Volker Walter Robert Buchloh

Christkind wider Willen

Christkind wider Willen

 

von

Volker Buchloh

2004

 

 

Das Körpergewicht verlagerte sich extrem nach hinten. Die Bretter kanteten hart ein. In einer Wolke feinen Pulverschnees blieb der Skifahrer stehen. Er atmete die kalte Winterluft tief ein. Langsam glitt sein Blick über das Bergpanorama, welches sich vor ihm ausbreitete.

Er liebte diese Perspektive. Dieser Anblick war einer der Gründe, weshalb er sich jetzt hier aufhielt. Die Mächtigkeit der Bergkuppen, die sich im Wettstreit um Höhe zu befinden schienen. Die Berghänge, die an einigen Stellen mehr an anderen weniger mit einer Schneedecke verhüllt waren. Die Wolken, die sich mühsam über diese Hindernisse schoben. All das hatte es Gewaltiges, Majestätisches. Hier, so dachte er, erfuhr der Mensch seine Bestimmung. Der Homo Sapiens war nicht Herr dessen, was er für sich in Anspruch nahm, er war eigentlich nur Gast in dieser allgewaltigen Natur. Dieses Gefühl war für ihn weihnachtlicher als das Abdudeln von Weihnachtsliedern.

Er schob den Arm des linken Anoraks nach oben und schaute auf das Zifferblatt seiner Uhr. >Zehn vor Zwölf.< Bis die Lifte zum letzten Male heute fuhren, hatte er noch knappe drei Stunden Zeit. Heute, am 24. Dezember, machte man früher Schluss. Das war allgemein bekannt. Auch das Bedienungspersonal wollte schließlich Weihnachten feiern. Sollen Sie. Er brauchte das nicht. Während die Bretter erneut langsam Fahrt aufnahmen, überlegte er, wohin er sich diesmal vom Lift tragen lassen wollte.

Die Pisten zeigten heute wenig Besucher. Aber das war für den heutigen Tag nichts Besonderes. Vor allem die Frauen fuhren an diesem Tage gar nicht erst in den Berg. Sie hatten vieles für den heutigen Abend vorzubereiten. Auch viele Männer ließen die Skier im Hotelkeller stehen, weil der ein oder andere noch Weihnachtsgeschenke besorgen mussten. Bei dem Gedanken an dieses Geschenke-Verschenken-Müssen machte sich ein Gefühl des Widerwillens in ihm breit. Mit diesem Schwachsinn hatten er und Ute schon vor langen Jahren aufgehört.

Mit dem Gedanken an Uta verbesserte sich seine Stimmung. Was sie wohl in diesem Moment machte? Er konnte sich vorstellen, dass sie mit Andreas um diese Zeit noch am Strand lag. Uta liebte die See innig, vor allem, wenn sich diese in warmen Gefilden befand. Kälte war ihr ein Graus. Nicht, dass sie sich nicht bemüht hätte, Wintersport zu betreiben. Er rechnete ihr dies auch hoch an. Aber der Dezember in den Bergen war wirklich kalt. Und in einer Höhe von dreitausend Metern erst recht. Uta hatte Verständnis für seine Leidenschaft. Um diesem weihnachtlichen Klamauk zu entfliehen hatten sie drei schon seit Jahren eine Übereinkunft. Er fuhr in die Berge und sie mit Andreas an den Strand. Andy war auch so ein Frierpitter. Dieses teilte er mit seiner Mutter. Das Sportliche hatte er von ihm, wenngleich sich dieses auf Surfen und Wasserball erstreckte.

Er unterbrach abrupt die flüssige Fahrt über die Piste. Sein Blick war auf ein Teilstück der Piste gefallen, das er bislang noch nicht gesehen hatte. Er glitt näher heran. Ein Teilstück eines Hangs mit nicht präparierter Piste und mit jungfräulichem Pulverschnee dazu lag vor ihm. Er schaute nach rechts und links. Eine Absperrung war nicht angebracht, oder ausgewiesen. Ohne lange zu überlegen wedelte er in den Hang hinein. Er verlagerte sein Gewicht nach hinten. Das Gefühl, sich als Erster in einem solchen Hang bewegen zu dürfen, war unbeschreiblich. Wann hatte man schon einmal solch ein Glück, als erster einen solchen Berghang befahren zu dürfen. Bogen an Bogen, mal langgezogen mal schneller, reihte sich hintereinander. Ein Gefühl de Befriedigung und Bewegungsharmonie beherrschte seinen Körper.

