außerdem war das Leben in dem gigantischen Raumschiff zwar beengt, aber durchaus erträglich.

Allerdings erwies sich ein Sonnensystem nach dem anderen als untauglich – und das nun schon seit Tausenden von Jahren.

 

***

 

„Es ist soweit! Die ersten Daten kommen herein!“ Der 1. Wissenschaftsoffizier, ein Mann namens Sretep, blickte von seinem Arbeitsplatz auf. „Einen kleinen Moment noch, die Datenaufbereitung und Verifikation ist gleich fertig!“

Alle auf der Brücke hielten den Atem an, und ein paar Sekunden später liefen die ersten Zahlenkolonnen über den Hauptschirm.

Nicht jeder konnte damit etwas anfangen, aber kurze Zeit später hörten sie den Wissenschaftsoffizier etwas vor sich hinbrummeln.

„Also, wie sieht es aus?“, fragte schließlich der Commander. „Gibt es eine Zukunft für uns?“

Drei bange Sekunden vergingen, dann äußerte sich der Angesprochene. Endlich!

„Also…“, er zögerte, „es gibt neun Planeten, was relativ viel für ein Sternsystem ist. Zwei von ihnen sind sehr heiß, vier weitere sind riesige Gasplaneten, was im Übrigen auch relativ ungewöhnlich ist.“

„Aber?“ fragte jemand.

Man spürte förmlich die Spannung auf der Brücke.

„Aber … es gibt keine belebten Planeten!“

Eine furchtbare Stille breitete sich aus.

„Dann ist es also vorbei!“ Resigniert schlug der Commander die Hände vor das Gesicht und die anderen Anwesenden sanken in ihre Sitze.

Jeder wusste, was das zu bedeuten hatte.

Nach all der unendlich langen Zeit des Fluges ihres Generationenraumschiffes waren die Energiereserven nun definitiv am Ende. Wäre ein bewohnbarer Planet gefunden worden, dann hätte es noch knapp zum Abbremsen und Einschwenken in eine Umlaufbahn und dem Ausschleusen aller Personen-und Lastenfähren gereicht. Zu mehr aber nicht.

„Wir können also nur noch stur unserer jetzigen Flugbahn folgen. Fünf Jahre, schätzungsweise, dann reicht die Energie auch nicht mehr für die Lebenserhaltungssysteme. Jede Kurskorrektur würde Energie verbrauchen und unser Ende nur beschleunigen.“ Sretep sprach aus, was alle schon wussten.

„Geht nun und versucht, jeder in seiner Sektion, das Unvermeidliche allen möglichst schonend beizubringen! Aber … brecht nichts über das Knie, schließlich haben wir noch ein halbes Jahrzehnt!“ Der Commander löste die Versammlung auf der Brücke auf, wohl wissend, dass nun die schwerste Zeit erst noch bevorstand. Sie hatten noch 5 Jahre. Das klang nach viel, aber änderte letztlich nichts.

 

***

 

Als alle gegangen waren, setzte sich der Commander schwer schnaufend in seinen Sessel. Nur die Brückencrew war noch anwesend. Niemand sprach ein Wort. Es gab auch nichts zu sagen.

Plötzlich öffnete sich die Tür und ein junger Mann trat ein. Zögernd ging er auf den Sessel des Commanders zu.

Nesnah drehte sich in seine Richtung. Der Mann vor ihm kam aus der Techniksektion, leicht an seiner Bekleidung zu erkennen. Was wollte er? War wieder ein Stück der jahrtausendealten Technik ausgefallen? In den letzten Jahren kam das, natürlich, immer häufiger vor.

Nein, das konnte aber nicht sein. Schäden, die so gravierend waren, dass es der Commander wissen musste, meldete der Technikchef immer persönlich. Also? Was wollte der junge Mann? Jener war in gebührendem Abstand stehen geblieben, Nesnah winkte ihn heran.

„Was kann ich für dich tun?“ fragte er.

Der Mann blickte auf und wurde rot. „Guten Tag, Commander. Mein Name ist Tocs. Ich komme aus der Technik …“. Er stockte.

Nesnah winkte ihn weiter heran. ,Er ist noch so jung’, ging es ihm durch den Kopf. ,Er sollte eigentlich ein langes Leben vor sich haben, nicht nur noch lausige 5 Jahre! Was mag ihn bewogen haben, den durchaus ungewöhnlichen Schritt zu tun, zu ihm, dem Commander, zu gehen?’ Mit einem Kopfnicken forderte er ihn auf, weiterzusprechen.

