Sonja Soller

Maja und Adalar....(2)

Eine märchenhafte Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft

 

Der Umzug (2)

 

Maja, ein Mädchen von gerade mal sieben Jahren, nicht scheu, eher neugierig auf alles was um sie herum geschah, schlug die Augen auf, setzte sich im Bett auf und schielte zu ihrem Bruder hinüber, der noch selig schlummernd im Land der Träume weilte. Bastian war schon zehn Jahre und ging in die dritte Klasse. Die Geschwister waren ein Herz und eine Seele, naja, nicht immer, aber kaum war der eine nicht da, wurde er von dem anderen schon vermisst.

Heute war eigentlich ein trauriger Tag, denn die Familie wird heute das liebgewonnene Zuhause verlassen.

Der Vater war schwer erkrankt und die Ärzte haben ihm wenig Hoffnung auf Besserung gemacht, wenn er noch länger hier, an diesem Ort bleiben würde.

Sein ganzes Leben bereits hatte er im Berg für die Bergbaugesellschaft gearbeitet. Der Staub, die stickige Luft und die beschwerliche Arbeit haben ihn immer schwächer werden lassen. Er ist wieder und wieder in den Berg gefahren, bis er eines Tages zusammenbrach und von seinen Bergarbeiterkumpels zu Tage getragen wurde. Maja , ihr Bruder und die

Mutter hatten große Angst um den Vater und haben gemeinsam beschlossen, an einem anderen Ort ein neues Zuhause zu finden.

Die Schwester der Mutter, aus dem Dorf, dessen Name man nicht laut aussprechen durfte, hatte die ganze Familie eingeladen, solange bei ihr oder besser gesagt, in ihrem Dorf zu wohnen, bis es dem Vater wieder besser gehen würde. Agatha, die Schwester hatte natürlich vorher mit dem Bürgermeister alles abgeklärt, sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass jemand Unbekanntes in das Dorf einziehen durfte.

In den letzten Tagen hatten sie schon ihren Hausstand zum größten Teil zusammengepackt. Heute noch den Rest, dann sollte die Reise ins Unbekannte beginnen. Das alte, schon in die Jahre gekommene Fahrzeug stöhnte und ächzte unter der Last des Hausrats und der vielen Koffer. Die Insassen aber waren frohen Mutes und in freudiger Erwartung auf das, was sie in der Fremde erwarten würde.

Die Familie hatte nur eine, von Hand gezeichnete Karte, wo der Ort ohne Namen gekennzeichnet war. Die Schwester der Mutter hatte sie geschickt. Ja, sonst wäre es wohl sehr schwierig geworden den Ort ohne Namen zu finden. Sie waren schon eine ganze Weile unterwegs, die Geschwister schliefen ganz selig auf der Rückbank. Vorsorglich hatte die Mutter, wegen der morgendlichen Frische, eine wollene Decke über sie ausgebreitet.

Es war schwierig für den Vater, sich auf der Karte zurechtzufinden. Sie fuhren durch Gegenden, die ihnen völlig fremd waren, nur wenige Punkte konnte man erahnen, wo das sein sollte. Sie kamen jedoch ihrem Ziel, laut Karte, immer näher. Die Landschaft durch die sie fuhren, wurde immer ruhiger, die Bäume wuchsen üppiger, die Blumen und Pflanzen wurden schöner und bunter. Inzwischen waren Maja und Bastian wach geworden, sie staunten nicht schlecht über das, was sie sahen.

Der Himmel so klar, die Sonnenstrahlen waren nicht durch dunkle Staubwolken verhangen. Ihre Gesichter strahlten wie der Himmel, sie konnten sich gar nicht sattsehen.

Vater, sind wir bald da“, wollte Maja wissen. Sie konnte es kaum erwarten ihr neues Zuhause zusehen.

Weit kann es laut Karte nicht mehr sein. So wie es aussieht müssen wir noch über den Hügel dort hinten, dann müssten wir in dem Ort angekommen sein, dessen Namen man nicht laut aussprechen darf. Es ist doch wirklich komisch, ein Dorf dessen Name nur die Dorfbewohner kennen“, sinnierte der Vater.

Ich habe es dir doch schon erklärt, man möchte keine Fremden dort haben, weil sie bisher nur Unglück gebracht haben“, half die

Mutter dem Vater schon zum hundersten

Mal auf die Sprünge.

Und schon hatten sie den Hügel erreicht und schauten in das Tal. Außer Bäume konnten sie von hier oben aber leider nichts von dem Dorf erkennen. „Fahr einfach weiter“, beeilte sich die Mutter zusagen. Sie fuhren den Hügel hinunter. Je weiter sie fuhren, um so mehr öffnete sich der Wald und man konnte Straßen und Häuser erkennen. Die Kinder staunten nicht schlecht, „hier sieht es aus, wie in einem Märchenland, schaut nur mal diese Häuser, werden wir auch in so einem schönen Haus wohnen“?

Die Geschwister plapperten wild durch - einander. „Wir müssen das Haus meiner Schwester finden, schau bitte auf die Karte“, sagte die Mutter und stupste dem Vater in die Seite. Alle waren sehr aufgeregt und konnten es kaum erwarten, endlich Mutters Schwester kennenzulernen.

 

Fortsetzung demnächst.....

(c) 05.09.2021 Soso
Bild und Text Soso

Der Umzugswagen

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.09.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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