Das etwas nicht stimmte, verdichtete sich immer mehr, je näher er dem vor ihm liegenden Waldrand kam. Wie sehr er auch nach einer Durchfahrt Ausschau hielt, er konnte keine Lücke für eine Weiterfahrt erkennen. Er glaubte noch nicht was er sah. Er musste etwas übersehen haben. Langsam glitten die Bretter am Rande des Waldes entlang. Er war sich nun sicher, es gab keine Durchfahrt. Unanständige Worte kamen über seine Lippen. Sie waren an die verantwortlichen dieser Skiregion gerichtet. Wie konnte man vergessen, einen solchen Hang zu sperren. Schnell sah er ein, dass Fluchen ihn aus dieser Lage nicht befreite. Ein Blick zurück auf den zurückgelegten Weg sagte ihm, dass er zu weit unterhalb der Stelle war, an der er die präparierte Piste verlassen hatte. Er verspürte nicht die geringste Lust, sich diesen langen Hang heraufzuarbeiten.

Kurz entschlossen entschied er sich einen schnelleren Weg durch die Bäume zu suchen. Wenn er sich den Pistenplan vor Augen führte, dann musst er weiter rechts wieder auf die alte Piste kommen. Minimal lenkte er die Skier abwärts und fuhr in den Wald ein. Anfangs klappte es ganz gut. Langsam lenkte er die Bretter an den Bäumen vorbei. Schaffte er es nicht rechtzeitig sie bei diesem Tiefschnee zusammen an einem Baum vorbei zulenken, dann hielten seine Stöcke den notwendigen Abstand vom Baum. Die Skier wurden geordnet, dann ging es weiter. Von der Piste war aber immer noch nichts zu sehen., obwohl sie seinem Raumgefühl längst da sein sollte. Langsam merkte er, wie seine Kondition nachließ. Die Verschnaufpausen wurden immer länger. Er schaute zurück. Die Lichtung war nicht mehr zu erkennen. Er tröstete sich damit, gleich auf die präparierte Piste zu stoßen. Aber es dauerte wohl noch. Immer häufiger geschah es, dass er auf eine Tanne zu glitt und nur durch eine Umarmung seine Fahrt abbremsen konnte. Mühsam musste er sich dann vom Baum ab stemmen zuerst mit den Händen, dann mit den Stöcken, um den rechten Ski neben seinen Gefährten zu setzen.

Ein Herbststurm musste diese mächtige Tanne umgedrückt haben. Sie war hangabwärts gefallen und lag nun direkt quer vor ihm. Wieder kam ein Fluch über seine Lippen. Diesmal galten sie seiner Unachtsamkeit. Er wusste nicht, ob er diesen Koloss hätte umfahren können, hätte er das Hindernis früher erkannt. Nun war es zu spät. Wie kommt man mit Skiern an den Beinen über einen mächtigen Baum? Er bückte sich und löste die Bindung. Unbedacht trat er daneben. Im selben Augenblick verschwand der Boden unter seinen Füßen. In seinem Reflex klammerte er sich an seine Skier. Den Bergski konnte er festhalten, der Talski war verschwunden. Er wusste nicht, wie tief er eingebrochen wäre, hätte er diese Reaktion nicht gezeigt. Den Boden unter den Füßen gab es nicht. Er verspürte auch keine Lust dies auszuprobieren. Schnee drang in seinen Kragen. Die mit Schnee eingepuderte Sonnenbrille ließ keinen Blick durch. Er verharrte und überlegte, wie er sich aus dieser schwebenden Zwangslage befreien konnte. Er verlagerte sein Körpergewicht auf seine Unterarme. Das Brett sank zwar im Schnee ein, verharrte dann aber. Es gelang ihm seine Arme durchzudrücken. Langsam legte er den Oberkörper auf das Sportgerät. Mit einem Schwung drehte er den Körper und kam auf dem Ski zu sitzen. Tief sog er die Luft in seine Lungen. Nun erst merkte er, wie seine Unterwäsche den Körperschweiß auf sog. Er klopfte den Schnee von der Brille. Sein rechter Stock lag schräg im Schnee neben ihm. Der andere Ski war abwärts gerutscht, lag aber in Reichweite an einem Baum unter ihm. Der linke Stock war Ihm vorausgeeilt und lag neben der umgestürzten Tanne. Er angelte mit dem Skistock nach dem Ski und zog ihn herauf. Nun ruhte sein Gewicht wieder auf beiden Brettern. Er prustete.

"Junge!“, sagte er laut, "da hast du aber Glück gehabt!"

Er wagte sich gar nicht auszumalen, wie er stehend, eine Schneewand von fast drei Metern Höhe oder mehr vor ihm, sich auf den gestürzten Baum hätte zu bewegen müssen.

Solcher Art vorgewarnt robbte er sich an den Stamm heran, ihn wie eine Ameise. Er legte die Bretter auf der anderen Stammseite ab, überwand das Hindernis. Danach schnallte er schnellstens die Skier wieder an. Beim Weitergleiten verriet sein Blick auf die Uhr, dass in einer guten halben Stunde wohl der letzte Lift fahren würde. Aber die erwartete Piste tauchte nicht vor ihm auf.

