Heike Henning

Wie der kleine Igel und seine Freunde... Kapitel 3 und 4

Wie der kleine Igel und seine Freunde dabei halfen, das Virus zu besiegen


3.Kapitel – Die Häschen haben Hunger – was nun?

"Stopp!", dem kleinen Igel war gerade eingefallen, dass die Patienten in Quarantäne ja gar nichts zu fressen hatten! "Die Hasenfamilie muss mächtigen Hunger haben!", stellte er erschrocken fest und der schwarze Maulwurf Moritz wurde mit einem Mal ganz blass.

 

"Du Schreck, du Schreck!", krächzte über ihm die Krähe, die alles mit angehört hatte.

 

"Jaaa, aber nur der Walddoktor oder Fräulein Meise, die Krankenschwester dürfen hinein!", mahnte Frau Eule. "Dabei müssen sie Schutzmasken tragen und ihre Körper völlig bedecken, denn auch ihre Gesundheit ist wichtig." Abwechselnd öffnete und schloss der kluge Vogel nun seine Augen, und die Tiere bemerkten, dass auch eine Eule aufgeregt sein konnte.

 

"Mman möchte in einem Eerdloch vversinken!", jammerte Moritz und ließ seine Schaufelarme traurig herabhängen.

 

"Das bedeutet, es darf kein anderer in das Hasenhaus hinein. Aber wer soll der Hasenfamilie dann das Futter bringen?", überlegte das Igelchen laut. "Halt, ich habe eine Idee!" Der Igel hob dabei seine kleine Tatze, als wäre er in der Schule, um sich zu melden. "Ich hab's! Wenn wir nicht ins Hasenhaus hinein können, dann soll Papa Hase eben aus dem Haus herauskommen! Natürlich sind wir alle dann schon weg, schwubbdiwubb, über alle Berge!", fügte der Igel schnell noch hinzu.

 

"Geniaal, kraa, kraa, geniaal!", krächzte die Krähe, das sollte heißen: "Eine gute Idee!"
 

Und sogar Frau Eule hatte nun ihre großen Augen beide geöffnet und zwinkerte sichtlich zustimmend.

 

"Aaber was ffressen denn die Hhasen eigentlich?", wollte Moritz wissen, denn er hielt sich vorwiegend unter der Erde auf und hatte deshalb einige Wissenslücken.

 

"Na Mohrrüben und frische Kräuter!", riefen die anderen belustigt, denn das wusste in Wald und Garten doch ein jeder.

 

"Daran haben wir nicht gedacht!", stöhnte das Igelchen, "Woher bekommen wir denn die Mohrrüben?"

 

Alle blickten gespannt zu Frau Eule, doch diesmal wusste sie keinen Rat, was äußerst selten vorkam.

 

"Wweiß ich, wweiß ich!", stammelte Moritz plötzlich. "Ssie wachsen uunter der Eerde! Drüben im Garten ist ein großes Mohrrübenbeet, das Tante Emmi angelegt hat. Dort kann man dieses, für Hasen leckere Gemüse, ernten!"
Vor Begeisterung hatte der kleine Maulwurf sein Stottern wiedermal vergessen.

 

"Die Idee ist Klasse!", riefen die Tiere begeistert und spendeten Moritz einen spontanen Beifall.
 

Nur der Igel hatte Bedenken. "Dann ist ein Teil von Tante Emmi's Ernte zunichte", überlegte er laut und man sah ihm deutlich an, dass er sich unwohl fühlte.
 

"Papp-papp-papperlapapp!", entgegnete Moritz entschieden. "Es ist iimmerhin ein Nnotfall. Dieser Virus mmuss bekämpft werden, sonst wwerden wir alle krank! Und wwas sollte Tante Eemmi ohne unsere Hilfe im Ggarten tun? Ddu, Igelchen, vernichtest vviele Schädlinge uund ich llockere die Eerde, damit sich die Wwurzelnde r Bbäume und Pflanzen gut aausbreiten können! Aaußerdem hat sie noch Bbuschbohnen, Zzuckererbsen und Rrote Rrüben!"

