Aleksandar Gievski

Dagmars letztes Lied

 

Krach! Etwas sehr Schweres fiel auf eine der Holzstufen im Treppenhaus. Die Wände und der Boden erzitterten. Dann fluchten zwei Männer über ihr Missgeschick.
Mit Mühe öffnete ich meine Augenlider. Die Welt war noch verschwommen und das Gebrüll der zwei Männer ließ meine Augen flackern. Es dauerte mehrere Sekunden bis ich wach war. Ich setzte mich in meinem Bett auf und suchte mein Handy. 09:23 Uhr. Eine halbe Stunde Schlaf, dachte ich mir. Das war nicht viel.
Ich arbeitete von Drei bis Acht in einer Bäckerei, um meine Eltern zu entlasten, die mein Studium so gut sie konnten finanzierten. Dann schlief ich einige Stunden und machte mich auf den Weg zu den Nachmittags- und Abendkursen. Mein System war nicht schlecht, es durfte nur nichts dazwischen funken. Eine Störung des Ablaufs konnte zu einer unerwünschten Gereiztheit führen.
Ich zog die Bettdecke zur Seite und schlurfte zur Tür. Mein Appartement lag unterm Dach und es führte eine eigene Treppe zu mir rauf, die quer zum Treppenhaus verlief und mir einen guten Blick auf den darunter liegenden Flur gab. Ich sah zwei Männer, die versuchten eine schwere Kiste nach oben zu bringen. Die Kiste musste dem Vordermann zu schwer geworden sein und er ließ sie fallen. Dann krachte sie auf die vorletzte Stufe und verursachte diesen Lärm, der sich angehört hatte als ob eine Abrissbirne durchs Gebäude flog.
Mit einer letzten Kraftanstrengung und einem gewaltigen Repertoire an Flüchen, gelang es den Männern die letzte Stufe zu erklimmen. Danach brauchten sie die Kiste nur noch auf die Ebene des Flurs zu schieben. Die zwei Männer lehnten sich an das Treppengeländer und wischten sich den Schweiß von der Stirn.
  Die Sache war gelaufen. Mehr Lärm sollte eigentlich nicht mehr kommen. Als ich die Tür schon halb geschlossen hatte, hörte ich eine Stimme von weiter unten den Männern etwas zu rufen.

„Ist sie kaputt gegangen?“, fragte eine nette und ältere Männerstimme.

„Nein. Sie ist mir nur aus den Händen gerutscht, aber ihr fehlt nichts. Was ist denn da drin? Is sackschwer das Teil.“

„Das kann ich ihnen nicht sagen. Sie gehört dem jungen Mädchen die hier einziehen wird. Ich sollte die Kiste nur in Verwahrung nehmen.“

„Wenn die Kleine es geschafft hat, das Teil in den 1. Stock zu bringen, dann hätte sie es auch hier hinauf bringen können. So schwer wie die ist, hätte sie keiner unbemerkt klauen können.“

„Ach, Sie wissen ja, wie die Jugend von heute ist. Keiner weiß was in deren Köpfen vor sich geht. Warten Sie, ich sperre Ihnen die Tür auf.“

Der in die Jahre gekommene Mr. Gernstein, (er wohnte in der Wohnung im 1. Stock) zog sich Stufe für Stufe mit seinem Gehstock die Treppe hinauf. Er öffnete den beiden Männern die Wohnungstür und sie brachten die Kiste (eigentlich war es viel mehr eine Truhe als eine Kiste) hinein.
Damit war der Fall für mich abgeschlossen und ich konnte zurück in mein Bett. Erholung war der Schlüssel zu meinem Erfolg. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass das mein letzter erholsamer Schlaf sein sollte.