Der letzte Lift musste schon gefahren sein und er befand sich noch immer im Wald. Er hatte inzwischen wieder eine Routine entwickelt, die Stämme eleganter zu umgehen und ein Spreizen der Beine vor einem Stamm zu vermeiden. Langsam nahmen Gedanken von ihm Besitz, wie er – vorausgesetzt er erreichte wieder die Piste – in seine Pension kommen könnte. Aber noch waren diese Überlegungen nicht aktuell. Der Sessellift befand sich tief im Skigebiet. Es gab aber noch eine Zubringergondel ins Tal. Zu der könnte er auf jeden Fall abfahren. Wann aber deren letzte Fahrt gehen würde, das wusste er nicht. Es begann zu dunkeln. Die Chancen, die Gondel vor Betriebsende zu erreichen, schwanden zusehends.

Die Holzhütte tauchte so plötzlich vor ihm auf, dass er mehr überrascht denn erfreut war. Aus dem einzigen Kamin zeichnete sich bei der sich abzeichnenden Dämmerung heller Rauch auf. Die Hütte war bewohnt. Hier könnte er nach dem richtigen Weg fragen. Vor dem Eingang trennte er sich von seinen Brettern und ließ sie auf dem Schnee liegen.

Das Gebäude war ein geräumiges Blockhaus. Sollte es als Jagdhütte dienen, dann gehörte sie keinem Armen. Die Bewohner waren auf Besuch nicht eingestellt. So etwas wie eine Klingel gab es nicht. Auch starkes Schlagen gegen die dicken Balken der Türe versprach keine Anmeldung. Kurzerhand öffnete er die Türe. Sie schwang nach innen. Man war hier also auf große Schneeverwehungen eingerichtet.

"Hallo! Hallo! Ist da jemand?“, rief er in den dunklen Flur.

Er kam sich dabei dumm vor, hatte er doch den Rauch wahrgenommen. Aber ihm fiel nichts anderes ein, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine Frau in einem bunten Trachtenkleid erschien in einer beleuchteten Türe. Sie wischte sich die Hände an einer Schürze ab.

"Bitte?" Ihre Stimme klang nicht unfreundlich. Hoffnung auf schnelle Hilfe machte sich in Ihm breit.

"Ich habe mich verfahren. Können Sie mir weiterhelfen?

Die Frau drehte den Kopf nach hinten. "Sepp, schaust du mal, da ist jemand."

Ihre helle Stimme klang gar nicht ängstlich. Eine andere Holztür öffnete sich. Ein breitschultriger Mann mit einem schwarzen Vollbart schob sich in den Vordergrund. Sein dunkler Teint verriet, er hielt sich häufig draußen auf.

"Was können wir für Sie tun?"

"Ich habe die Piste verlassen und mich wohl -"

"Kommen Sie doch erst mal herein!“

Eine solche Einladung kam ihm gerade gelegen. Die Wärme, die sich hinter den dicken Balken hielt, war angenehm. Ein paar Minuten zum Aufwärmen, das war nicht schlecht. Er schälte sich aus seinen Skistiefeln und stellte sie neben den klobigen Schnürschuhen des Hausherrn. Er folgte dem Breitschultrigen in eine Wohnküche. Eine Handbewegung forderte ihn zum Sitzen auf.

"Ich heiße Walter Husmann."

Er versuchte, die ins Stocken geratene Konversation zu überbrücken. Das Ehepaar gab als Namen Sepp und Marie an. Den Namen des Mannes hatte die Frau ja laut genug gerufen. Husmann schilderte in kurzen Worten wie er in die jetzige Situation gekommen war.

"Und wie können wir Ihnen helfen?" Die Stimme der Frau drückte Mitgefühl aus.

"Können Sie mir sagen, wie ich auf dem kürzesten Wege wieder zur Piste komme?"

"Das wird schlecht gehen", sagte die sonore Stimme des Hausherrn. "Sie müssten erst ein Stück bergab. Wenn sie auf dieser Höhe bleiben, dann kommen Sie unzweifelhaft an eine Schlucht. Die ist etwas für Kraxler, nicht für Skifahrer."

"Wie weit muss ich denn hinab?"

Husmanns Stimme klang unternehmungslustig. "Ich glaube nicht, das Sie dies heute bei Tageslicht noch schaffen werden."

Sepp zeigte auf das Küchenfenster. Es wurde wirklich langsam Dunkel. Die Konturen der draußen stehenden Tannen begannen sich aufzulösen. Walter legte seinen ganzen Charme in seine Stimme

"Und wenn Sie mich eben ..."

Das Schütteln des bärtigen Kopfes ließ ihn stocken. "Das würde über eine Stunde dauern. Und dann der Weg zurück. Nein! Dann komme ich nicht mehr rechtzeitig zur Bescherung. Und das wollen Sie von mir doch nicht verlangen?"

