Heinz-Walter Hoetter

Gedanken zum Sonntag

Morgen, heute, gestern

 

 

Gestern war der Tag vor heute. Eine Aussage, die nicht bewiesen werden muss.

 

Der gestrige Tag liegt also schon in der (gedachten) Vergangenheit und entfernt sich mit jedem Tag immer mehr vom heutigen Tag (jedenfalls kalendarisch gesehen).

 

Wir wissen aber, dass die Gegenwart immer konstant (unverrückbar) gegenwärtig ist. Somit ist klar, dass das Heute nur in der Gegenwart erlebbar für uns stattfindet bzw. stattfinden kann. In der Vergangenheit lebt man nur in den Erinnerungen an die man hier und da zurück denken kann, wenn einem danach ist. Diese Vergangenheit ist nur gedacht real. Auf Dauer kann niemand nur in der Vergangenheit leben, sonst verpasst er die Gegenwart.

 

Wohin ist dann aber der gestrige Tag gegangen und wo kann man ihn verorten bzw. denn nun wiederfinden?

 

Richtig! Nur auf einem Kalender (mal abgesehen davon, dass man sich an den gestrigen Tag vielleicht noch wegen eines bemerkenswerten Ereignisses erinnern kann).

 

Der vergangene Tag, also der gestrige Tag, befindet sich tatsächlich immer noch auf dem Kalender (als eingetragenes Datum) und somit noch für alle sichtbar in der Gegenwart. Der vergangene Tag ist nur kalendarisch vergangen und existiert nur noch in den biologischen Erinnerungen unseres Gehirns oder als abgespeicherte Daten in elektronischen Medien. Vergangene Tage sind also noch da, aber nicht mehr real erlebbar wie das Heute. Also ganz verschwinden tun gestrige Tag demnach auch nicht.

 

Morgen ist der Tag, der dem heutigen Tag folgt und somit noch in der Zukunft liegt. Morgen beginnt immer die Zukunft und diese Zukunft beginnt nachts um Null Uhr. Wer in der Nacht um 1 Uhr aufwacht, befindet sich somit schon eine Stunde in der Zukunft (von heute aus gesehen) und damit bereits in einem neuen Heute. Das alte Heute ist vergangen und war gestern. Allerdings ist die Zukunft auch immer unsere Gegenwart (und auch die Vergangenheit ist Bestandteil der Gegenwart).

 

Wie sagt man noch? Die Leute von heute werden morgen die Leute von gestern sein. Das stimmt haargenau.

 

Ich sage immer: „Das Heute ist ein Geschenk. Das Morgen ein großes Rätsel und das Gestern, das ist zur Geschichte geworden.“

 

Wir altern auch nicht von heute auf morgen. Nicht die Zeit (die es eigentlich gar nicht gibt) lässt uns altern, sondern wir altern in der Zeit bzw. in der Gegenwart, in der wir leben und sterben müssen.

 

Biologisch betrachtet altern wir schon von der ersten Sekunde unserer Zeugung ab, also bevor wir geboren werden.

 

Auch der erwachsene Körper entledigt sich mithilfe des programmierten Zelltods Tag für Tag rund zehn Milliarden verbrauchter oder beschädigter Zellen. Dadurch entsteht Platz für neue Zellen. Wenn sich bei alternden Zellen im Laufe der Zeit immer mehr Schäden anhäufen, sodass diese Schäden nicht mehr beseitigt werden können, können sich die Zellen nicht mehr regenerieren und der Körper altert. Somit bedeutet Leben auch immer altern, denn ohne altern gäbe es kein Leben.

 

Das Leben zu verstehen, ist nicht einfach. Aber wenn wir unser gegenwärtiges Leben verstehen wollen, dann muss man auf jeden Fall auch die Vergangenheit mit einbeziehen, wie wir ganz allgemein gelebt haben. Wenn der Mensch darüber nachdenkt, wie er sein zukünftiges Leben leben soll (oder möchte), dann muss er stets seine gegenwärtige Lebensführung klar und ungeschminkt (kritisch) betrachten, um diese eventuell zu ändern bzw. überhaupt ändern zu können

 

Noch ein kleines Gedicht zum Schluss meiner sonntäglichen Gedanken über das Gestern, das Heute und das Morgen.

 

 

Gestern, heute, morgen

 

Das Heute ist die Gegenwart.

Das Gestern wird zum Traum.

Das Morgen ist noch ganz zart.

Alles fließt durch Zeit und Raum.

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

 

 

Guter Rat muss nicht teuer sein

 

Tu heute etwas, sonst wirst du morgen leben wie gestern!

 

 

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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