Igo Dieter

leichter Lesestoff

LIEBESPAAR
Die Sterne funkelnden in der lauen Nacht auf die stille Erde hernieder. Ruhe und Stille war aber nicht nur über dem Meer, das den Sternenglanz erwiderte, nicht nur über den Bäumen, welche sich schwarz und geheimnisvoll gegen den Himmel kaum merkbar abzeichneten. Sie war auch in unseren Herzen. Wir standen am offenen Fenster, spürten den lauen Nachtwind, der uns streichelte, uns liebkoste. Wir spürten die Sanftheit und Romantik des Augenblickes.
Meine Hände berührten Sie leicht und liebevoll. Meine Finger spürten die Zartheit ihrer Haut, sie fühlten ihre Wärme und gaben mir das Gefühl der Magie des Augenblickes weiter.
Sie war so schön. Sie drehte leicht ihren Kopf in meine Richtung, blickte zu mir auf und ihr Mund öffnete sich leicht zu einem Kuss. Ich führte meine Lippen langsam zu den ihren. Die Sterne, der laue Nachtwind und das Meer sollten Zeuge sein. Ich berührte ihre Brust, sie berührte meine Hüften. Ihre Hände begannen nun den Weg zu nehmen der …
Ich öffnete die Augen. Scheinwerfer, Gerede, Lärm, rhythmisches Blaulicht, besorgte Gesichter. Erst jetzt fiel mir wieder ein wie ein Wagen auf mich zukam, der Unfall, Schwärze.

Die letzten Momente vor dem Tod sind oftmals gnädig!




ALIENS
Die Spannung war UNERTRÄGLICH. Ich wusste, in ein paar Minuten werden die Aliens mir gegenüberstehen. Mein Atem ging schneller. Schweißperlen standen auf meiner Stirn. Noch war es ruhig, doch…. Ich war vorbereitet. Ich wusste was mich erwartete, und doch …Und schon ging es los. Direkt vor mir diese widerlichen Aliens, grotesk anzusehen. Nicht einmal Augen in denen man blicken kann. Ihr äußeres Skelett ist fast undurchdringlich. Sie haften an der Decke wie Fliegen, ihr Blut ist reine Säure. Sie brauchen keine zusätzlichen Waffen, denn sie sind selbst die furchtbarste Waffe. Da ich habe schon wieder einen niedergestreckt. Meine Kernlosen Explosivgeschosse mit Tachyonenpartikel der neusten Generation können sie töten. Da wieder einer, und noch einer. Meine Waffe spuckt fast ununterbrochen den Tod für diese Kreaturen. Es wird um mich herum immer lauter. Grässliche Geräusche und Schweißgeruch umgeben mich!
Jetzt habe ich einen Moment nicht aufgepasst – es hat mich,…

Mist, schon wieder muss ich einen Euro in die Arcadespielekonsole werfen. Beim nächsten Mal passe ich aber besser auf!




APOKALYPSE
Es war ein Arbeitstag wieder jeder andere Arbeitstag. Die Welt war heil und – eben wie immer – voller Arbeit und Geschäftigkeit. Mein Leben glich dem Leben von vielen Anderen, ich war nichts BESONDERES oder „BESSERES“. Alles ging seinen gewohnten Gang! Doch auf einmal – ohne Vorankündigung, ohne Warnung, wurde unsere Stadt erschüttert. Die Gebäude brachen ein, Tausende und Abertausende versuchten zu fliehen. Doch meist vergebens. Man versuchte die Kinder zu retten, man versuchte dem unbekannten Angreifer Gegenwehr zu leisten- doch alles war umsonst. Innerhalb weniger Minuten war meine, unsere Welt zerstört. Die Gebäude waren vernichtet, unzählige Leben für immer dahin. Unsere Soldaten, unser Heer waren nutzlos und geschlagen. Es war die Apokalypse!
Nur wir wenigen die am Leben blieben können einen Neuanfang versuchen, aber….