>Mist!< An dieses bekloppte Weihnachtsfest hatte er nicht mehr gedacht. Der Gedanke, sich mit einem Schein aus der unangenehmen Situation heraus kaufen zu können, löste sich in Nichts auf. Unwillkürlich zogen sich seine Mundwinkeln nach unten. Er fühlte sich wie eine Wespe in einer Süßwasserflasche.

"Sie werden wohl hier bleiben müssen." Und weil sich das Gesicht des Gastes weiter verfinsterte setzte Sepp nach: „Oder wollen Sie in der Heiligen Nacht mit gebrochenen Knochen in der Kälte erfrieren?"

Natürlich wollte er das nicht. Aber mit dem Gedanken, hier die Nacht zu verbringen, konnte und wollte er sich nicht abfinden. Aber so sehr er auch überlegte, ein vernünftiger Gedanke stellte sich nicht ein.

"Ich mache uns allen einen starken Jagertee! Dann sehen wir weiter."

Der Holzstuhl wurde nach hinten geschoben und der stämmige Mann verschwand durch die Küchentüre. Gab es noch eine weitere Möglichkeit? Enttäuschung machte sich in Walter breit.

"Werden Sie denn nicht vermisst?"

Er war so in Gedanken versunken, dass Marie die Frage wiederholen musste. Daran hatte er noch gar nicht gedacht. Er schüttelte den Kopf.

"Ich habe denen im Hotel gesagt, dass ich dieses Weihnachts-Tralala nicht mitmache und was eigenes unternehme. Nein, ich glaube nicht."

"Was meinen Sie mit Weihnachtstralala?"

Ihre Stimme war freundlich. Auf jeden Fall war ihr nicht zu entnehmen, ob sie sich an seiner Bemerkung stieß, oder nicht. Irgendwie hatte er das Gefühl, so reden zu können, wie er dachte. Dennoch setzte er seine Worte überlegt. Er wollte als Gast nicht unhöflich sein.

"Ich bin doch zu Hause nicht dem ganzen Weihnachtsrummel entflohen, um hier in einen kleinen Kaff..." Er räusperte sich. "Entschuldigung! ...in einem kleinen Dorf dann genau so um den Weihnachtsbaum herum zu tanzen."

Walter sah in ein Paar verständnisvolle braune Augen.

"Was haben Sie denn gegen das Weihnachtsfest?"

"Alles!", sprudelte es aus ihm heraus. "Diese amerikanische Weihnacht. Es geht nur um Kommerz. Weihnachtmänner, wo man hinschaut. Wenn sie nicht singen, dann prügeln sie sich. Schon ab September kann man das ganze Weihnachtsklimbim in den Geschäften kaufen." Und weil Walter sich nicht verstanden fühlte, setzte er nach: "Marzipanbrote, Spekulatius, Printen, Stollen..." Husmann stockte, weil ihm die Beispiele ausblieben, die er so dringend benötigte. "Halt das Ganze, was man einem zum Kaufen anbietet. Und dann der ganze Reibach mit den Geschenken..." Walter atmete tief durch. Die nächsten Stichworte lagen parat. "Das ist doch nur Geschäftemacherei. Es geht um Umsatz, nur um Umsatz –nichts als Umsatz und Gewinn! Die Amerikaner haben es uns vorgemacht, indem sie den Weihnachtsmann erfanden. Nur um Weihnachten zu ökonomisieren. Und wir machen es ihnen nach."

Husmann hielt inne. Er hatte auch keinen Einwand erwartet. So glasklar sah er seine Beweise. Nur das verständnisvolle Lächeln, welches um ihre Lippen spielte, verunsicherte ihn. Nahm sie ihn nicht für voll, oder hielt sie ihn für einen meschuggen Großstädter? Sie wandte sich wieder ihrer Hausarbeit zu.

"Und was hat das alles mit Weihnachten zu tun?"

Die Überraschung, die in seinem Gesicht stand, blieb ihr so verborgen. Eigentlich war ihm dies recht. Er atmete tief durch und kratzte verlegen an seinem Kinn.

"Aber all das ist Weihnachten. Vielleicht kriegen Sie dies hier nicht..."

Die Frau überhörte Walters Spitzfindigkeit. Auf jeden Fall ließ sie sich in ihrer Arbeit nicht stören. "Sie meinen den Sack und schlagen den Inhalt."

"...den Sack?"

Husmann ärgerte sich im gleichen Moment, dass er wie ein Geisteskranker stammelte.

"Meine Frau meint, all das, was sie gerade gesagt haben, mit Weihnachten nicht das Geringste zu schaffen hat."

Der Hausherr musste schon eine Zeitlang dem Gespräch gelauscht haben. Er nahm einen Topf von der Wand, ließ aus mehreren Flaschen den Inhalt darin laufen und rührte alles langsam durch. Ein Geruch von Vanille, Zimt und Anis verbreitete sich in dem engen Raum. Er setzte den Topf auf eine Feuerstelle. Dann erst drehte er sich zu Walter um.

