Ingeborg Henrichs

Gehörlos

Gehörlos

Schon als Kind hielt er innerlich diese Plädoyers, minutenlang, geschliffenste Sätze, die sich makellos aneinanderfügten.  Er wünschte sich dann immer, sie würden aus ihm heraus auf  blütenweißem Papier gedruckt vorliegen können. Einfach so. Einen Gedankenabflußkanal direkt hin zum Drucker müsste es geben.

Heute wird er aufgeschrieben, von  Schriftführern und Informanten unterschiedlichster Medien und Fachdiensten.

Zu sprechen weiß er viel, doch was hat er zu sagen?

Wortebenutzer ist er geworden, ohne eigene Sprache geblieben, zumindest jener, die auch zu ihm und mit ihm spricht. Oder doch  nur gehörlos seiner inneren Stimme gegenüber?

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Nach dem Mord an ihrer Mutter und der Ermordung durch ihren Vater ist Eva in der Hölle gelandet. Dort fühlt sie sich wohl, ist angesehen, übt sich im Peitschenschwingen und hat Bartholmes, Hilfsteufel zwo-Millionen-achtunddreißig als Sklaven zugeteilt bekommen.
Mitten in einer Privatfehde mit einem ehemaligen Großinquisitor erreicht Eva der Ruf Satans: Ihre krankhaft geizige Tante Mathilde, die der Hölle sicher war, will sich der Gegenseite zuwenden. Evas Mission: sie zurück auf die Seite des Bösen zu holen. Mit einem wunderschönen Sukkubus-Körper soll sie Mathildes Mann Eberhard verführen und so beide für die Hölle sichern.
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