Qayid Aljaysh Juyub

Vampyr oder die seltsame Gräfin

Die Dunkelheit brach herein und die Gräfin Maria von Borgia erwachte in ihrem Kiefernsarg. Schlaftrunken schob sie die einfache Abdeckung desselben zur Seite und stieß einen gar grauenvollen Fluch aus. Wie üblich schmerzten die Druckstellen, die sie aufgrund der Enge ihrer Ruhestätte während ihres Schlafes an ihrem nicht mehr tauffrischen Körper davongetragen hatte, entsetzlich. Voll unerfüllter Rachegelüste wanderten ihre Gedanken zu ihrem Gemahl in Verdammnis, Rodrigo 'dem Schönen'. Nicht genug, dass diese treulose Tomate das immense Familienvermögen der Borgias verspekulierte, er setzte sich danach auch noch mit dem kläglichen Rest nach Malle ab und wirkte dort, von privaten TV-Sendern begleitet, als Blutorangensaft trinkender Kneipenwirt.
Der herrschaftliche Stammsitz, die schönen, geräumigen Ebenholzsärge: Alles dahin! Stattdessen vegetierte die 'Grande Dame der Finsternis' nun in einem elenden Plattenbau auf 60 qm in täglicher Sorge, ob sie sich nun noch eine Blutwurst bei Lidl leisten könne. Unvorstellbar wäre es für die Gräfin des Schreckens aus einer uralten Vampirdynastie in vergangenen Zeiten gewesen, dass es noch größere Blutsauger gäbe, als jene aus ihrem Clan, aber Gerichtsvollzieher und Finanzbeamte belehrten sie eines Besseren. Dann dieser vermaledeite Kindersarg von IKEA – wie weit war es nur mit ihr gekommen! Schlaftrunken wankte Madame de Borgia in ihr winziges Badezimmer, das sie in glorreicheren Zeiten nicht einmal ihrem untoten Bluthund Zoltan zugemutet hätte. Wo waren jene marmorgefliesten Thermen? Gone with the wind, or by taxes! Dort genoss jetzt ein bescheidener Volksvertreter seinen unverdienten Feierabend nach einem harten Tag im Parlament. Auch ihr geliebter Zoltan musste per Knoblauchspritze eingeschläfert werden, da sie ihrem zahnlosen Liebling sein Paldi  – aus Hunden für Hunde – nicht mehr zu kaufen vermochte. Apropos zahnlos, wo lag eigentlich ihr Gebiss wieder herum? Das war zwar ein minderwertiges Produkt aus dem Scherzartikelladen, aber immerhin besser als gar nichts oder die Premiummodelle der gesetzlichen Krankenkassen. Ach, ihr geliebtes Edelstahlgebiss von Cartier! Auch dies pfändete ihr ein gieriger Zwangsvollstrecker aus dem Munde hinweg! Zu ihrem Unglück hatte der eifrige Vollzugsbeamte wohl kurz vor dem tragischen Ereignis Knoblauchsuppe gegessen, sodass die blutrünstige Aristokratin völlig wehrlos gewesen war. Auch da lagen ja die Zähnchen – Marke Nosferatu deluxe – in einem ausgewaschenen Senfglas in einer Geschirrspülmittellauge. Gerne hätte unsere Heldin die famosen ‚Corega Snaps‘ mit der besonderen Haftkraft oder die Zahncreme mit der man ‚morgen noch kraftvoll zubeißen konnte‘ verwendet, aber ein solcher Luxus passte leider nicht mehr so ganz ins Budget. Nach einer katzengleichen Toilette, der es zwar an felider Grazie mangelte, aber deren Dauer und Intensität der gleichnamigen Wäsche alle Ehre machte, fand auch das kostengünstige Plastikimitat einen wackeligen Platz. Leider übersah bei diesem Vorgang die gar schröckliche Blutgräfin, dass in Fairytale gebadete Plastikteile ohne vorherige Reinigung keinen so positiven Effekt auf den Rachenraum auch einer Untoten hatten. So spuckte die vornehme Dame das vampirische Utensil würgend wieder aus. Hastig drehte Maria von Borgia den Hahn des billigen Handwaschbeckens auf und platzierte mit vampirischer Schnelligkeit ihren Mund unter denselben. Aber ach, das ersehnte Nass kam nicht! Da fiel es ihr siedend heiß wieder ein: Die