1.Traum

Um mich herum war alles dunkel und in weiter Ferne war Musik zu hören. Ein Streichkonzert. Sehr Melodisch, aber auch sehr hektisch. Es wurde langsam lauter oder es kam immer näher. So genau konnte ich das nicht feststellen, denn mein Körper verweilte in einer Schwerelosigkeit. Es wurde heller und aus schwarz wurde grau. Aus dem Grau bildeten sich Formen. Der Raum zeigte sich. Bewegungen konnte ich nicht nur sehen, sondern fing an, sie zu spüren. Die Musik wurde lauter. Deutlicher. Das grau, dieser Nebel wich immer weiter fort. Zu allen Seiten stieg er empor und hinterließ Farben und Umrisse und gab den Raum, in dem ich mich befand, zum Vorschein.
Ein weiter und hoher Raum. Eine Tribüne mit roten Sitzen. Darüber kamen Balkone zum Vorschein. Nur konnte ich mich nicht darauf konzentrieren, denn ich war beschäftigt. Das Cello zwischen meinen Beinen wurde nicht von mir gehalten, aber die Anstrengung war deutlich in mir zu spüren, die es mich kostete das Instrument zu spielen. Um mich herum spielten noch andere Streicher. Der Notenständer vor mir zitterte. Mein Körper schien in Ekstase, aber ich selber konnte damit nichts anfangen. Mein Kopf schwang hin und her im Einklang mit der Melodie. Doch jegliche Kontrolle über meinem Körper war mir entzogen. Dann sah ich vor unseren Reihen den Dirigenten, der wild und wie von einem Irrsinn gepackt mit seinem Stock wedelte.
Nun war alles deutlich. Der Konzertsaal und die Bühne auf der ich saß. Es musste eine Probe sein, denn Zuschauer waren keine anwesend.
Das Treiben wurde hektischer. Der Höhepunkt war nah, das konnte ich spüren. Es fühlte sich an wie Tosen und Donner. Der Blitz bahnte sich seinen Weg durch die Luft zur Erde. Der Himmel erleuchtet wie bei Tag. Der hohe Baum auf dem freien Feld wartete ungeduldig auf sein Ende. Jetzt - die große Explosion! Jetzt, jetzt. Doch nein! Das Klopfen des Taktstocks auf dem Pult ließ die Szene zerreißen.

„Nein, nein, nein, nein!“, schrie der Dirigent. Aufgebracht und mit dem Taktstock rumfuchtelnd marschierte er vor uns auf und ab.

„Ihr Stümper! Wieso könnt ihr den Moment nicht einfach einfangen. Spürt das Wasser, wie es hemmungslos und ungezügelt über die scharfen totbringenden Steine hinweg fließt und in einem herabstürzenden Wasserfall endet.“

Immer energischer wurde seine Ansprache, bis er sich in seiner Rage verlor.

„Und Sie“, er zeigte mit seinem Taktstock auf mich und kam auf mich zu geschritten, „die Königin der Stümper!“

Mir fiel plötzlich auf, dass er nicht mit seinem Taktstock auf mich zeigte, sondern mit einem unglaublich großen Messer. Er bahnte sich seinen Weg durch die Geiger. Ich konnte nichts tun, nur beobachten. Mit einer vor Wut zerfetzten Fratze stieß er zu mir.

„Sie müssen den Frühling spüren!“

Die Schneide des Messers verschwand unterhalb meines Kinns. Es brannte höllisch in meiner Brust. Ich blickte zu ihm herauf und sah direkt in sein finsteres Gesicht, welches sich langsam entspannte. Dann flüsterte er mir zu: „Können Sie jetzt den Frühling spüren?“

 

Der Handywecker klingelte. Ich setzte mich hin und ließ meine Füße vom Bett auf den Boden gleiten. Bevor ich meinen Kopf in meine Hände legte, strich ich übers Handy um diesen grässlichen Weckton (eine übel verstimmte Violine) auszuschalten.
Für gewöhnlich blieb ich eine Zeitlang so sitzen und versuchte, wach zu werden. Es war nicht immer einfach um Zwei Uhr in der Früh gleich auf den Beinen zu sein. Vor allem nicht wenn einem so ein blöder Traum mehr Schlaf geraubt als hinterlassen hatte. Die Arbeit in der Bäckerei würde heute sehr lang dauern.
  Versunken in meine Gedanken und auch nicht damit rechnend, denn normalerweise ist die Welt um diese Uhrzeit totenstill, hörte ich ein dumpfes Brummen direkt unter mir. Zuerst dachte ich, es sei die Heizung, die hin und wieder mal ein Geräusch von sich gab, aber der Klang änderte sich ununterbrochen. Meine Aufmerksamkeit wurde geweckt und ich musste genau hin hören. Und tatsächlich, es war eine Melodie, gespielt von einem Streichinstrument und direkt unter meinen Füßen. Das erklärte vielleicht meinen merkwürdigen Traum. Überrascht stand ich auf und machte mich für die Arbeit fertig.

 

Die Schicht ging besser vorüber als ich zuerst gedacht hatte. Nach der Arbeit holte ich mir noch frischen Aufschnitt, den ich zu meinen frischen Brötchen aus der Bäckerei essen konnte und schlenderte, todmüde aber relativ gut gelaunt, durch die Straßen von Innsfall.
Vor dem Haus stand Mr. Gernstein an seinem Stock gelehnt und schaute dem geschäftigen Treiben auf der Straße zu. Ich begrüßte ihn und fragte, wie sein Morgen bisher gelaufen war.

„Ganz gut, bis jetzt. Es ist nur verdammt anstrengend, vor allem für einen so alten Mann, wie ich es bin, dem arbeitenden Volk die ganze Zeit zuzuschauen.“, sagte Mr. Gernstein und fing an herzlich über seinen eigenen Witz zu lachen.

