Igo Dieter

Wiedergeburt und Weissagung

WIEDERGEBURT

Ein Schüler las viele Bücher über die Wiedergeburt! In denen stand vieles vom Geist, der Seele, dem Energieerhaltungssatz, der Bestimmung, den Nahtoderlebnissen.
Schließlich ging er zu seinem Meister und erzählte ihm:
„Der Geist kann nicht verloren gehen. Denn wenn etwas ist, kann es nicht verschwinden!“
Der Meister sagte nichts. Er deute seinen Schüler mit ihm zu kommen. Sie spazierten ruhig und ohne ein Wort zu sprechen hinaus aus dem Kloster, hin zu einer Wiese. Bei einem Bach  blieben sie stehen.
Der Meister streckte den Schüler eine Flasche hin und sagte. „Nimm meine Flasche und fülle sie mit Wasser.“
Der Schüler tat wie ihm geheißen. Der Meister nahm die volle Flasche und sie gingen ein paar Schritte weiter. Da nahm der Meister eine zweite Flasche und ließ diese leere Flasche den Schüler auf den Boden stellen.
Als der Schüler dies getan hatte, warf der Meister die volle Flasche zu Boden. Die Flasche zerbrach in tausend Teile, das Wasser versickerte, bildete kleine Ansammlungen und Tropfenflogen umher.
„Nun, sagte der Meister zu Schüler, wie lange wird es wohl dauern, dass genau dieses Wasser sich in der anderen Flasche sammelt? Sieh die Flaschen als Körper, das Wasser als deine Energie. Das Wasser kann auch nicht verloren gehen, denn es IST! Es mögen irgendwann einzelne Tropfen wieder den Weg zurück in irgendeine Flasche finden, doch es ist unwahrscheinlich irgendwann, zu irgendeiner Zeit oder an irgendeinen Ort wieder alle gleichen Tropfen in dieser noch heilen Flasche zu haben oder in einer anderen.
Darum ist die Gegenwart auch so wichtig. Weil nie mehr etwas so sein wird wie es ist“

FRAGE

Warum wollen die meisten Menschen nach dem Tod wieder geboren werden? Die meisten Menschen haben aus dem derzeitigen Leben nicht wirklich etwas gemacht! Wollen sie wirklich die unterdurchschnittliche Mittelmäßigkeit in weiteren Leben fortsetzen?



WEISSAGUNG

Ein Meister wurde gefragt ob er die KUNST der WEISSAGUNG beherrschte. So sagte er: „Ja, natürlich. Meine WEISSAGUNGEN treffen immer zu. Ich kann in die Vergangenheit blicken und in die Gegenwart sowie in die Zukunft!“
Der Schüler bat den Meister um die Gunst der Weissagung für ihn und seine Freunde!
Der Meister willigte ein.
Drei Freunde des Schülers und zwei Freundinnen kamen und lauschten gespannt.
Der Meister schloss die Augen. Nur schwacher Lichtschimmer umgab sie in der Dunkelheit.
Da sprach der Meister:
„Zuerst sehe ich in die Vergangenheit. Ich sehe das ihr geboren wurdet. Ich sehe das ihr Eltern habt und auf diesen Planeten zur Welt gekommen seid. Zwei von Euch wurden als Mädchen geboren, drei als Knaben. Nun sehe ich in die Gegenwart. Ihr seid in meiner Nähe und es ist nur ein schwacher Lichtschimmer, der den Raum erhellt. Ich sehe in die Zukunft. Ihr werdet alle sterben.“
Der Schüler und seine Freunde wussten nicht so recht was sie sagen sollten.
Da sagte der Schüler: „Meister, war das alles?“
Der Meister lächelte und sprach: „Alles? Das war viel, es beschrieb die Meilensteine  Eures Lebens!“
„Ja, aber was wird die Zukunft bringen?“
„Glaubst du an Schicksal?“ fragte der Meister.
„Ja, antworte der Schüler!“
„Dann kannst du alles ohnehin dem Schicksal überlassen und es braucht dich sowieso nicht kümmern was kommen mag, denn du könntest nichts dafür oder dagegen tun!“
„Ich glaube an die göttliche Führung!“ sagte ein Mädchen!
„Du bist also der Meinung das wir Marionetten sind, die geführt werden?“ fragte der Meister. Auch Du kannst nicht selbst tun…
„Ich glaube an Bestimmung!“ sagte ein anderer.
„Nun, dann wurde dir die Anhörung meiner Ausführungen bestimmt. Denk darüber nach!“ sprach der Meister.
„Ich glaube an das Karma!“ sagte eine Freundin des Schülers.
„Glaubst du wirklich irgendein Buchhalter sitzt herum und addiert unsere Fehler und subtrahiert unsere Treffer? Wo ist dann unsere Eigenständigkeit. Wenn wir – ausgehend von einem Willen einer Gottheit - einen Grad der Erleuchtung erreichen müssten, warum bekommen wir ihn nicht einfach? Was wäre das für ein dummes Spielchen? So nach dem Motto: „Gucken wir mal was dieses Menschlein macht!“ Und hat er was nicht GUT gemacht, bekommt er ein Knöllchen!“
„Ich glaube an GAR nichts!“ sagte ein weiterer seiner Freunde.
„Du bist eigentlich der Ärmste unter ihnen. Denn du hast eigentlich gar nichts. Glaube an Dich. Denn wenn es einen Gott gibt, so gab er dir einen Funken mit. Glaube an deine eigene Kraft. Wer auch immer uns dieses Leben gab, wollte wahrscheinlich nur das wir LEBEN. Leben mit seinen Funken!“
Der letzte sagte nur mehr: „Danke!“

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Als junges Mädchen erfand ich schon lustige Geschichten, die ich meiner Nichte erzählte. Meine Dichterei geriet in Vergessenheit, erst meine Kinder Walter und Beatrix gaben mir, durch ihren herzigen Kindermund die Idee wieder zu schreiben.
Wie sie sehen, ging meine Phantasie mit mir durch und etliche Gedichtbände kamen raus. Ich hoffe auch sie finden das Eine oder Andere, worüber sie lächeln können. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht ihre Margit.

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