Hausverwaltung hatte vor einiger Zeit bekanntgemacht, dass sie gedenke, in der aktuellen Kalenderwoche irgendwann zwischen 15:00 und 20:00 Uhr für eine unbekannte Anzahl von Stunden das Wasser hinsichtlich einer Untersuchung auf Legionellen abzustellen. Über ihren ehemaligen Folterkeller nachsinnend und lustige Seifenbläschen ausstoßend, schob sich die Vampirin ihr Gebiss wieder widerwillig in den runzeligen Mund. Unwillig zwängte sich die modebewusste Dame in die unförmigen Kleider aus dem Textildiscounter; von fleißigen Kindern in Bangladesch liebevoll geschneidert – nebenan produzieren sie dann die Markenklamotten. Wehmütig kamen der edlen Dame jene lustigen Nachtjagden in den Sinn, bei denen sie im scharlachroten Reitdress von Dior panikerfüllte Bauern auf ihrem getreuen Ross ‚Snowy White‘ durch die Pampa hetzte. Aber wozu über die glorreiche Vergangenheit grübeln, wenn einen die elende Gegenwart fordert! Da unsere gefeierte Heldin, wie alle Mitglieder ihrer Spezies, hervorragend in der Dunkelheit zu sehen vermochte, hatte sie es bisher vermieden, das trübe Energiesparlampenlicht einzuschalten, da die Strompreise, verursacht durch eine weise Energiepolitik, mittlerweile ein Rekordniveau erreichten. Kerzen zwecks besserer Beleuchtung jetzt kurz vor Monatsende käuflich zu erwerben, ließ der schmale Geldbeutel der Adeligen ebenfalls nicht zu. So näherte sich die blutige Maria nun zielstrebig dem Kühlschrank, um sich genussvoll an dem halben Liter Schweineblut, den sie vor einiger Zeit aus einer nahegelegenen Metzgerei stibitzte, zu laben. Entsetzt musste die Dürstende feststellen, dass die Stadtwerke ihr zwar nicht das Wasser, aber den Strom gesperrt hatten. Statt dem herbeigesehnten Getränk befand sich ein wenig delikates, übelriechendes Gebräu in der lauwarmen Kühlbox, das selbst die anspruchslos gewordene Gräfin als ungenießbar erachtete. Ohne Frühstück und mit einem flauen Gefühl im Magen ging die Herrin der Nacht daran, sich die tägliche Nahrung zu beschaffen. Hinsichtlich ihres für einen Blutsauger gebrechlichen Zustandes gestaltete sich die klassische Methode äußerst diffizil. Geld war auch nicht mehr da und um jetzt beispielsweise eine fette Blutwurst zu klauen, fehlten der Gräfin gewisse handwerkliche Talente. Tatsächlich griffen sie in der Vergangenheit bei derartigem Unterfangen regelmäßig Mitarbeiter diverser Discounter auf, die sie aber aus Mitleid in der Regel verschonten. Das grauenvolle Wesen der Nacht sah nur eine Möglichkeit den Kampf ums Dasein bis zum Monatsende zu überleben: Containern!
Derartige Aktionen hielt sie unter normalen Umständen weit unter ihrem bisschen Würde, das sie sich bisher bewahrte, wenn sie aber an all die blutigen Koteletts und Energiedrinks mit Stierblut dachte, lief ihr doch das Wasser im Munde zusammen. Zu allem entschlossen verließ Vampirella ihr finsteres 2,5 Zimmerverlies voller Gelsenkirchener Barock im 7. Stock des maroden Hochhauses. Da die Flurbeleuchtung auf ihrer Etage sich im Zustand einer permanenten Nichtfunktion befand, leistete dem Geschöpf der Nacht seine Infravision hervorragende Dienste, um den lustig mit Graffiti verzierten Lift zu finden. Maria von Borgia betete inständig zu ihren dunklen Göttern, dass das antiquierte Beförderungssystem funktionieren möge. Da nun einmal Ausnahmen die Regel bestätigen, rumpelte das primitive Gerät tatsächlich heran und es öffneten sich wundersamerweise auch noch die Türen. Mehmet Ali, ein höflicher junger Mann aus dem 10. Stock, lächelte die sympathische, alte Dame freundlich an.