„Darf ich Sie was fragen?“

„Aber natürlich Peter, was liegt dir auf dem Herzen?“

„Wissen Sie wer die Frau ist, die unter mir eingezogen ist?“

Mr. Gernsteins Lachen verstummte und er wurde etwas ernster.Natürlich hätte ich die Frage etwas eleganter formulieren können und um den heißen Brei herum reden können, aber dafür war ich eindeutig zu müde.

„Ich kann dir leider nicht sehr viel über das Mädchen erzählen. Nur, dass sie Musikerin ist und in einem Orchester mitspielt. Sie wird nicht lange bleiben, hat sie gesagt. Warum fragst Du, hat sie Probleme gemacht?“

„Nein. Gar nicht. Ich hab sie heute Morgen nur Spielen hören, das ist alles. Es war nur seltsam um Zwei Uhr nachts ein Cello zu hören. Ich glaube zumindest, dass es eins war.“

„Sie hat angefangen zu spielen? Aber diese Musiker sind doch alle irgendwie exzentrisch.“

„Da haben Sie vermutlich Recht. Ich gehe dann mal rauf, bevor ich noch auf dem Absatz hier einschlafe. Einen schönen Tag noch.“

„Schlaf schön Peter.“

Schon auf dem Weg nach oben spürte ich, wie die Müdigkeit mich überkam. Deshalb zog ich mich rasch um und aß nebenher meine Brötchen. Ich bereitete die Kaffeemaschine für später vor und ließ den Rest einfach stehen.
Mit einem dumpfen Geräusch tauchte mein Kopf in das aufgebauschte Kopfkissen ein. Mein eingebetteter Schädel verabschiedete sich von diesem Morgen.

 

2.Traum

Eigentlich hätte es ein traumloser Schlaf werden müssen, aus dem ich gestärkt und voller Kraft wieder aufwachen wollte. Leider, zu meinem eigenen Verdruss, musste ich einen weiteren seltsamen Traum ertragen, der zu nah an der Realität angesiedelt war, um ihn danach schnell abschütteln zu können.
  Es begann in einem vollbesetzten Restaurant. Alles wirkte unglaublich schick und nobel. Die Kellner trugen Anzüge und die Gäste waren alle in Abendgarderobe gekleidet. Ein Kellner ging herum und bot den Gästen Champagner an. An einem Nachbartisch wurde eine Schale mit Kaviar als Vorspeise serviert; an einem anderen Tisch wurde ein großer Teller, mit einem grünen Fleck in der Mitte, klangvoll auf Französisch angekündigt. Ich war mir sicher, dass das kein McDonalds war. Die letzten Zweifel versiegten, als ein Kellner neben mir stand und mich auf Französisch ansprach; vermutlich wollte er wissen, was ich gerne bestellen würde. Beunruhigt sah ich den Kellner an, während er mich mit einem überheblichen Blick von oben herab straffte. Dann drehte er seinen Kopf weg von mir, denn die Antwort auf seine Frage kam von jemand anderem, als von mir. Erst jetzt bemerkte ich, dass mir jemand gegenüber saß. Der Mann, der gerade mit dem Kellner sprach, kam mir bekannt vor. Seine blonden Haare und die Art wie er mit seinen Händen rum fuchtelte. Na klar, dachte ich, es war der Dirigent! Heilige Scheiße, was will denn der hier?
Neben dem ersten Kellner stand schon der nächste, mit einer Weinflasche in der Hand. Er wartete geduldig bis der Erste die Bestellung aufgenommen hatte und stellte uns dann die Weine vor. Mit einer fließenden Handbewegung gab der Dirigent einen der Weine frei.
Als wir nun alleine waren, sah mich der Dirigent lächelnd an. Er beugte sich zu mir vor und griff nach meiner Hand. Genauso wie bei dem gestrigen Traum, hatte ich keine Kontrolle über meinen Körper. Jede Anstrengung, meine Hand aus seiner zu befreien war zwecklos. Sein Lächeln wurde immer breiter. Er sah nicht, dass mich das gerade fertig machte. Sein Blick (der Ekel stieg in mir empor) wirkte verliebt. Und dann, ich hatte es kommen sehen, beugte er sich immer weiter vor. Immer weiter. Er schürzte die Lippen und kam näher. Und noch näher. Noch näher. Im letzten Moment, ich dachte schon es wäre alles verloren, drehte ich meinen Kopf zur Seite und entzog ihm meine Hand. Eine Woge der Erleichterung überkam mich. Der Dirigent setzte sich wieder normal hin und schaute enttäuscht umher, ohne ein Wort zu sagen. Nach einer Minute fragte er mich:

„Hast du dir das auch gut überlegt?“

„Ich kann das einfach nicht, Miron“, sagte ich, ohne Einfluss darauf zu haben was aus meinem Mund kam. Ich kam mir vor wie ein Zuschauer in einem Theaterstück, der einen besseren Platz ergattert hatte als die Leute in der ersten Reihe.