Es dauerte ein bisschen. Tocs holte tief Luft, dann noch einmal, und hatte dann den Mut, zu reden.

„Commander, ich hatte vorhin Dienst in der Sensorik. Sie wissen, dass alle Daten, die sie hier von den Sensoren abrufen, zunächst unsere Abteilung passieren.“

Nesnah nickte.

„Ich habe also auch alle Daten gesehen“, fuhr Tocs fort. „Es sieht so aus, dass es vier Gasplaneten im System gibt.“

„Das ist korrekt“, ließ sich Sretep, der 1. Wissenschaftsoffizier vernehmen. „Und?“

„Die Analyse ergibt, dass es dort unglaubliche Mengen Helium-3 gibt.“

„Das ist auch korrekt“, sagte Sretep kurz. Was wollte dieser Junge?

„Helium-3 ist unser Energielieferant!“ stieß Tocs hervor.

„Ja, das wissen Sie als Techniker doch! Aber es ändert nichts an den Tatsachen. Wir können dort nicht einfach hinfliegen und gewissermaßen ‚tanken‘!“

Oh, das war ja nicht uninteressant! Der Commander drehte sich in Richtung seines Wissenschaftsoffiziers. „Warum eigentlich nicht?“ frage er Sretep.

Sretep wandte sich ihm zu und runzelte die Stirn. „Nun, die Fakten sind folgende: Wenn wir jetzt den Kurs korrigieren und abbremsen, damit wir in eine Umlaufbahn um einen der Helium-3-Planeten gelangen, dann können wir das zwar, aber dann ist unsere Energie bekanntlich vollkommen am Ende. Und ehe wir genügend Helium-3 gewonnen hätten, wären die Lebenserhaltungssysteme schon tot.“

Sretep machte eine kleine Pause.

„Und ehe jetzt jemand fragt – nein, einfach nur eine kleine Kurskorrektur und im Vorbeiflug durch die Atmosphäre ,auftanken’, das geht auch nicht. Die Technik dazu haben wir zwar, aber die Zeit wäre zu kurz … wir würden weniger Energie gewinnen als wir für das Manöver verbraucht hätten.“

Nun ja, es wäre ja auch zu schön gewesen. Der Commander wandte sich wieder dem jungen Techniker zu und machte eine Geste des Bedauerns.

Jener jedoch blieb stehen und machte nicht den Eindruck, gehen zu wollen. Nach einigen Momenten holte er wieder zwei Mal Luft und begann zu reden: „Das alles ist mir eigentlich klar. Aber – ich habe da so eine Idee“. Er hielt inne, um eine Reaktion abzuwarten, aber niemand sagte etwas.

„Wie wäre es,“, fuhr er schließlich fort, „wenn wir jemanden mit einer unserer Fähren vorausschicken, hin zu einem der Gasplaneten, um dort Helium-3 praktisch ,ernten’? Wie gesagt, die Technik dazu haben wir ja. Eine Fähre könnte viel schneller als wir dort sein. Bestimmt ist es zu schaffen, dass wir eine ausreichend große Menge zusammenbekommen und in unsere Tankballons pressen können, ehe unser Raumschiff im System ist. Es müsste die Ballons im Vorbeiflug dann nur noch einsammeln.“

Abenteuerlich! Was für ein Quatsch! Oder? Der Commander schaute zu Sretep, seinem Wissenschaftsoffizier. Der runzelte die Stirn, sagte aber nichts. Er schien noch nachzudenken. Möglicherweise war an dieser Idee doch etwas dran?! Im Normalfall fiel Sretep bei Unsinn seinem Gegenüber direkt in die Rede.

Endlich äußerte er sich aber: „Nun – es eine Überlegung wert.“ Solch ein Satz aus seinem Munde, das war fast wie ein Lob für den jungen Techniker. Zu viel mehr „Überschwang“ war Sretep nicht fähig.

Der Commander beschloss, ihm etwas Bedenkzeit zu geben und nichts zu forcieren. Er blickte Tocs, den jungen Techniker, an: „Treffen wir uns morgen um die selbe Zeit in meinem Besprechungsraum“.