Das kleine Kind, das gerade den Ameisenhügel zerstörte, rannte zur Mutter und weinte, den ein paar Ameisen besprühten das Kind mit Ameisensäure als es gerade den Hügel verwüstete!



 

WIEDERGEBURT

 

Ein Schüler las viele Bücher über die Wiedergeburt! In denen stand vieles vom Geist, der Seele, dem Energieerhaltungssatz, der Bestimmung, den Nahtoderlebnissen.
Schließlich ging er zu seinem Meister und erzählte ihm:
„Der Geist kann nicht verloren gehen. Denn wenn etwas ist, kann es nicht verschwinden!“
Der Meister sagte nichts. Er deute seinen Schüler mit ihm zu kommen. Bei einem Bach  blieben sie stehen.
Der Meister streckte den Schüler eine Flasche hin und sagte. „Nimm meine Flasche und fülle sie mit Wasser.“
Der Schüler tat wie ihm geheißen. Der Meister nahm sie und sie gingen einen weiter. Da nahm der Meister eine zweite Flasche und ließ diese leere Flasche den Schüler auf den Boden stellen.
Als der Schüler dies getan hatte, warf der Meister die volle Flasche zu Boden. Die Flasche zerbrach in tausend Teile, das Wasser versickerte.
„Nun, sagte der Meister zu Schüler, wie lange wird es wohl dauern, dass genau dieses Wasser sich in der anderen Flasche sammelt? Sieh die Flaschen als Körper, das Wasser als deine Energie. Das Wasser kann auch nicht verloren gehen, denn es IST! Es mögen irgendwann einzelne Tropfen wieder den Weg zurück in irgendeine Flasche finden, doch es ist unwahrscheinlich irgendwann, zu irgendeiner Zeit oder an irgendeinen Ort wieder alle gleichen Tropfen in der Flasche zu haben.
Darum ist die Gegenwart auch so wichtig. Weil nie mehr etwas so sein wird wie es ist“

FRAGE

Warum wollen die meisten Menschen nach dem Tod wieder geboren werden? Die meisten Menschen haben aus dem derzeitigen Leben schon nicht wirklich etwas gemacht! Wollen sie mit aller Gedankenkraft die unterdurchschnittliche Mittelmäßigkeit fortsetzen?



WEISSAGUNG

Ein Meister wurde gefragt ob er die KUNST der WEISSAGUNG beherrschte. So sagte er: „Ja, natürlich. Meine WEISSAGUNGEN treffen immer zu. Ich kann in die Vergangenheit blicken und in die Gegenwart sowie in die Zukunft!“
Der Schüler bat den Meister um die Gunst der Weissagung für ihn und seine Freund!
Der Meister willigte ein.
Drei Freunde des Schülers und zwei Freundinnen kam und lauschten gespannt.
Der Meister schloss die Augen. Nur schwacher Lichtschimmer umgab sie in der Dunkelheit.
Da sprach der Meister:
„Zuerst sehe ich in die Vergangenheit. Ich sehe das ihr geboren wurdet. Ich sehe das ihr Eltern habt und auf diesen Planeten zur Welt gekommen seid. Zwei von Euch wurden als Mädchen geboren, drei als Knaben. Nun sehe ich in die Gegenwart. Ihr seid in meiner Nähe und es ist nur ein schwacher Lichtschimmer, der den Raum erhellt. Ich sehe in die Zukunft. Ihr werdet alle sterben.“
Der Schüler und seine Freunde wussten nicht so recht was sie sagen sollten.
Da sagte der Schüler: „Meister, war das alles?“
Der Meister lächelte und sprach: „Alles? Das war viel, es beschrieb Euer Leben!“
„Ja, aber was wird die Zukunft bringen?“
„Glaubst du an Schicksal?“ fragte der Meister.
„Ja, antworte der Schüler!“
„Dann kannst du alles ohnehin dem Schicksal überlassen und es braucht dich sowieso nicht kümmern was kommen mag, denn du könntest nichts dafür oder dagegen tun!“
„Ich glaube an die göttliche Führung!“ sagte ein Mädchen!
„Du bist also der Meinung das wir Marionetten sind, die geführt werden?“ fragte der Meister.
„Ich glaube an Bestimmung!“ sagte ein anderer.
„Nun, dann wurde dir die Anhörung meiner Ausführungen bestimmt. Denk darüber nach!“ sprach der Meister.
„Ich glaube an das Karma!“ sagte eine Freundin des Schülers.
„Glaubst du wirklich irgendein Buchhalter sitzt herum und addiert unsere Fehler und subtrahiert unsere Treffer? Wo ist dann unsere Eigenständigkeit. Wenn wir – ausgehend von einem Willen einer Gottheit - einen Grad der Erleuchtung erreichen müssten, warum bekommen wir ihn nicht einfach? Was wäre das für ein dummes Spielchen? So nach dem Motto: „Gucken wir mal was dieses Menschlein macht!“ Und hat er was nicht GUT gemacht, bekommt er ein Knöllchen!“
„Ich glaube an GAR nichts!“ sagte ein weiterer seiner Freunde.
„Du bist eigentlich der Ärmste unter ihnen. Denn du hast eigentlich gar nichts. Glaube an Dich. Denn wenn es einen Gott gibt, so gab er dir einen Funken mit. Glaube an deine eigene Kraft. Wer auch immer uns dieses Leben gab, wollte wahrscheinlich nur das wir LEBEN. Leben mit seinen Funken!“
Der letzte sagte nur mehr: „Danke!“