„Aber warum nicht“, sagte er und schaute mich nun flehend an, „es ist nur eine kleine Hürde die zu überwinden ist. Stell dir vor was für eine Gelegenheit sich dir da bietet. Du bist so jung und schön.“

„Und das Orchester?“

„Ein sehr kleiner Preis für alles.“

„Einen sehr hohen Preis, finde ich.“

„Mach dich nicht lächerlich.“, er lehnte sich zurück und schaute mich überheblich an.

„Das was Du erreichen willst ist viel zu schwierig. Lass Dir das von einem Fachmann gesagt sein.“

„Ich weiß was ich kann und was in mir steckt.“

Jetzt wurde er wütend.

„Du weißt was Du kannst? Du… weißt was Du kannst?“

Er sprang auf und ging wie wild hin her. Seine Stimme wurde energischer.

„Woher sollst Du das denn wissen? Ich entscheide darüber was gut oder schlecht ist. Zeige ihn mir, deinen Beweis, dass Du gut bist.“

Der Dirigent stand kurz davor durch zu drehen, aber den Leuten um uns herum schien das nicht zu interessieren.

„Du möchtest ein einzigartiges Leben aufgeben, voller Luxus und Lebensfreude, für ein Talent welches Du nicht einmal besitzt. Das ist erbärmlich!“

Dann sprang ich auf und schrie: „Es ist mein Leben!“

Der Dirigent schritt vor, nahm die Weinflasche die zwischen uns stand und holte weit aus und brüllte vor Wut: „Nein!“

 

In dem Moment als mich die Weinflasche traf, riss ich meine Augen auf. Im Bett liegend dachte ich nur, was für ein Scheiß. Das war das Schwulste was ich je geträumt habe. Der Wecker klingelte und ich beschloss schnell mit den Tag weiter zu machen um diesen Traum auch schnell wieder zu vergessen. Unter mir hörte ich das rhythmische Spielen des Cellos.
Ich schloss meine Tür ab und schlich behutsam, wie es meine Gewohnheit war, die Stufen hinunter. Völlig in Gedanken verloren, an die bevorstehenden Schulstunden, überquerte ich den Flur. Als ich die erste Stufe nach unten nahm durchjagte mich ein, wie ein heftiger Stromschlag, gewaltiger Schreck. Meine linke Hand hatte schon den Handlauf ergriffen und jetzt packte sie so fest zu, dass meine Knöchel weiß anliefen. Mein Fluchtinstinkt wurde aus dem tiefsten Inneren meiner Gene nach oben befördert. Bei jeder abnormalen und schnellen Bewegung hätte ich mich sofort nach vorn geschmissen und wäre die halbe Treppe auf einmal runter gesprungen.
Was mich erschreckt hatte, war eine Stimme die von einer dunklen Seite des Flures kam. Ich drehte meinen Kopf so schnell in die Richtung, dass ich es knacksen hörte. In der Dunkelheit war eine Silhouette einer Person erkennbar. Der Wunsch zu springen wurde größer. Nur das rational denkende Gehirn hielt mich davon ab.
Der Schatten bewegte sich in meine Richtung. Zwei Augen leuchteten mich an. Es sah grauenhaft gekrümmt aus. Wenn das was ich als Schatten sah nun Realität werden sollte, würde es einer grässlichen Hexe aus einem fiesen Märchen gleich kommen und mich versuchen zu fressen.
Meine Hand am Handlauf brachte ich in Position und unterdrückte einen weinerlichen Schrei, als die Stimme wieder ertönte. Diesmal verständlich und in einem angenehmen Ton.

„Ich wollte Sie nur fragen, ob meine Musik Sie nicht allzu sehr stört?“

Diese nette und reizvolle Stimme nahm mir mit einem Schlag die Anspannung. Als der Schatten allmählich ins Licht trat, verschwand die alte bucklige Hexe und es erschien eine junge und sehr hübsche Frau. Ihr blondes Haar leuchtete in dem fahlen Licht der sechzig Watt Glühbirnen und ihr Gesicht war glatt und weiß, wie von einer Porzellanpuppe. Die Überraschung und die Wucht der Schönheit dieser Frau ließ meine Antwort warten. Als sie ihren Kopf zur Seite neigte und mich unsicher anschaute, fing ich an etwas hin zu stammeln.

„Musik?... Ach, die Musik… Nein. Die stört mich nicht. Überhaupt nicht. Sie spielen phantastisch. Ich sollte dankbar dafür sein, dass ich nichts dafür bezahlen muss.“

Was labere ich da für einen Scheiß. Ich bin doch kein Schuljunge aus der sechsten Klasse mehr, dachte ich mir in diesem Moment. Nur gut dass mich die Eile voran trieb bevor noch mehr Peinlichkeiten aus meinem Mund fallen konnten.