Als Tocs gegangen war, bat auch Sretep, die Brücke verlassen zu dürfen. Er müsse einige Berechnungen durchführen, sagte er.

Nesnah kannte seinen 1. Wissenschaftsoffizier lange genug: Die Idee Tocs’ hatte sein Interesse geweckt. Vielleicht gab es doch noch Hoffnung?

 

***

 

Als am nächsten Tag Nesnah zu seinem Besprechungsraum kam, stand Tocs schon davor und wartete. Der Techniker schien seine Ungeduld gut im Griff zu haben, denn ihm war fast nichts anzumerken.

Nesnah nahm ihn mit herein. Nun musste nur noch der Wissenschaftsoffizier eintreffen, dann würde es sich zeigen, ob Tocs’ Idee den Hauch einer Chance hatte.

Erst einmal hieß es aber, Tee zu trinken, denn Sretep ließ noch auf sich warten. Das Thema selbst wollte der Commander Tocs gegenüber nicht anschneiden, ehe sie nicht vollzählig waren.

Eine Minute nach der anderen verging, dann öffnete sich endlich die Tür auf. Sretep erbat Einlass und war nicht allein. Hinter ihm stand Esurk, der Cheftechniker des Raumschiffs.

,Ah’, dachte Nesnah, ,wenn er offensichtlich schon mit der Techniksektion gesprochen hat, dann scheint Tocs’ Idee ja nicht ganz absurd zu sein!’ Laut aber sprach er: „Dann lasst uns gleich zur Sache kommen. Wie seht ihr den Vorschlag unseres jungen Freundes hier?“ Innerhalb der Führungscrew, zu der alle Chefs der verschiedensten Sektionen gehörten, duzte man sich.

„Also, Commander,“ ergriff Sretep das Wort. „Die Idee ist zwar verrückt, aber nicht undurchführbar!“

Tocs atmete hörbar ein. Sretep fuhr fort: „Wir haben alles durchgerechnet und meinen, dass wir unter gewissen Bedingungen Erfolg haben könnten.“

Ein „Aber“ schwang im Raum mit.

„Wir müssen uns beeilen. In 10 Monaten erreichen wir die größte Annäherung an die Gasplaneten und zwar speziell an den Ersten der vier. Die Zeit, genug Helium-3 einzusammeln, ist also knapp.“

„Aber theoretisch ist es zu schaffen?“ fragte der Commander.

„Ja“, schaltete sich Esurk ein. „Wir müssen jedoch eine Personen-und vier Frachtfähren opfern. Die eine für denjenigen, der sich bereiterklärt, die Aufgabe zu übernehmen…“

„Ich mache das!“ meldete sich Tocs.

„Das dachte ich mir schon“, meinte Esurk und fuhr fort, „… und die anderen Fähren werden praktisch zu fliegenden Helium-3-Sammlern umgebaut. Ein Sammler allein reicht nicht, um unseren Bedarf zeitgerecht decken zu können.“

„Aber“, jetzt sprach Sretep wieder, „wir werden für diese Aktion anfangs eine Menge zusätzliche Energie verbrauchen – und falls es doch schiefgeht, haben wir unser aller Leben um ein Fünftel verkürzt.“

„Und wenn es klappt, dann haben wir Jahrhunderte gewonnen. Also, ich bin dafür, es zu versuchen“, rief Esurk. „Du doch auch, oder?“ Er blickte zu Sretep.

„Wir haben mehr zu gewinnen als zu verlieren – also: Ja.“

„Dann ist es beschlossen!“ Der Commander beendete die kleine Versammlung.

„Guter Junge!“ Der Technikchef klopfte Tocs beim Herausgehen auf die Schulter.

 

***

 

Eine Woche später öffneten sich die großen Hangartore des Generationenraumschiffes. Ganz langsam glitt eine Personenfähre heraus und kurz danach folgten hintereinander vier weitere Fähren. Als sie sich ein Stück vom Raumschiff entfernt hatten, so dass keine Gefahr mehr bestand, zündeten die Triebwerke und langsam, aber stetig wuchs der Abstand und die Geschwindigkeit der fünf Raumfahrzeuge.

Commander Nesrah und mit ihm viele andere Bewohner standen in der großen Aussichtslounge und blickten direkt auf das Geschehen.