DANKE

Ein ehrwürdiger Meister war sehr hart mit seinen Schülern.
Sie ehrten, respektierten und schätzten ihn, doch gleichzeitig fürchteten sie ihn wegen seiner Strenge!
Am Ende der Schülerschaft rief er den angehenden Meister allein zu sich. Nach kurzer Zeit kam der neue Meister heraus und strahlte. Zwar war es verständlich das jeder froh und glücklich war den Meisterrang erreicht zu haben, doch dieses Lächeln und Strahlen war anders, tiefer und glücklicher.
Nach langer Zeit, als der Meister schon tot war erfuhr man was er gesagt hatte: „DANKE!“ mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen und in den Augen, begleitet mit einer freundschaftlichen Umarmung.
Dieses DANKE an seinen Schüler wog deshalb so schwer, weil es selten und ehrlich war!



GEFALLEN

„Meister, heute wird um einen gefallenen Soldaten getrauert.“ sagte ein Schüler, der die Zeitung las.
„Ja, jedes Leben ist es WERT betrauert zu werden, dabei ist egal ob es ein Soldat oder jemand anderer ist“ meinte der Meister und goss weiter die Pflanzen im Garten.
„Aber der Soldat starb einen heldenhaften Tod. Er kämpfte für sein Vaterland, er verdient mehr Respekt und Ehre als andere!“ meinte der Schüler.
„So?“ fragte der Meister, „bekam er Geld für seine Arbeit?“
„Ja“ sagte der Schüler.
„Hat er gewusst was für eine Arbeit ihn erwartet?“ fragte der Meister
„Ja, sicher!“ meinte der Schüler.
„War es sein eigener Wille, der ihm diesen Weg gehen ließ?“ wollte der Meister wissen!
„Ja, so nehme ich doch an!“ sagte der Schüler!
„Wurde er in dem ausgebildet was er tun sollte? fragte der Meister weiter
„Ja“ war wieder die Antwort des Schülers.
„Er wurde also ausgebildet, bezahlt und informiert über seine Art der Arbeit, und er machte es freiwillig?“ fragte der Meister
„Ja sicher!“ stimmte der Schüler zu.
So ist jemand bei seiner Arbeit gestorben. Jemand der bereit war andere zu töten, der bereit war für Geld diese Art des Berufes auszuüben! Es ist jemand gestorben der den Weg des Kampfes beschritt!
So ist sein Tod ist nicht tragischer, bedauernswerter oder ruhmreicher als der Tod eines jeden unbekannten Menschen!“
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.06.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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