„Also, ich muss dann leider weiter. Der Unterricht ruft. Von meinem Studium. Ich studiere nämlich. Die sechste Klasse habe ich schon weit hinter mich gelassen. Jetzt sind erwachsenen Sachen an der Reihe. Was ich eigentlich sagen wollte, Sie sind wirklich schön… ähh… es war wirklich schön Sie kennen gelernt zu haben.“

„Ganz meinerseits. Und ich hoffe, wir sehen uns nochmal wieder. Sie dürfen ruhig mal bei mir vorbei schauen.“

Vielleicht bildete ich mir das nur ein, aber in den letzten Worten schwang eine Gewisse Verführung mit.
Sie rührte sich nicht als ich mich umdrehte und die nächsten drei Stufen nach unten ging. Dann fiel mir aber noch eine wichtige Frage ein, die ich versäumt hatte ihr zu stellen. Schnell drehte ich mich um und sprach die Worte aus.

„Ich habe Sie gar nicht… nach Ihren Namen gefragt.“

Die letzten Worte blieben mir im Hals stecken. Sie war schon verschwunden. Der Flur lag nur noch in seinem fahlen Licht stumm da. Sehr seltsam, dachte ich mir. Nach einer weiteren Stufe nach unten blieb ich nochmal stehen und horchte. Das Cello hat wieder angefangen zu spielen. Wieder? Hatte die Musik wirklich aufgehört? Oder bildete ich mir das auch nur ein? Die Zeit war zu knapp für solche Rätsel, aber es beschäftigte mich noch sehr lange.

Mich im Unterricht zu konzentrieren fand ich schwer. Mir war so, als ob ich seit Tagen nicht richtig geschlafen hätte. Die ganze Zeit schwirrten mir diese seltsamen Träume im Kopf rum und noch dazu diese Musik, die als Endlosschleife meine Gedanken blockierte. Darum beschloss ich für heute früher Schluss zu machen und ging nachhause.
Ich ging durch das Foyer und stieg schon die Treppen nach oben, als ich unvermittelt stehen blieb. Da ich es gewohnt war nachts aus dem Haus zu schleichen, weil ich ja niemanden wecken wollte wenn ich in die Arbeit ging, habe ich es mir auch tagsüber zu Angewohnheit gemacht, mit leisen Schritten durch das Haus zu gehen. Darum bemerkten Mr. Gernstein und Mr. Schorle (unser Vermieter der im Erdgeschoß wohnte), die vor Mr. Gernsteins Wohnungstür standen, mich nicht. Wäre ich nur eine Stufe weiter gegangen, hätten sie mich gesehen.
In der Regel belausche ich keine Gespräche von anderen Leuten, aber das Getuschel der beiden hörte sich so geheimnisvoll an, dass ich stehen bleiben musste.

„Finden Sie es nicht auch merkwürdig, dieses Verhalten? Tag und Nacht hört man das Mädchen spielen. Macht sie denn niemals eine Pause. Hin und wieder, so sagt Mrs. Braun, hört sie sie auch singen.“

Mrs. Braun war die direkte Nachbarin von der Musikerin.

„Aber, es soll kein richtiges singen sein, sondern mehr eine Art beten oder rezitieren. Es soll sich gruselig anhören. Was halten Sie davon? Sie sind bis jetzt der einzige, der das Mädchen persönlich getroffen hat. Ist Ihnen irgendetwas Seltsames aufgefallen?“, sagte Mr. Schorle.

„Nein, sie machte auf mich einen normalen Eindruck. Vielleicht ist sie nur sehr aufgeregt wegen ihrer bevorstehenden Tournee, von der sie mir erzählt hat.“

„Mag sein. So etwas hat sie mir auch in dem Brief mitgeteilt, den sie mir als Bewerbung für die Wohnung, aus New York, geschrieben hatte.“, sagte Mr. Schorle und wurde sogar nochmal ein Tick leiser als davor. „Mrs. Braun, ich darf es Ihnen eigentlich gar nicht sagen, aber sie meint wirklich, dass das Mädchen eine Hexe sei.“ Die letzten Worte flüsterte Mr. Schorle so leise, dass ich sie fast nicht gehört hätte.

Das Wort Hexe weckte in mir einen seltsamen Nachklang. Ich hätte es nie laut ausgesprochen, aber irgendwo, ganz tief in meinen Überlegungen, war dieser Gedanke auch in mir erschienen. Natürlich nie als ernste Überlegung, doch das ununterbrochene Spielen, die seltsamen Träume mit der dazu beigeführten Müdigkeit und das Treffen auf dem Flur hatten mich durcheinander gebracht.

„Wollen wir es mal nicht übertreiben.“, sagte Mr. Gernstein nüchtern.

Ich zog mich wieder zurück und stellte mich zu den Briefkästen, die neben der Eingangstür im Windfang standen.

„Oh, hallo Peter”, sagte Mr. Schorle als er die Treppen runter kam, „das ist sehr gut, dass ich dich hier antreffe.“

„Um was geht es denn, Mr. Schorle?“

„Ich will nichts zu laut sagen, sonst denken alle noch ich tratsche.“

Um herauszufinden, dass Mr. Schorle die größte Tratsche im gesamten Block ist, braucht man nur eine Zigarettenpause und das unverschämte Glück, gerade vor seiner Haustür zu stehen.

„Nein, wer denkt denn so etwas?“, sagte ich und versuchte so gut ich konnte die Ironie weg zu lassen. Doch Mr. Schorles Gesichtsausdruck verriet mir, dass es nicht ganz geklappt hatte.

„Schon gut, mein lieber Peter. Auf jeden Fall liegt es in meinem Interesse als Vermieter, mich um das Wohlergehen meiner Mieter zu kümmern.“

Seit wann das denn?, fragte ich mich. Letzten Winter musste ich drei Wochen lang frieren, ehe ein Monteur gekommen war, um die Heizung zu reparieren.

„Wie Du bestimmt schon weißt, ist eine junge Dame vor kurzem in unser Haus gezogen. Eine Musikerin. Du wohnst fast direkt über ihr. Ist dir da irgendetwas Seltsames aufgefallen?“

„Was sollte mir denn auffallen? Sie ist hübsch und übt den ganzen Tag.“

„Du hast sie gesehen?“

„Ja, heute bevor ich zum Unterricht gegangen bin. Sie hat mich gefragt, ob sie zu laut sei. Ich habe nein gesagt. Haben Sie sie denn noch nicht getroffen?“

„Ich war einmal oben, aber sie hat wahrscheinlich mein Klopfen nicht gehört.“

„Wie hat sie dann die Wohnung bekommen?“

„Sie rief einmal aus New York an, um sich vorzustellen und dann schickte sie mir einen ausführlichen Brief. Das reichte mir aus. Sie möchte nur ein paar Wochen bleiben, hat sie gesagt, und hat das Geld im Voraus überwiesen. Hat sie sonst noch was zu dir gesagt?“

„Nein, aber sie machte einen netten Eindruck auf mich.“

„Das ist doch schon mal was. Danke Peter, dass du dir die Zeit genommen hast.“

„Keine Ursache Mr. Schorle.“

Ich wollte schon weiter als ich, wie Columbo in seinen besten Zeiten, noch eine Frage hatte.

„Ach, Mr. Schorle.“

„Ja, Peter?“

„Können Sie mir sagen, wie der Name der Frau ist. Ich wollte sie selbst fragen, aber sie war so schnell verschwunden.“

„Das kann ich dir sagen. Sie heißt Dagmar Schütze.“

 

3.Traum

Ich lag zur Seite gedreht in meinem Bett und starrte im mein Zimmer. Wenn du einschläfst, dann träumst du wieder von dem Typen, dachte ich mir. Aber, nicht schlafen. Wie lange konnte ich das aushalten? Ich blinzelte mit den Augenlidern. Die Umrisse von Couch und Tisch waren sichtbar. Wieder blinzeln. Der runde Teppich war zu sehen, auf dem der Tisch stand, nur die Farben waren nicht zu erkennen. Blinzeln. Das kleine rote Lämpchen vom Fernseher leuchtete und ich konnte die Spiegelung im Fenster gegenüber sehen. Blinzeln.
Aus meinem Zimmer wurde ein völlig anderer Raum. Er war kleiner und war in einem gedimmten Licht zu sehen. Wieder war ich nicht in der Lage mich zu bewegen. Gegenüber war eine Tür und rechts daneben war ein Schminktisch, dessen Spiegel mit Glühbirnen umrandet war. Rechts daneben, an der Wand, stand ein alter Kleiderschrank. Oder, besser gesagt, altmodisch. An der Wand, links neben der Tür, stand ein Cellokoffer. Nach einigen Minuten klopfte jemand schnell an die Tür und schrie: „Noch fünfzehn Minuten!“
Mein Körper erhob sich und blieb einige Zeit so sitzen. Dann ging ich zum Kleiderschrank und öffnete ihn. Im Schrank waren drei identisch schwarze Kleider. Eines davon nahm ich heraus und zog es an. Vor der Tür war hektisches Treiben zu hören. Nun setzte ich mich vor den Schminktisch und sah zum ersten Mal die Person in dessen Körper ich, jetzt schon zum dritten Mal, geschlüpft war. Und, sie war es. Das hübsche Mädchen aus der Wohnung unter mir. Ich faste es kaum. Was hatte das alles zu bedeuten? Was für eine Verbindung stand zwischen uns.
Ich sah zu, wie sie sich zurechtmachte und ihre feinen Gesichtszüge mit dezenter Schminke noch mehr zur Geltung brachte. Mein Herz schlug schneller und ich hatte die ganze Zeit Angst nicht von ihr bemerkt zu werden. Vielleicht lag es an meiner guten Kinderstube, aber ich wollte einfach kein Spanner sein; nur konnte ich es nicht verhindern.
Die Tür ging auf und ein Mann kam herein. Sie schaute ihn nicht an, denn sie war noch mit ihrer Lippen beschäftigt. Der Mann, ich ahnte es schon wer er war, stellte sich hinter uns und lehnte seine Hände auf die Stuhllehne und beugte sich vor. Im Spiegel sah ich den Dirigenten. Er schaute über ihren Kopf hinweg in den Spiegel.