„Wünschen wir unserem tapferen Tocs viel Glück und Durchhaltevermögen!“ rief er. „Hoffentlich sehen wir hier gerade, wie eine neue Seite der Zukunft unseres Volkes aufgeschlagen wird.“

 

***

 

Tocs lag in einer Gel-Liege seiner Fähre.

„Jetzt liegt also alles an mir! Beiß’ die Zähne zusammen – es wird schon alles gut gehen.“ sagte er zu sich selbst.

Von Minute zu Minute fühlte er, dass er schwerer zu werden schien.

Es war einer der größten Risikofaktoren seiner Reise: Sretep hatte ausgerechnet, dass die Fähren bis zur Höchstgeschwindigkeit belastet werden mussten. Nur so konnten sie genug Zeit herausschinden, um ausreichend Helium-3 gewinnen zu können.

Da die Hälfte der Strecke zum Ziel beschleunigt und danach ebenso lange wieder abgebremst werden musste, bedeutete das für ihn, Tocs, dass er wochenlang mit Beschleunigungswerten von 4 g leben musste. Eine äußerst unangenehme Vorstellung. Der Chefarzt des Raumschiffs hatte ihn zwar für topfit erklärt, aber Angst hatte er schon. Zeit für ein Training, um seinen Körper vorzubereiten, hatte es nicht gegeben, alles musste zu schnell gehen.

Er würde lange nicht aus seiner Gel-Liege herauskommen und kaum einen Finger bewegen können. Es ließ sich jedoch nicht ändern.

Und so versuchte Tocs, in seinen 12-stündlichen Statusmeldungen an das Raumschiff fröhlich und unbekümmert zu klingen.

In Wirklichkeit war er öfter, als ihm selbst lieb war, den Tränen nahe. Nur die Gedanken, dass er, nur er allein, die letzte Hoffnung für sein ganzes Volk war, ließ ihn durchhalten.

Und tatsächlich, irgendwann kam der Moment, in dem er fühlte, dass er sich wieder bewegen konnte. Er verließ die Gel-Liege und kroch an ein Fenster.

Wirklich! Vor ihm lag ein riesengroßer Gasplanet. Für das Auge gab es allerdings nicht viel Interessantes zu sehen. Eine extrem dicke Wolkenschicht umhüllte den Planeten. Es gab unterschiedlich gefärbte Abschnitte. Dunkle und helle Wolkenstreifen waren zu sehen, dazu Flecke unterschiedlicher Intensität. Und alles umkreiste den Planeten, allerdings manches links- und manches rechtsherum und zu allem Überfluss auch noch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Vielerorts waren riesige Wirbelstürme in der Atmosphäre die Folge.

Es würde eine Herausforderung werden, die Helium-3-Sammler korrekt zu platzieren.

„Nun habe ich es lebendig bis hierher geschafft“, sprach Tocs zu sich selbst, „nun schaffe ich das auch.“

Als seine Fähre einige Tage später in die Umlaufbahn einschwenkte und er auf wundersame Weise – so fühlte es sich jedenfalls an – statt vier Mal so viel wie normal nun überhaupt nichts mehr wog, hatten die Sensoren und ausgesandten Minidrohnen genügend Daten gesammelt. Trotz der chaotischen Verhältnisse in der Atmosphäre des Planeten und mit Hilfe der Großrechner des immer noch sehr weit entfernten Heimatschiffs waren die Flugrouten der vier Lastfähren berechnet.

Die Ernte konnte beginnen.

 

***

 

„In 5 Tagen können wir anfangen!“

Wieder hatten sich die Chefs der wichtigsten Abteilungen des Generationenraumschiffes auf der Brücke zusammengefunden. Nesrah ergriff das Wort.

„Zehn Monate Warten und Hoffen sind fast vorbei, liebe Freunde! Zehn Monate, in denen so viel noch hätte passieren und schiefgehen können. Aber unser junger Techniker Tocs hat es geschafft. Seht auf den großen Schirm!“

Die optischen Systeme waren seit langem in dieses Sternsystem gerichtet und jetzt endlich konnte es jeder mit eigenen Augen sehen:

Aufgereiht wie eine lange, wunderschön schimmernde Perlenkette, schwebten in Flugrichtung vor ihnen die ersehnten riesigen Tankballons, prall befüllt mit Helium-3. So sah die Zukunft aus. Alle Berechnungen hatten sich als korrekt erwiesen. Tocs hatte die Ballons präzise in die Flugbahn des Raumschiffs platziert. Sie bewegten sich in die exakt selbe Richtung, jedoch mit etwas geringerer Geschwindigkeit. So war die Relativgeschwindigkeit zu ihnen ausreichend gering, um sie ohne Abbremsung nur mit den Magnetfeldern einfangen zu können. Alles schien perfekt. In fünf Tagen konnten sie das erste neue Helium-3 in Empfang nehmen.