"All das, was Sie als Tamtam oder Tralala bezeichnet haben, hat mit dem Weihnachtsfest nicht das Geringste zu tun." Und als er in dem Gesicht des Besuchers Unverständnis las, fuhr er fort: "Weihnachten, das ist christliche Kultur. Das Gedenken an eine Person, von der wir annehmen, dass sie uns unsere Fehler vergeben kann. Die Weihnachtsbotschaft ist doch, dass die Überwindung von Zank, Streit und Gegensätzen friedlich ablaufen kann, egal welche Hautfarbe oder Region mit im Spiel ist. Orientierungslosen Menschen weist er einen Weg zu einem, wie immer der auch aussehen mag. Was wir als Erlösung bezeichnen, Tannenbaum, Krippe sind nur Symbole dieser Botschaft."

Walter Husmann stockte. So hatte ihm noch keiner Weihnachten erklärt. Aber so schnell wollte er nicht klein beigeben. Verzweifelt überlegte er, was er seinem Gegenüber entgegenhalten konnte. Langsam nahm ein Gedanke von ihm Besitz. Es war zwar kein schlagendes Gegenargument, aber doch besser als nichts. "Weihnachten ist ein Fest, ein christliches Fest. Und zu einem Fest gehören Gesang und Essen, Geschenke und Schenken. Dies ist der Konstruktionsfehler von Weihnachten. Dieses sind die Wurzeln, dessen kapitalistische Ergebnisse wir jedes Jahr vorgeführt bekommen - mit steigender Ausprägung."

Je mehr er aussprach, was er dachte, um so mehr ergriff die Überzeugung von ihm Besitz, Weihnachten so zu erklären, wie es richtig war. Sein Gegenüber verstummte. Das bot ihm Gelegenheit noch einmal das zu überdenken, was er gerade ausgesprochen hatte. Wortlos nahm der Bärtige den dampfenden Topf vom Herd, griff drei Humpen von einem Regal an der Wand, stellte sie auf die dicke Holzplatte des Küchentisches. Vorsichtig schenkte das dampfende Getränk ein. Dabei liefen beim Einschenken jedes Mal einige Tropfen an der Topfwand entlang.

"Kannst du nicht aufpassend?" Maries Stimme war auf einmal nicht mehr so sanft, wie zu Beginn der Unterhaltung.

Wortlos setzte Sepp den leeren Topf in eine Schüssel auf die Anrichte, ergriff einen Lappen und säuberte den Tisch. Mit ruhigem Blick schaute er Walter an.

"Das ist Ihr Denkfehler. Weihnachten ist eben kein Fest. Weihnachten ist Überlieferung und Überlieferung ist Kultur. Kultur muss überliefert werden. Wenn man Kultur nicht an andere Menschen weitergibt, dann stirbt sie. Irgendwann wird sich keiner mehr daran erinnern, wie es war. Wenn Sie aufhören, Weihnachten so zu praktizieren, wie es sein ursprünglicher Sinn ist, wenn Sie aufhören, es in seiner ursprünglichen Bedeutung an ihren Sohn weiterzugeben, dann werden die Leute es künftig wohl feiern – asketisch oder mit Völlerei – aber man wird den Sinn verloren haben, weshalb es einst entstand.

Marie merkte wohl die Betroffenheit und Sprachlosigkeit in Walters Gesicht. Sie zupfte an dem Strickpullover ihres Ehemanns. „Du könntest mir lieber ein wenig zur Hand gehen. Der Weihnachtsbaum ist sicher noch nicht fertig geschmückt, wie ich dich kenne. Und Holz holen, war das nicht deine Aufgabe?"

Murrend erhob sich Sepp. An dieser Stelle unterbrochen zu werden, gefiel ihm gar nicht. Wenig später hörte man ihn laut im Flur hantieren. Auch Marie arbeitete nun schweigend, Walter den Rücken zugewandt. Einige Minuten später verließ auch sie wortlos den Raum. Walter grübelte, in was für eine Situation er hier herein geschlittert war. Aber das, was der Bärtige ihm gesagt hatte, ging ihm nicht aus dem Kopf. So, wie dieser die Worte gewählt hatte, war er auf dieses Thema wohl vorbereitet. Walter war bestimmt beim Dorfpfarrer gelandet. Wobei ihm dabei unklar war, warum dieser ausgerechnet hier wohnte. Der Blick nach draußen unterstützte seine Ahnung, dass er die Nacht, ob heilig oder nicht, hier verbringen musste. Leichter Schneefall begrub auch die letzte Hoffnung, heute hier herauszukommen. Hier absteigen zu dürfen, bedeutete Dankbarkeit gegenüber seinen Herbergseltern. Dispute um den Sinn von Weihnacht wollte er zurückstecken. So wichtig war im Weihnachten nicht. Seine Gastgeber würden wohl ein paar Stunden ruhig am Baum sitzen wollen, um das zu feiern, was sie unter Weihnachten verstanden. Er würde sich dazu setzen oder nicht. Walter beschloss, das Beste aus dieser Situation zu machen und jede Unstimmigkeit zu vermeiden.