 

"Danke, mein Freund, Du hast mich wieder einmal überzeugt. Der Kampf gegen die schlimme Krankheit steht hier an allererster Stelle. Das würde wohl auch Tante Emmi einsehen." Der Igel war nun beruhigt und zwinkerte seinem Freund vertraulich zu.

 

"Ich fliege, ich fliege, kraa, kraa, verbreite die Kunde - na klaar!", krächzte die Krähe und erhob sich sofort in die Luft.


4.Kapitel – Die Futteraktion der Tiere

Nun galt es auch für die anderen, keine Zeit zu verlieren. Emsig suchten die Wald- und Gartenbewohner Kräuter und frische Gräser für die Hasenfamilie. Maulwurf und Igel machten sich mit einem großen Karren auf, zum Mohrrübenbeet. Kaum angekommen, sah man, wie "Moritz-Buddelflink" in der Erde wühlte und wühlte und wühlte - denn nur er wusste, wo die leckersten Mohrrüben wuchsen.

Als eine gute Hasenmahlzeit geerntet war und alle Gräslein und Kräutlein eingesammelt, eilten die hilfsbereiten Tiere zum Hasenhaus. Unterwegs wuschen sie sich ihre Tätzchen, Pfötchen und Beinchen sorgfältig im klaren Waldbächlein. Anschließend verteilte die Krähe Atemschutzmasken, die sie aus der Wald-Notfallstation besorgt hatte:
 

"Für jeden eine, kraa, kraa, aufsetzen bitte - startklar!", forderte sie geschäftig.
 

Frau Eule zählte durch und achtete sehr streng darauf, dass jedes Tier die Maske genau nach Vorschrift anlegte. 
 

"Es muss sein, es muss sein!", krächzte die Krähe, "Sie wird uns schützen, uns schützen!"
Dabei schlug sie aufgeregt mit ihren schwarzen Flügeln.

 

"Ihr dürft den Hasen auf keinen Fall nahe kommen, sonst hat das Virus ein leichtes Spiel!", mahnte auch Frau Eule so lange, bis es wohl ein jeder begriffen hatte.

 

Sorgfältig und mit ausreichend Abstand kletterten die Tiere nun über den großen Zaun und legten das Futter vor die kleine Tür des Hasenhauses. Dann entfernten sie sich leise und freuten sich, ein gutes Werk getan zu haben.

 

"Ach, hoffentlich werden die Häslein wieder gesund!", wünschten sie sich alle. Danach ging jeder für sich, nachdenklich-träumend, seiner Wege.

 

Am nächsten Morgen wurde das Igelchen ebenso unsanft geweckt, wie schon einen Tag zuvor.
Diesmal war es aber die Krähe, die mit ihrem spitzen Schnabel laut ans Holzdach des Igelhauses hämmerte: "Waldpost ist da, Waldpost ist da, kraa, kraa!"
Und schon flatterte eine kleine, bunte Zeitung durch's geöffnete Fenster.

 

"Aah, die Zeitung der Wald- und Gartenbewohner ist da!", freute sich das Igelchen und staunte. Gleich ganz vorn, auf der allerersten Seite, leuchtete ihm ein großes Foto entgegen.

"Das bin ja ich! Und neben mir Moritz und alle anderen Helfer!" Das Igelchen klatschte begeistert in die Pfötchen, setzte seine kleine runde Brille auf und begann, den langen, dazugehörigen Text zu lesen. Es gab viel Lob für die kleinen Helfer. Da stand, sie wären mutig und sehr hilfsbereit. Uneigennützig hätten sie der Hasenfamilie geholfen und somit ihren Teil dazu beigetragen, die schlimme, ansteckende Viruskrankheit zu bekämpfen.

 

Weitere Kapitel dieser Kindergeschichte sind hier auf e-stories, unter dem Autorennamen Heike Henning zu finden.
Heike Henning, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.06.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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