„Tocs verlässt in Kürze die Umlaufbahn und wird sich auf den Rückweg zu uns begeben. In einer Woche leitet er sein Rendezvousmanöver ein. Bald können ihn seine Lieben wieder in die Arme schließen!“

„Warum dauert es noch so lange?“ fragte jemand aus der Menge.

„Er möchte nie wieder mit mehr als 1 g fliegen, wenn es sich vermeiden lässt“. Nesrah lächelte. „Was ich übrigens verstehen kann.“

„Wir sollten ihm eine Ankunftsparty organisieren, die er so schnell nicht wieder vergisst!“ rief Esurk, der Technikchef. „Schließlich ist er, ein Mitglied aus meinem Team, ein Held.“ Stolz schwang in seiner Stimme mit.

Alle wussten, dass Esurk kein Kind von Traurigkeit war. Seine Partys waren legendär und manchmal auch ein bisschen – oder mehr als ein bisschen – überschwänglicher als es die Regeln zuließen.

Aber warum nicht? Es hatten eigentlich alle einen Grund für eine Feier.

„Wenn wir das Helium-3 komplett eingebunkert haben, machen wir außerdem ein schiffsweites Volksfest. Wir können es uns dann ja wieder leisten!“ schlug der Commander vor.

Zustimmendes Gemurmel erfüllte den Raum, nur der erste Wissenschaftsoffizier blieb ernst. „Darüber sollten wir reden, wenn es soweit ist. Und noch haben wir nicht einmal den ersten Ballon eingefangen.“

Er konnte aber auch eine Spaßbremse sein!

 

***

 

Er war einer von unzählbar vielen.

Er kam aus den tiefsten Tiefen des Weltraums.

Er war bereits Millionen von Jahren unterwegs.

Ein kleiner Felsbrocken flog durch das Sternsystem. Er war schon durch viele Systeme geflogen und es hatte manche Rempelei gegeben. Bald war es wieder soweit.

Er legte über 100 Kilometer pro Sekunde zurück. Auf seinem Weg durch das Sternsystem hatte er bereits die Bahnen von 5 Planeten passiert. Alles in diesem System war tot wie er, nirgends gab es Leben.

So war es zumindest noch vor nicht langer Zeit gewesen. Nun aber befanden sich, auf anderen Flugbahnen, zwei Objekte im System, die anders waren. Es war Leben in ihnen.

So groß und unvorstellbar leer der Weltraum auch war, so war es aber trotzdem möglich, dass sich zwei Objekte, ohne es zu wollen, trafen.

Der Millionen Jahre alte tote Felsbrocken und eines der beiden neuen Objekte näherten sich immer weiter an. Er, der Felsbrocken, konnte nichts ändern. Er war nur Teil der Unerbittlichkeit des Universums.

Kurz bevor er es erreicht hatte, änderte dieses Objekt plötzlich seine Flugbahn. Es versuchte offenbar, das Zusammentreffen zu vermeiden.

Aber es war zu spät.

Der Felsbrocken schlug in das Leben beinhaltende Objekts ein. Eine gewaltige Explosion erfolgte und vernichtete das hintere Stück. Der Rest wurde auseinandergerissen und zerfiel in zwei Teile. Das Leben in ihm hatte keine Chance. Der tote Felsbrocken hatte den Tod gebracht.

Seine eigene Bahn hatte sich kaum verändert. Er würde weiter durch die Dunkelheit fliegen, weitere Millionen Jahre unterwegs sein und vielleicht irgendwann wieder mit irgendetwas zusammenstoßen.

Das vordere Teil des Objekts, das er eben zerstört hatte, bekam einen neuen Impuls und war im Begriff, ebenfalls, wie er, ein ewiger Wanderer im Weltraum werden.

Das andere Teil flog jedoch in Richtung der inneren Planeten des Systems. Es würde nicht ewig unterwegs sein. Die Bahn des nächsten Planeten war noch unbehelligt passierbar, aber dem Gravitationsfeld des folgenden würde es nicht entkommen können.