Der Weihnachtsbaum stand in der guten Stube. Walter hatte auch nichts anders erwartet, als Marie ihn eindringlich bat, mit ihnen in den Raum und an den Weihnachtsbaum zu treten. Es war eine einfache Fichte, ohne Lametta, Girlanden und Kugeln. Sein Hauptschmuck, der dem Betrachter sofort ins Auge fiel, war ein Posaune blasender Engel. Er hatte auf der Baumspitze Platz genommen. Man hatte ihn aus Weidezweigen gewunden, und die Zweige dann mit einer goldenen Farbe gestrichen. Erst als Walter seinen Blick schweifen ließ, erkannte er die vielen Plätzchen, die an dünnen Fäden von den Zweigen der Fichte baumelten. Andere Süßigkeiten sah er nicht. Ein Schmuck, wie für Kinder, ging es ihm durch den Kopf. Kerzen trug dieser Baum nicht. Rechts und links von ihm standen zwei schlichte, aber gewaltige Kerzen, wie man sie bei Altären vorfindet. Sie waren mit einigen kleineren Wachslichtern, die auf dem Tisch standen, die einzige Beleuchtungsquelle. Dadurch wurde der Raum in einen um den Baum beleuchteten Teil und einen in Schatten und Halbschatten liegendes Stück geteilt. Durch das Flackern der Flammen befanden sich die Konturen des Raumes in ständiger Bewegung. Glücklicherweise lagen keine Geschenke unter der Tanne. Wenigstens diese Zeremonie blieb ihm also erspart.

„Du hast dir viel Mühe gegeben", hörte er Maries Stimme. "Er gefällt mir. Ich glaube, jetzt kannst du Peppel hereinholen."

Der Bärtige nickte schweigend und verließ den Raum. Peppel? Wer zum Himmel ist Peppel? Waren Sie doch nicht alleine? Oder hatte er nicht verstanden, warum man einen Sepp holen sollte? Walter hatte auf einmal das Gefühl, überflüssig zu sein. Sein Schweigen wurde erst durchbrochen, als sich die Türe öffnete und ein Kinderbett von Sepp in den Raum geschoben wurde. Das Kinderbett war an den Seiten offen, nur von einigen dünnen Stäben eingefasst. Walter konnte so das Kind sehen, welches in ihm lag. Es war etwas größer als Kinder, die gewöhnlich in einem solchen Bett lagen. Er schätzte das Alter auf fünf, sechs Jahre. Das Kind hatte seinen Kopf dem Weihnachtsbaum zugewandt. So konnte Husmann nicht erkennen, ob es sich um ein Mädchen oder um einen Jungen handelte.

"Das ist aber ein schöner Baum!"

Es war zweifelsfrei die Stimme eines Knaben. Eine solche Stimme hatte Husmann aber noch nie vernommen. Sie klang gar nicht kindgemäß. Sie erfüllte den gesamten Raum, so dass man die Herkunft des Klangs überall vermuten konnte. Die Aussprache war so akzentuiert und gelassen, als hätte das Kind eine langjährige Sprachausbildung genossen. Walter war von dieser Stimme so angetan, dass er sich aufrichtete und seine Aufmerksamkeit auf dieses Kind richtete.

„Ich habe mich so darauf gefreut. Danke. Schön, das wieder Weihnachten ist. Ich habe es mir so sehr gewünscht. Ist es da?"

Allein dem Klang dieser Stimme zu folgen, war für Husmann ein Hörgenuss. Und die Klarheit, oder war es die Abgeklärtheit dieser Stimme, die ihn gefangen nahm?

Die Mutter trat an das Kinderbett, beugte sich nach vorn und streichelte zärtlich über die Locken des Jungen. "Wir werden es sehen. Warte es ab!" Dann wandte sie sich Walter zu und ihre Stimme nahm einen erklärenden Ton an: "Wissen Sie, Peppel hat eine Muskelkrankheit. Seit seiner Geburt hat er dieses Bett nicht verlassen."

"Und wann wird er wieder genesen?" Husmann versuchte den Klos im Hals herunterzuschlucken.

Marie schüttelte traurig ihren Kopf. Walter sah, wie sie selbst gegen eine Gefühlswallung ankämpfte. Trotzdem rann eine verlorene Träne über ihre Wange. Seine Frage hatte die Aufmerksamkeit des Kindes auf ihn gelenkt. Ein fürchterlicher Schrei erfüllte die gute Stube. Walter schreckte auf.