„ Dagmar, meine Hübsche. Hast du dir über mein Angebot Gedanken gemacht? Du weißt, dass die Zeit knapp wird und ich brauche endlich eine Entscheidung.“

„Du kennst die Antwort schon. Warum quälst Du mich noch?“

„Weil ich will, dass Du glücklich wirst. Nichts wäre mir lieber, als Dich glücklich zu sehen. Und noch lieber wäre es mir, wenn Du bei mir bleibst und mich dadurch glücklich machst.“

„Nein, Miron. Wenn ich mit Dir gehen würde, wärst nur Du glücklich und ich müsste in der Ewigkeit darunter leiden. Du wirst nie verstehen, dass Liebe nicht wächst bis sie mal gedeiht. Die Liebe ist wie ein gutes Stück. Vom ersten Ton bis zum Schlussakkord wiegt sie deine Seele in sanften Händen und trägt dich bis in die Stille.“

„Also meinst Du meine Hände wären nicht sanft genug?“

Seine Hände schmiegten sich um ihren Hals und ich spürte wie der Druck langsam zunahm. Sein Gesicht verfinsterte sich.

„Tu es nicht, Miron!“

Der Ton in ihrer Stimme wurde heiser. Sie packte seine Hände, aber er war zu stark.

„Tu es nicht!“

„Sind dir meine Hände immer noch nicht sanft genug?“, sagte er und man konnte deutlich den Hass in seiner Stimme hören.

Ich rang nach Luft. Dagmar rang nach Luft. Über uns das verzerrte Gesicht eines Psychopaten. Ich sah in den Spiegel, in ihre Augen und wusste, dass ich - wir wirklich sterben würden. Mit letzten Kräften stieß sie einen letzten Hilfeschrei heraus: „Hilf mir Peter. Du musst mir helfen!“

 

Ich lag auf dem Fußboden und konnte gar nicht genug Sauerstoff in meine Lungen pressen, während ich mich hin und her wälzte und meine Bettdecke von mir warf. Geschockt sah ich mich im Zimmer um und bemerkte, dass es schon hell war. Wie viel Zeit war vergangen? Irgendwo quietschte mein Handy aber ich konnte es nicht gleich finden. Als ich es fand stellte ich die Weckfunktion aus und sah auf die Uhr. 07:23 Uhr. Anstatt mir Gedanken darüber zu machen, dass ich verschlafen hatte, zog ich mir, so schnell ich konnte, eine Hose an und lief barfuß aus meiner Wohnung die Treppen hinunter. Zu meiner Verwunderung stand Dagmars Tür einen Fußbreit offen. Wie ein Wilder stürzte ich in ihre Wohnung und durch den dahinter liegenden Korridor. Aus einem hell erleuchteten Zimmer kam die Musik. Als ich eintrat sah ich Dagmar auf ihrer Truhe sitzen und spielen.

„Ich bin da und werde Dir helfen.“, sagte ich und ging schnellen Schrittes auf sie zu. Dabei stolperte ich über einen Läufer und schlug ihr mit der rechten Hand das Cello aus den Armen. Das Instrument landete unglücklich auf dem Boden und der Hals des Cellos brach ab. Die Saiten peitschten in alle Richtungen. Eine traf mich im Gesicht und verpasste mir eine blutige Strieme.
Wie aus einer Trance erwacht starrte Dagmar um sich. Ihr Blick fiel auf mich, der vor ihr auf den Boden lag. Ihr Gesicht gab eine Mischung aus Verwunderung und Entsetzen wider.

„Was hast Du getan?“, sagte sie mit leiser und gequälter Stimme.

„Alles wird gut, ich bin da um Dir zu helfen.“

„Mir zu helfen?“, in ihren Augen stiegen Tränen auf, „Wer zur unsrer aller Verdammnis hat Dich geschickt, um mir zu helfen? Du hast alles zerstört. Meine Seele ist dem Untergang geweiht und Du wolltest mir helfen.“, sagte sie und ich hörte nur noch Verzweiflung in ihren Worten.

„Ich dachte, dass warst Du.“

„Oh nein, das war sein Werk. Dieses Schwein hat Dich geschickt. Ich hätte es fast geschafft und jetzt bin ich geliefert.“

Sie weinte nun bitterlich.