 

***

 

Sämtliche Alarmsirenen auf der Brücke des Generationenraumschiffs schrien auf.

Doch niemand konnte noch etwas tun.

Fassungslos mussten Nesrah, Sretep und die anderen Mitglieder der Brückencrew mit ansehen, wie vor ihnen ein Feuerball aufleuchtete.

Tocs’ Landefähre hatte keine Chance. Sie war nicht, wie das große Mutterschiff, von gewaltigen Kraftfeldern geschützt. Der hinterhältig aus dem Dunkel heranfliegende Felsbrocken war einfach zu schnell. Die Triebwerke versuchten ihr bestes, aber der Kollisionsalarm war viel zu spät gekommen.

Die Landefähre wurde getroffen. Das Heck mit den Triebwerken explodierte und verging in tausenden kleinen Trümmerstücken. Ein großes Modul aus dem Mittelteil der Fähre wurde abgerissen. Hier hatten sich die Sanitäranlagen und die Abwasseraufbereitung befunden. Im dritten, dem vorderen Bruchstück, das einmal die Kabine gewesen war, wurde die Luft blitzschnell herausgesaugt und das Vakuum und die Kälte des Weltraums übernahmen das Innere. Der Tod kam innerhalb von Sekunden über den jungen Techniker.

Das Universum war grausam. Wäre Tocs nur eine Minute eher gestartet oder hätte er sich dazu durchringen können, mit mehr als 1 g Schub zu fliegen – oder aber mit weniger –, dann wäre nichts passiert. Unbehelligt hätte das steinerne tote Flugobjekt seinen Kurs fliegen können.

Eine tiefe Trauer legte sich über das Schiff. Am Tag, an dem Tocs wieder andocken wollte, wurde aus der geplanten Ankunftsparty eine Gedenkzeremonie.

Jeder gedachte des Verunglückten.

Schließlich sprach Esurk, als ehemaliger Chef des jungen Technikers, die allerletzten Worte: „Tocs war ein Held. Ihm war immer bewusst, das etwas passieren konnte. Aber sein Opfer war nicht umsonst. Wir können Jahrhunderte weiterleben, weiterfliegen und vielleicht doch noch einen neuen Heimatplaneten für uns finden. Wir waren fast am Ende, haben nun aber wieder eine Zukunft. Lasst Tocs als Lebensspender ewig in unseren Herzen sein!“

 

***

 

An dem Tag, als das Generationenraumschiff, maximal aufgetankt mit neuem Helium-3, wieder das Sternsystem verließ, das ihnen eine neue Lebenschance gegeben, aber auch Leben genommen hatte, geriet das ehemalige Sanitär-und Abwasseraufbereitungsmodul von Tocs’ Fähre in den Gravitationsbereich des dritten Planeten.

Erst schien es, dass es eine Umlaufbahn einnehmen würde, aber dann stellte sich heraus, dass es zu schnell war. Es schraubte sich tiefer und tiefer in die Atmosphäre des Planeten und schoss wie ein glühender Feuerball der Oberfläche entgegen.

Es gab kein Leben hier. Überall waren Vulkane aktiv, auf dem Festland und im Meer. Heftige Orkane wühlten die ammoniak- und wasserhaltige Atmosphäre auf.

Wäre das Modul ein gewöhnlicher Meteorit gewesen, so hätte die Reibungshitze es gnadenlos verdampft. Aber es war ein Raumschiffteil, und so kam es, dass es in den Ozean des Planeten einschlug.

Die Meeresströmung trieb es irgendwann in Richtung einer Küste und schließlich kam es in einer windgeschützten Bucht zur Ruhe.

Jahrhunderte vergingen.

Der Zahn der Zeit und der ständige Wellengang nagten am Sanitärmodul und eines Tages bildete sich ein kleiner Riss. Langsam vergrößerte er sich. Die Strömung ließ Wasser eindringen und wieder hinausspülen. Und fast unmerklich sickerten Tocs’ Abwasser und die übriggebliebenen Reste des Sanitärbereichs in das Wasser der Bucht.

Es vergingen weitere Jahrhunderte.