"Mami! Papa! Das Christkind ist da." Die Stimme des Kindes überschlug sich. "Ich habe es gewusst! Ich habe es gewusst! Ich habe es die ganzen Jahre über gewusst! Nun ist es da! Oh Herr im Himmel, ich danke dir, das du es zu mir geschickt hast."

Das Kind hatte, während es diese Worte ausstieß, in Husmanns Richtung geschaut. Die Gestik war so überzeugend, dass Walter glaubte, jemand hätte unbemerkt hinter ihm den Raum betreten. Doch da war nichts, nur eine geschlossene Türe. Er richtete den Zeigefinger seiner rechten Hand gegen sich und hob fragend die Schultern. Die Gestik des Kleinen war eindeutig. Er war gemeint. Nach einer Erklärung suchend, schaute er an sich herunter. Er trug noch immer seinen Ski-Overall. Es war aus Gorotex gefertigt. Der Anzug hatte zwei schmale blaue und rote Streifen, die parallel vom Hals seitwärts über die Brust verliefen, unter den Armen verschwanden, um sich im Rücken in Hüfthöhe zu vereinigen. Der Rest der Kombination war weiß. Zögernd trat er nach vorne. So erfreut war Husmann noch nie von einem Kind angesprochen worden. Und wieder vernahm er das Timbre einer Stimme, die ihn faszinierte und näher zog.

„Mein sehnlichster Weihnachtswunsch ist endlich in Erfüllung gegangen. Ich habe jede Nacht gebetet, das du kommen mögest. Und nun bist du da!"

Der Knabe klatschte vor Begeisterung immer wieder in seine Hände. Dabei hüpfte er so weit es ihm möglich war auf und ab, wie es Kinder zu tun pflegen, sie etwas nicht erwarten können. Die Stimmbänder in Husmann Kehle schienen erstarrt. Hilflos räusperte er sich, was aber an seiner Sprachunfähigkeit nichts änderte. Wortlos nickte er zustimmend. Das Kind hatte von Christkind wohl auch keine Äußerung erwartet, denn es bemerkte Husmanns Sprachlähmung in seiner Begeisterung nicht.

„Musst du gleich wieder gehen?“

Walter schüttelte seinen Kopf. Versteckt suchte er nach Feuchtigkeit in seinem Mund. Aber es gab keine.

"Ich kann verstehen, dass du noch viel zu erledigen hast. Heute in der Heiligen Nacht."

Aus der Kinderstimme klang eine Einsicht, wie man sie bei Kindern dieses Alters nicht vermuten würde. Husmann schaute in ein lächelndes Kindergesicht, aus dem ihn zwei braune Augen anschauten. Augen, in dem nicht anderes zu lesen war als Begeisterung, reine Begeisterung und Freude. Er hatte gerade seine Stimmbänder wieder soweit angefeuchtet, dass er leise sprechen konnte. Er wollte gerade erklären, warum er sich hier aufhielt, als die Worte des Kindes ihn erneut erschütterten. Die Sätze wurden so belanglos ausgesprochen, aber ihr Inhalt war so brutal, dass sich seine Rückenhaut jäh zusammen zog.

"Weißt du, ich habe eine schlimme Muskelkrankheit. Mami hat mir gesagt, es kann nicht besser werden." Und nach einer kleinen Pause fuhr er fort: "Ich werde auch nicht so alt, wie die anderen Kinder." Die kleinen Schultern zuckten resignierend , und die Stimme nahm einen altklugen Tonfall an: "Was soll's. Ich habe mich damit abgefunden."

Peppel streckte ihm seine Hände erwartungsvoll entgegen, so als erhoffte er, auch die Arme des Christkinds hingestreckt zu bekommen. Hilflos suchte Husmann den Blickkontakt zu Marie und Seppl. Er sah in ihren Gesichtern ein stilles Lächeln, in dem sich Zufriedenheit spiegelte. Er ergriff die kleinen Hände. Eine angenehme Kühle flutete durch seinen Körper. Langsam gewann er wieder an Fassung. Aber das Kind schien von seinen Gefühlswallungen nicht gemerkt zu haben.

"Liest du mir die Weihnachtsgeschichte vor? Oder hast du keine Zeit mehr? Ich hätte dafür Verständnis.“

Fragend, mit Angst in den Augen, schaute ihn das Kind an. Seine Hände klammerten sich an die des Christkinds, so als wollte es diese im Leben nicht mehr loslassen. Auch wenn es eine Möglichkeit geben würde, diese Blockhütte zu verlassen. Nun hatte es keine Kraft mehr dazu. Er nickte schweigend. Sepp schob den schweren Wohnzimmerstuhl an das Kinderbett. Nur die Stäbe des Gitters trennten nun das Kind vom vermeintlichen Christkind.

"Nein, ich bleibe heute die ganze Nacht hier. Bei dir."

