Andreas Rüdig

Beförderungserschleichung

Die Beförderungserschleichung ist ein Straftatbestand. Faktisch ist es "schwarzfahren", also die Fahrt mit Bus und  Bahn ohne gültige Fahrkarte, wobei auch Absicht vorliegen muß. Beim Schwarzfahren wird das Vermögen des Transportunternehmens geschädigt.

(Gebet der Nutte)

Lieber Gott, hör mir zu
gib nun endlich Ruh

ich bin es, deine Nutte
trage nichts als meine Kutte

beim schnellen Sex
bin ich keine Hex´...


Arabella - nennen wir die dunkelhäutige Frau der Form nach so - ist ein Luder par excellence. Gertenschlank und langbeinig, melonenförmige Brüste und ein aufreizend aufregend hübsches Gesicht, Wuschelhaare und Honigdurft - do kannten sie die Fahrgäste in der Straßenbahnlinie E 27. Dort unterhielt sie sich regelmäßig mit den Herren der Schöpfung und verhalf ihnen zu einem feuchten Höschen - ob auch Bezahlung dabei im Spiel war, konnte nie geklärt werden.

Nun steht Arabella vor dem Strafrichter. 931 (!) nachgewiesene Fälle von Beförderungserschleichung wurden dabei behandelt. "Das ist nicht nur vor Ort, sondern deutschlandweit rekordverdächtig," erklärt Bartholomäuse, der örtliche Polizeichef.

Um weitere Straftaten zu verhindern, habe sich das örtliche Verkehrsunternehmen entschlossen, ihr eine ganz besondere Oldtimer-Straßenbahn zu schenken. Sie ist über 50 Jahre alt, aber noch fahrtüchtig und in tadellosem Zustand. Lebensecht nachgebildete Puppen stehen und sitzen darin und unterschalten isch. Spezialeffekte vermitteln den Eindruck, die Bahn fahre - bewegte Bilder in der Scheibe, Lauchtsprecherdurchsagen gibt es. An den Haltestellen steigen dann Kunden ein, lösen ihre Fahrkarte und bekommen ihren Quickie. "Arabella verdient ihr Geld, zahlt Steuern, ist sozialversichert und vor allem: kann keine Straftaten mehr begehen," ist sich Bartholomäus sicher. "Wir müssen jetzt nur noch ein nahegelegenes Plätzchen zum Schlafen und zurechtmachen finden."

Wie kann ich es nur geschafft haben, 26 Jahre mit einer Frau aus Afrika verheiratet zu sein, wenn ich so blöd bin und es nicht merke, daß und wann ich angeblich rassistische Begriffe verwendet? Ich habe irgendwie den Eindruck, daß ich ein besserer Mensch bin als viele selbsternannte Gutmenschen.Andreas Rüdig, Anmerkung zur Geschichte

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Lehrerin C. wird an die Deutsche Schule Valencia nach Spanien vermittelt. Etwas unvermittelt wird dadurch der mitausreisende Ehegatte S. zum Hausmann und hat nun mit Küche, Haus, Garten, Pool und der spanischen Sprache zu kämpfen.

Eines schönen Vormittags beginnt er seinen ersten Haushaltsbericht zu verfassen und als E-Mail an Freunde und Verwandte zu versenden.

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