Irgendwann lagerten sich verschiedene Moleküle des Ozeans an die nun dort umhertreibenden Aminosäuren und Proteinbruckstücke an. Chemische Reaktionen begannen abzulaufen. Oxydationen und Reduktionen, zwischen dem Abwasser und den Sanitärrückständen auf der einen Seite und dem Umweltmilieu auf der anderen, erfolgten. Einzelne der Moleküle wurden langsam komplizierter, ebenso die an ihnen stattfindenden Reaktionen. Einige Komplexe fanden sich zusammen, scharrten Fettsäuremoleküle um sich und hatten sich plötzlich durch eine Membran von ihrer Umwelt abgegrenzt.

Und eines Tages, während an der Oberfläche des Planeten noch immer Orkane in der ammoniakhaltigen Atmosphäre tobten und die unzähligen Vulkane Feuer und Asche spieen, passierte etwas Seltsames. An einer der komplizierten chemischen Verbindungen innerhalb des membranbegrenzten Areals lief eine besonders lange und ungewöhnliche Reaktion ab und plötzlich hatte sie sich verdoppelt. Der chemische Komplex hatte sich selbst identisch reproduziert.

In der Bucht, in der sich das Sanitär-und Abwasseraufbereitungsmodul des Technikers Tocs einst verfangen hatte, waren die ersten Spuren von Leben entstanden.

 

***

 

In der Nähe der Raumkoordinaten, die Tocs zum Verhängnis geworden waren, begann sich der Raum zu kräuseln. Möglicherweise konnte man kurz ein leichtes Flimmern der dahinter sichtbaren Planeten bemerken. Aber es war niemand da, der es hätte bemerken können, und es dauerte auch nur einen Wimpernschlag.

Plötzlich erschien eine gewaltige Kugel wie aus dem Nichts. Sie stand vollkommen still im Raum. Ein leichter bläulicher Schimmer ging von ihr aus, begann aber schon zu verblassen.

Langsam öffnete sich ein riesiges Schott und es zeigte sich eine lange Fensterreihe.

Hinter den Fenstern standen Kinder und schauten hinaus. Es war eine Schulklasse auf einer Klassenfahrt.

„Hier, liebe Schüler,“ hörte man eine Stimme, „hier ist der denkwürdige Platz, an dem unsere Urahnen eine neue Chance zum Überleben bekamen.“

„Ist hier die Stelle, wo sich der große Tocs opferte und die Basis für das Überleben unserer Zivilisation schuf?“ fragte ein Schüler.

„Ja“, erwiderte die Lehrerin. „Vor vielen Millionen Jahren flog unser Volk, damals noch ganz langsam im Normalraum, mit dem gigantischen Raumschiff, wie ihr wisst, in dieses System ein, um die völlig erschöpften Energiereserven aufzufrischen. Der große Tocs hat mit seiner Idee, den Gasplaneten, den ihr vor euch sehen könnt, anzuzapfen, das Aussterben unserer Art verhindert. Mit seiner Hilfe konnten unsere Ahnen schließlich den Planeten finden, der nun unsere Heimat ist.“

„Aber leider ist der große Tocs dabei umgekommen, stimmt’s?“ fragte ein Mädchen.

„Es stimmt. Sein kleines Raumschiff wurde zerstört und in zwei Teile gerissen. Das Teil mit der Kabine verschwand in den Tiefen des Weltraums, das andere, das Sanitärmodul, prallte auf einen der toten Planeten diese Systems.“

„Das Sanitärmodul – das ist praktisch die Toilette, oder?“ fragte ein ziemlich kleingeratener Junge. „Wo ist Tocs’ Toilette denn gelandet?“

„Wenn du es so ausdrücken willst…“, die Lehrerin konnte sich ein Lächeln kaum verkneifen, „ja, man kann sagen, es war die Toilette – und ein bisschen mehr. Aber wo sie aufgeschlagen ist … keine Ahnung.“

„Wir könnten die KI fragen“, hakte der kleine Junge nach.

„Okay“. Auch das Interesse der Lehrerin war inzwischen geweckt. In den Geschichtsbüchern fand sich nichts dazu.

„Das Bruchstück von Tocs’ Fähre wurde vom dritten Planeten eingefangen und fiel in den Ozean.“ Das war die Antwort der KI.

„Zeige bitte diesen Planeten!“, befahl die Lehrerin.