Während Walter dies sagte, schüttelte er sein angegrautes Haar. Zum ersten Mal, seit er sich in dieser Holzhütte aufhielt, fühlte er sich wohl. Und mit Erleichterung stellte er fest, dass er nicht nur die Wahrheit sagte sondern auch so empfand.

"Mami! Papi! Habt Ihr es gehört? Das Christkind bleibt die ganze Nacht hier. Darf es doch! Oder? Bitte! Bitte!"

Angst machte sich bei den letzten Worten in der klangvollen Stimme breit. Aber als es die Eltern nicken sah, hellte sich sein Gesicht sofort wieder auf. Diese Zustimmung war der Auftakt, das Christkind für sich alleine, nur für ihn, in Beschlag zu nehmen. Mit errötenden Backen zeigte Peppel auf ein Lesebuch, welches am Fußende des Betts lag. Walter ergriff den verlesenen Sammelband, auf dem in großen Sütterlin-Buchstaben stand: >Geschichten für Kinder zur Weihnachtszeit<. Er schlug das Buch auf. Es war alt. Die vielen Eselsohren verrieten den häufigen Gebrauch. Mit schnörkelhafter Schrift stand die Überschrift der ersten Geschichte: "Weihnachtsgeschichte".

Er las den Titel vor. "Diese?"

Das Kind nickte heftig. Nichts kam nun über seine Lippen. Peppel blickte ernsthaft und konzentriert, als wäre es ihm bewusst, was sich nun abspielte. Er war das einzige Kind auf Erden, dem heute von Christkind vorgelesen wurde. Nur ihm allein. Husmann rückte eine der großen Kerzen näher zu sich. Das Gewirr von Zeichen löste sich auf. Die einzelnen Buchstaben nahmen Formen an und waren genau zu erkennen. Ganze Sätze bildeten sich. Stockend begann er zu lesen. Es gab kein Geräusch, das seine Stimme behinderte.

"Und es begab sich zur Zeit des Kaisers Augustus, dass...“

Während er vorlas, stürmten längst vergessene Bilder in sein Gehirn. Bilder, in denen sein Vater ihm die gleiche Geschichte vorgelesen hatte. Und während er die Seiten nach und nach umblätterte, machte sich in ihm die Erkenntnis breit, was der wirkliche Sinn von Weihnachten war.

Er wusste nicht mehr, wie lange er Geschichten vorgelesen hatte. Der Junge lag mit einer konzentrierten Entspannung in seinem Bett, so als genösse er das, was er sich ein Leben lang gewünscht hatte. Und das wurde nun endlich wahr. Jedes Mal, wenn Walter meinte, der Knabe sei eingeschlafen und er deshalb im Vorlesen stockte, schaute er in bittende Kinderaugen, doch weiter fortzufahren. Bitte bloß nicht aufzuhören. Was für ein Weihnachtswunsch? Husmann merkte den Zeitpunkt nicht, an dem seine Kräfte schwanden und er über dem Sammelband einschlief. Auf jeden Fall nahm er nicht mehr wahr, wie die Hand des Kindes die Seine ergriff und festhielt, als gelte es, einen Schatz festzuhalten.


 

An ersten Feiertag des Weihnachtsfestes war die Piste überfüllt, wie eh und je. Jeder brauchte nach den opulenten Mahlzeiten Bewegung. Auch das Wetter spielte mit. Der Neuschnee, der letzte Nacht gefallen war, hatte das Skivergnügen erhöht. Nur das lange Warten an den Liften trübte ein wenig die Stimmung. Husmann war den ganzen Tag nervös. Im Hotel hatte er auf seine Fragen hin erfahren, dass es eine Holzhütte in diesem Teil des Berges nicht gebe. Bestimmt nicht. Er meinte bestimmt eine andere Stelle im Berg. Nein, er müsste sich irren, ohne Zweifel. Ein altes Faktotum des Hotels, das Schuhe putzte und sonst jedem zur Hand ging, wusste allerdings zu berichten, dass es in seiner Jugendzeit irgendwo da oben eine Holzhütte gegeben hätte. Aber nicht so groß, wie Husmann sie schilderte. Waldarbeiter hatten darin bei schlechtem Wetter Zuflucht gesucht. Er glaubte aber, diese sei bei einem Schneesturm um die Weihnachtszeit zerstört worden. Die Bewohner, eine Familie mit einem Kind, waren dabei umgekommen. Ob es sich dabei um einen Sohn gehandelt habe, wusste der alte Mann nicht mehr. Auch an eine Krankheit des Kindes schien er sich nicht zu erinnern.

Husmann befuhr die Abfahrt immer wieder. Vergeblich suchte er die Stelle, wo er die Piste am Heiligen Abend verlassen hatte. Dort, wo er meinte den Pulverschnee bedeckte Hang zu finden, standen nur Bäume, gewaltige Bäume. Bäume in ihrer Mächtigkeit, vergleichbar mit dem, was er vor Kurzen noch mit Skiern überklettern musste.

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