Sonja Soller

Maja und Adalar....(7)

 

Maja und ihre Familie

Gut gelaunt ging Maja nach Hause. Wenn sie an Adalar dachte hüpfte ihr Herz bis zum Hals. Sie war froh in ihm einen Freund gefunden zu haben, einen ganz besonderen Freund.

Als Maja die Haustür öffnete war alles ganz still, diese Stille war ganz ungewöhnlich. Sonst war immer irgendetwas zu hören.

Geschirr, das klapperte oder Basti lärmte, Vater und Mutter unterhielten sich. „ Ist jemand zu Hause“? Maja stieg die Treppe hinauf, sie vernahm leise Töne, sie kamen aus dem Schlafzimmer der Eltern. Vorsichtig öffnete sie die angelehnte Tür. Sie sah wie der Doktor sich über den Vater beugte und ihn mit einem Stethoskop die Brust und den Rücken abhörte. Maja erschrak. „Was ist mit Vater“? „ Maja, da bist du ja.“ Die Mutter nahm sie in den Arm. „ Dem Vater geht es gar nicht gut und wir mussten den Doktor rufen“. Der drehte sich in dem Moment um. „Ja, leider muss ich sagen, der Zustand eures Vater's hat sich verschlechtert, ich werde ihm eine Spritze geben und lasse noch ein Fläschen von dieser Medizin hier, die er regelmäßig einnehmen muss“, der Doktor zeigte auf das Fläschchen in seiner Hand und sah die Mutter dabei sehr ernst an. „Ja, ja, natürlich“, antwortete sie, „ich werde mich darum kümmern“. „Mehr kann ich erstmal nicht für deinen Mann tun“, wandte sich der Arzt noch einmal an die Mutter, „vielleicht bekommen wir es so wieder in den Griff“. Der Doktor nahm seine Tasche und verabschiedete sich von der Familie. Die Kinder und die Mutter traten an das Krankenbett und hielten dem Vater seine Hände. Ganz grau sah er aus, jegliche Farbe war aus seinem Gesicht gewichen.

Maja und Bastian waren sehr traurig, hatten sie doch gehofft, dass sich der Zustand des Vater's in ihrem neuen Zuhause bessern würde. Auch die Mutter schaute mit traurigem Blick auf den Vater. „ Kinder, eins dürfen wir nicht, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben. Wir werden den Vater jetzt nach den Anordnungen des Doktors versorgen, dann wird es sicher besser. Ich werde gleich mal eine gute Hühnersuppe kochen, dann bekommen wir den Vater schon wieder auf die Beine“. Sprach's und verschwand in der Küche.

Die Mutter hatte Bastian und Maja etwas beruhigt; eine Hühnersuppe und Bettruhe konnten wahre Wunder bewirken. Dennoch machten sich alle große Sorgen.

Maja hätte Bastian gern von ihrem neuen Freund erzählt, aber in dieser Situation wollte sie damit noch warten.

 

Bastian hatte seine Schultasche geholt und setzte sich an den Esstisch um die Hausaufgaben zu machen, er hatte in der dritten Klasse schon etwas mehr zu arbeiten als seine kleine Schwester, die nur wenige Aufgaben für zu Hause aufhatte. Die Kinder verbrachten viel Zeit miteinander, doch nicht mehr ganz so viel. Bastian hatte in seiner neuen Schule schnell Anschluss und auch neue Freunde gefunden. Er sah von den Heften auf und beobachtete die Mutter, die das zerkleinerte Hühnchen in den Topf gab.

Er wusste, dass die Mutter sich trotz der beruhigenden Worte große Sorgen um den Vater machte. Die Krankheit des Vaters hat wider Erwarten nicht den Genesungsverlauf genommen, wie sie alle gehofft hatten. Die Mutter hatte aber auch gesagt, eine so schleichende Krankheit, die sich jahrelang in Vaters Körper eingenistet hatte, brauchte ihre Zeit um auszuheilen.

So hoffte die ganze Familie, dass der Vater bald wieder gesund werden würde.

 

 

Fortsetzung demnächst....
 

10.09.2021 © Soso /Text

Bild Soso / Lina-Mara (5J.)

 

Das Haus von Adalar

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