Langsam begann sich ihr Raumschiff, die riesige Kugel, zu drehen. Der große Gasplanet verschwand vor den Fenstern. Als die Drehung beendet war, hing genau vor ihrer aller Augen ein kleiner heller Punkt, von den interaktiven Fenstern mit einem grünen Kreis markiert. Etwas weiter rechts war die Sonne des Sternsystems zu sehen.

„Bitte vergrößern“, sagte die Lehrerin.

Der kleine Punkt schien heranzurasen. Er wurde ein Kreis, dann eine Kugel. Langsam wurden Einzelheiten sichtbar.

„Der sieht ja aus wie unsere Heimat!“ rief der kleine Junge.

Es stimmte. Der Planet schimmerte in einem herrlichen Blau. Auf der der Sonne zugewandten Seite erkannte man weiße Wolken, grüne Landmassen und viel blaues Wasser.

Und auf der Nachtseite … Man sah unendlich viele kleine Lichtpunkte, zum Teil verstreut, zum Teil stark konzentriert auf einem Fleck!

Wie konnte das sein? Die Lehrerin war noch unschlüssig, da fragte der kleine Junge schon wieder etwas: „Lebt da jemand?“

Als das Generationenraumschiff das System verlassen hatte, war hier alles so tot wie nur irgend möglich gewesen. Konnte es sein, dass das nun anders war? Und wenn, wie hatte es dazu kommen können?

„Gibt es Leben dort?“ Das war die nächste Frage der Lehrerin. Die KI musste es herausbekommen. „Bitte Analyse.“

Noch während die KI ihre Sensoren bemühte und rechnete, konnten es aber alle sehen, denn der Vergrößerungsfaktor hatte noch weiter zugenommen: Es gab Städte, ganz eindeutig! Auf den Meeren waren man ziemlich große Schiffe erkennen. Und sogar im Orbit kreisten einige künstliche Gebilde.

Die KI meldete sich: „Es gibt intelligentes Leben. Mit 99,8% Wahrscheinlichkeit ist die Kontamination durch das abgestürzte Sanitär-und Abwasseraufbereitungsmodul des Technikers Tocs die Ursache.“

„Wir müssen uns tarnen, damit wir nicht die Entwicklung dort beeinflussen!“ rief die Lehrerin aufgeregt.

„Das ist im Einklang mit den intergalaktischen Richtlinien selbstverständlich schon erfolgt.“ Konnte es sein, dass die KI leicht beleidigt klang? „Nach Analyse der massenhaften Kommunikationssignale auf dem Planeten gab es noch keinen Kontakt mit anderen kosmischen Spezies. Die Zivilisation hier empfindet sich als einzigartig und als Krönung der Evolution.“

„Na ja, der große Tocs wird ja auch der Lebensspender genannt. Aber irgendwie finde ich das lustig!“ Nun grinste der kleine Junge. „Wenn die wüssten, dass sie sich aus Tocs abgestürzter Toilette entwickelt haben…!!“

Alle lachten, auch die Lehrerin konnte nicht mehr an sich halten.

Schließlich fragte sie: „Und wie nennt sich dieses Volk dort?“

Die KI wusste die Antwort:

„Menschheit!“

 

 

 

 

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Uwe-Gerd Reichert).
Der Beitrag wurde von Uwe-Gerd Reichert auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.05.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  • Autorensteckbrief
  • drugreichertyahoo.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Uwe-Gerd Reichert als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Gedichte der Liebe. Sag mir ein Zauberwort von Barbara Priolo



Von Liebe und Verletzlichkeit sprechen die Gedichte Barbara Priolos in immer neuen,überraschenden Variationen. Sie benennen die Süße erwachender Zuneigung, die Inbrunst fraulichen Verlangens nach Zärtlichkeit, und sie wissen zugleich von herber Enttäuschung, von Trennung und Leid des Abgewiesenwerdens. Deswegen aufhören zu lieben wäre wie aufhören zu leben. ** Das Schönste ist,was man liebt **, bekennt die griechische Lyrikerin Sappho auf Lesbos. Diese Einsicht-aus beselingender und schmerzlicher Erfahrung wachsend-ist Ausgangspunkt der sapphischen Dichtungen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Science-Fiction" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Uwe-Gerd Reichert

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Invasion von Uwe-Gerd Reichert (Science-Fiction)
"Strg+Alt+Entf" von Johannes Schlögl (Science-Fiction)
Der schwarze Ritter von Bernd Mühlbacher (Fantasy)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen