Günter Weschke

Alhambra

Der unsichtbare, schwere Duft, den Zypressen verströmen,
legt sich, einem Nebel gleich, über die blühenden Gärten der Alhambra.
Dort, im heißen spanischem Süden, erklingen plötzlich Gitarren Klänge,
zirpenden Grillen gleich, versuchen sie, eine Melodie aus den Boden zu stampfen.
Das Staccato von Kastagnetten ertönt, mit aufgesetzten Schritten erscheint -Isabella de la Punta-, eine schwarzhaarige Schönheit, die mit anmutigen Schritten, zur Gitarren-Kastagnetten Melodie, einen temperamentvollen Tarantella auf den Boden Stampft.
Mit tänzerischen, übermütigen Posen, dabei ihren Rock raffend, der fast bis zum Ende ihrer wahnsinnig, langen Beine aufgeschlitzt ist, versucht sie, die schon jetzt aufgeheizte Stimmung, mit drei gekonnten Spagats, auf den Höhepunkt zu bringen.
Olé, Olé, Olè, Senorita,
Don Pedro de la Cavallo, ihr ständiger Tanz Partner, betritt die kleine Arena. Es ist still geworden.
Plötzlich nur zwei Kastagnetten, erst etwas langsam, dann schneller werdend, vereinen sie sich jetzt mit den Gitarren, die Besucher sind aufgestanden, denn jetzt kommt das Finale der Show.
Pedro umkreist die in der Mitte stehende Isabella, sie scheint uninteressiert und fächelt sich, mit dem Fächer, etwas Abkühlung zu.
Er hebt die Arme über seinen Kopf, wirft den Kopf in den Nacken und beginnt seinen gewaltigen Auftritt mit kleinen Schritten, die wie ein Maschinengewehr, auf den Boden aufstampfen, Isabella streckt ihre Arme aus, Pedro ergreift sie, reißt sie an sich, und beide wirbeln im rasendem Rhythmus, durch die Arena.
Das Publikum ist fasziniert und jubelt am Schluss den Beiden minutenlang zu.
Beide sind außer Atem, aber überglücklich, man reicht ihnen ein Glas Champagner, Viva, Viva , Viva, Olè Espania!
Ein wundervoller Abend geht zu Ende.
Die Gäste verlieren sich auf den schmalen Wegen der Alhambra, der Mond lächelt mild und die Düfte der Blumen, legen sich auf das Haar der Damen, bei jeder ihrer Bewegungen, atmet es ihr Liebster ein.




 

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