„Wer ist er? Wen meinst Du?“

„Verstehst Du es nicht! Er war es. Er war es die ganze Zeit. Er ist die Hexe. Der Voodoo-Mann. Der Seelenräuber!“

„Ich verstehe gar nichts mehr.“

„Das musst Du auch nicht.“, sagte eine kratzige Männerstimme aus Richtung der Tür von der ich ins Zimmer gekommen war. Dort stand Mr. Gernstein auf seinem Gehstock und lächelte in den Raum.

„Aber, wenn Du eine Erklärung willst, dann werde ich Dir eine kurze geben. Mein Problem lag darin, dass ich es nicht selber machen konnte. Darum habe ich eine List angewandt, um Dich zu ködern. Es tut mir leid, dass ich Dich mit hier hinein ziehen musste, aber meine Zeit ist knapp. Das verstehst Du doch, oder?“

„Sie haben mir diese Träume geschickt damit ich aufwache und wie ein Gestörter hier rein marschiere und um was zu tun?“

„Um sie vom spielen abzuhalten. Ich brauche sie. Ich habe sie schon immer gebraucht und jetzt wird sie mir helfen. Dich, Peter, brauche ich nicht mehr.“

„Das werden wir erst noch sehen.“

Mit einem Anflug an Übermut sprang ich auf und stürzte mich in seine Richtung, wie ein Footballspieler. Kurz vor unserem Zusammenprall packte er mich, mit seiner linken Hand, am Hals und hob mich in die Luft, als ob ich nur ein weiches Daunenkissen wäre, und warf mich mit einem Ruck durch den Korridor in den Treppenflur nach draußen. Die Türen hinter mir sprangen alle wie von Geisterhand zu und ich landete hart auf den Boden. Es dauerte einige Zeit bis ich zu mir kam. die Tür war verschlossen und alleine konnte ich nichts ausrichten. Nach oben gehen, um mein Handy zu holen wollte ich nicht, denn es hätte sein können, dass Mr. Gernstein floh. Darum rannte ich runter auf die Straße und bat einige Passanten darum, die Polizei zu rufen. Als die Streife ankam begleitete ich die zwei Polizisten ins Haus. In schnellen Worten versuchte ich den Beamten zu erklären was passiert war. Dabei ließ ich natürlich einige Details aus, aber die Grundaussage war, dass eine junge Frau, oben im zweiten Stock, von einem Mann gefangen gehalten wurde.
Wir gingen die Treppen zum ersten Stock hinauf, als uns ein junger Mann entgegen kam. Er machte uns Platz und ließ uns vorbei. Dabei sah ich ihm ins Gesicht und er kam mir bekannt vor, ohne genau zu wissen woher. Dann gingen wir weiter nach oben. Die Türen waren alle weit geöffnet. Als wir eintraten war es sehr still. Die Beamten gingen voraus. Im Zimmer lag noch immer das zerbrochene Cello auf dem Boden vor der Truhe. Keine Spur von Mr. Gernstein oder der jungen Frau. Die Beamten durchsuchten die Wohnung aber nichts war zu finden. Einer der Beamten fragte mich ob wirklich jemand hier gewohnt hatte, denn es deutete nichts darauf hin. Keine Kleidung, keine Essensreste oder andere Sachen, die der Mensch so braucht. Das Bad wurde seit Längerem nicht benutzt.
Verzweifelt setzte ich mich auf die Truhe und begann zu denken, dass ich den Verstand verloren hatte.

„Was ist das?“, fragte einer der Beamten und zeigte mit dem Finger auf die Truhe. Ich stand auf und deutete ihm, dass ich es nicht wüsste. Er kniete sich vor das große Vorhängeschloss. Es war nicht verschlossen und glitt mit einem metallischen Geräusch auf. Als er die Truhe öffnete und wir hinein starrten stockte uns der Atem. Der grauenvollste Augenblick in meinem Leben hatte sich gerade entblößt. Nie werde ich diesen Anblick je wieder vergessen.

Die Truhe war fast randvoll mit einem durchsichtigen Gelee gefüllt. Wie sich später noch herausstellen sollte, wurden auch Spuren von menschlichen Knochen in dem Gelee gefunden. In diesem Gelee lag Dagmar Schütze. Nackt und konserviert für die Ewigkeit. Später erfuhr ich, dass Dagmar Schütze vor mehr als fünfzig Jahren verschwunden war.
Der Anblick machte mich fertig und ich ließ mich auf den Boden sinken. Auf einmal traf mich ein erneuter Schock. Der Typ der uns auf der Treppe begegnet war. Natürlich kannte ich ihn.

„Verdammte Scheiße!“, schrie ich hinaus. Die Beamten drehten sich zu mir um und schauten mich verblüfft an. Einer fragte mich: „Was ist denn los?“

„Es war der Dirigent.“

 

Ende

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.07.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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