Dirk Hofmann

4-Der Besuch

Heute möchte ich eine Geschichte beschreiben, die mir wirklich so passierte.

Sie liegt schon über ein Jahrzehnt zurück und bevor ich diese ganz vergesse, dachte ich mir, ich schreibe sie mal auf.

Man hofft ja nicht das Gen des Vergessens zu haben, aber mir kommt es manchmal vor, das es sich ausbreitet, wenn man einfache Worte nicht mehr findet, oder einfach vergisst was man machen wollte.

Dies macht mir etwas Angst für meine Zukunft.

Jedoch zurück zu meiner erlebten Geschichte.

Genaue Zeitangaben sind mir nicht möglich, da ich vergaß dieses erlebte aufzuschreiben.

Somit beschränke ich mich auf meine Erinnerungen, die einen auch manchen Streich spielen können.

Ich überlasse dem Leser, ob es Wahrheit ist oder nur eine fantastische Geschichte.

Genug der Einleitung, ich sollte mal anfangen, bevor der Leser abhaut oder einschläft.

 

Wir waren Berufspendler, mit einem ausgeprägten Sinn Kilometer zu schruppen.

Anfangs sind wir jedes Wochenende nach Hause (ca. 500 km) gefahren, aber durch Budgetkürzungen und zu wenig Zeit von Spät auf Früh, hatten wir uns, ein Teil, dazu entschlossen nur noch alle 14 Tage zu fahren.

Es war eine schwierige Zeit, wenn man bedenkt, das zu Hause die Familie wartete.

Was dies für den Familienfrieden bedeutete, brauch ich nicht zu erwähnen.

 

Nach der Frühschicht hatten wir uns in der Küche getroffen und zusammen gegessen.

Wir waren ein Team von 5 Mann, inklusive mir und schafften auf Montage in der Pfalz.

Unser Einsatzort war noch einmal 25 km von der Unterkunft entfernt.

Dies nur am Rande.

Wir saßen und unterhielten uns zirka 2 Stunden, bis jeder von uns seine Ruhepause brauchte.

Jeder hatte sein eigenes Zimmer.

Gemeinschaftsräume waren nur Küche und Bad.

 

Mein Zimmer befand sich eine Etage höher, wie die Küche. Das Zimmer war geräumig und hatte dazu noch eine Abstellkammer. Ich besorgte mir einige Möbelstücke, damit es etwas wohnlicher aussah. Das Zimmer, so schätze ich, hatte 25 Quadratmeter, ein Fenster zur Hauptstraße mit Blick auf eine Commerzbank. Mein Bett stand an einer schrägen Wand, wo es aber nicht bleiben sollte.

 

Ich ging also hoch in mein Zimmer, schnappte mir meine Sachen, ging ins Bad um mich frisch zu machen. Als ich wieder in meinem Zimmer war, setzte ich mich auf mein Bett und stellte mir den Wecker, damit ich nicht zu lang schlafe.

Ich legte mich hin und schlief schnell ein.

Irgendwann setzte sich Jemand oder etwas auf mein Bett. Ich machte Platz, damit es besser sitzen konnte.

Ich drehte mich im Halbschlaf rum, um zu schauen wer da etwas von mir wollte.

Nur saß da niemand.

Ich rieb mir die Augen, damit ich noch einmal richtig schauen konnte, aber es war einfach niemand da.

Ich war sauer.

So stand ich auf und ging runter in die Küche.

In der Küche saßen 3 Kollegen von mir.

Sie schauten zu mir und fragten ob ich nicht schlafen gehen wollte.

"Klar," sagte ich etwas erzürnt,

"wenn man mich schlafen lassen würde und nicht zu mir ins Zimmer kommt, sich auf mein Bett setzt und wieder abhaut!"

Sie schauten mich fragend an.

Weiter sagte ich:

" Wer von Euch Scherzkeksen war es denn gewesen? Ihr habt doch gewusst dass ich schlafen wollte."

Wieder bekam ich nur fragende Blicke zurück.

Sie sagten zu mir, dass sie die ganze Zeit unten in der Küche waren und Fernsehen geschaut hatten.

Jetzt war ich der, der die fragenden Blicke durch den Raum warf.

"Ihr verarscht mich jetzt, aber nicht?" fragte ich noch einmal nach.

Sie schworen mir, bei allen was ihnen lieb und heilig ist, dass sie es nicht gewesen waren.

Nun hatte ich keine Ahnung, wer oder was sich da auf mein Bett gesetzt hatte.

Also ging ich wieder hoch und schaute nach, ob ich irgendetwas entdecken könne, was mir bei diesem Rätsel helfen könnte.

Leider wurde ich nicht fündig.

 

Also teilte ich mir den Raum mit etwas, was man sehen kann, sondern nur spüren.

 

Nach diesem Vorfall, baute ich mein Bett ein, damit sich niemand mehr auf das Selbige setzen kann.

Später stellt ich das Bett um, aber da wurde es nur noch schlimmer.

Dies ist aber eine andere Geschichte, die mich auch noch immer beschäftigt.

©DY, 19.08.2021

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.08.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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