Petra Klinkenberg

An der Schwelle zur Nacht

Abends auf Balkonien....
Nach einem heissen Tag. Ich angele mir das letzte eiskalte Bier aus dem Kühlschrank, das beim Öffnen leise zischt. Meinen Balkonsessel ziehe ich in die richtige Position, lasse die Rückenlehne nach hinten gleiten und sinke mit einem zufriedenen Seufzer auf's Polster.
Die Sonne ist hinter dem Berg verschwunden, aber ganz untergegangen ist sie noch nicht. Sie sendet ihre goldenen Strahlen aus und taucht den Himmel in ein samtiges Türkis.
Die spärlichen Wölkchen färben sich nach und nach in die wunderbarsten Rosétöne.
Irgendwie scheint die Welt ringsum leiser zu werden. Ein kurzes Verharren - selbst die Vögel schweigen.
Diese blaue Stunde am Tor zur Nacht ist eine verzauberte Zeit.
Und dann erstrahlen sie - einer nach dem anderen - Stern um Stern.
Wo vor ein paar Minuten noch die Flugzeuge ihre pinkfarbenen Kondensstreifen in den Himmel gemalt haben, sind nun nur noch ihre dahineilenden Positionslichter zu sehen.
wie oft hat man schon gesagt "Schwarz, wie die Nacht" - aber die Nacht ist nicht schwarz.
Sie ist wie ganz dunkelblaues Glas durch das wir in ferne Welten blicken. Diffuse Blitze zucken durch die Tiefe des Alls.
Meine Wünsche jedoch vertraue ich drei Sternschnuppen an, die in Sekundenbruchteilen am Firmament verglühen.
Aus welcher fernen Welt mögen sie wohl gekommen sein?
Die Augen versinken immer tiefer im Sternenmeer bis mein Blick von Satelliten wieder eingefangen wird und mich in die eigene Welt zurückholt. Ich verfolge ihre Bahnen für ein paar Minuten.
Einer davon ermöglicht mir vielleicht, genau diese Geschichte zu versenden.
Der laue Wind trägt vom gegenüberliegenden Hang das leise Bimmeln der Kuhglocken herüber und irgendwo beginnt ein Paar eine aufgeregte Diskussion.
Den Zauber dieser Stunde stört das nicht und ein Lächeln schleicht sich in mein Gesicht.

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