„Schön Sie zu sehen Frau Borgia! Kommen Sie doch rein, ich beiße nicht!“
Listig lächelnd betrat die Blutsaugerin den leicht schmuddeligen Aufzug. Das war doch schon ein sehr gut aussehender kleiner Teufel! Turkish delight – den Jungen hätte sie in besseren Zeiten bis zum letzten Blutstropfen ausgetrunken!
„Ah, mein lieber Mehmet. Du solltest vielleicht aufpassen, dass ich nicht beiße!“
Der neckische Blick der Blutgräfin ruhte nachdenklich auf dem köstlichen Jüngling. Der wiederum lachte gutmütig, während sich die Fahrstuhltüren geräuschvoll schlossen.
„Sie möchten bestimmt auch ins Erdgeschoss?“
„Ja, mein kleiner Leckerbissen. Ich verspüre schon einen gewissen Appetit!“
Türkischen Honig zum Dessert hatte Maria schon als Kind geliebt! Allerdings murmelte die hungrige Vampirin den letzten Satz geistesabwesend als eine Art Selbstreflektion. Derweil rumpelte der Lift allmählich abwärts.
Mehmet betrachtete die alte Dame mit einem ebenso fürsorglichen, wie besorgten Blick.
„Sagen Sie Frau Borgia, haben Sie heute überhaupt etwas gegessen? Sie sehen so blass aus! Darf ich Ihnen mich ... Sorry Ihre Sprache ist manchmal nicht so einfach! Darf ich Ihnen etwas anbieten?“
Mit unschuldiger Miene holte der freundliche Mitbewohner einen blutrot verpackten Schokoriegel hervor.
Eine derartige Herausforderung ihrer Selbstbeherrschung musste die Gräfin seit Äonen nicht mehr bestehen. Der Drang dieses Praliné umgehend zu vernaschen, raubte ihr fast den Verstand. Letztendlich erwies sich das Schicksal in der Beziehung gnädig, als dass der altersschwache Aufzug sein Ziel erreichte und dessen Türen sich tatsächlich öffneten. Panikartig stürzte die hungrige Blutsaugerin aus dem Aufzug und verließ mit nosferatischer Schnelligkeit den heruntergekommenen Sozialbau, um in die neongeschwängerte Dunkelheit der Vorstadt zu fliehen.
Nach einiger Zeit des ziellosen Herumstreichens nagte der Heißhunger noch immer wütend in ihr, als sich der Anblick einer einzelnen, offensichtlich angetrunkenen Person bot. Leicht schwankend kam der hungrigen Gräfin ein blutreicher, da etwas korpulenter, mittelalterliche Herr entgegen. Früher hatte sie oft das Blut betrunkener Galane genossen, da sie den wärmenden Beigeschmack des Alkohols außerordentlich schätzte. Das war wirklich völlig unvampirisch! Der letzte Rest an Selbstkontrolle ging dahin und die Blutsaugerin stürzte sich laut kreischend auf das potentielle Opfer. Leider jedoch gelang das kulinarische Vorhaben nicht ganz, da eine etwas unkoordinierte und unerwartet kräftige Abwehrbewegung den Angriff insoweit abfälschte, dass statt die ersehnte Halsschlagader zu treffen, der Blutgräfin Zähne sich in die gut gepolsterten Schultern der wattierten Jacke des Opfers verhakten. Dummerweise blieben die dann auch Dank mangelnder Haftkraft darin stecken. Zu allem Überfluss verlor die Angreiferin ihr Gleichgewicht und fiel, die untere Partie des Betrunkenen streifend, zu Boden.
„Diese sexgeilen Weiber! Ich stehe nicht so auf altfranzösisch!“
In völliger Verkennung der tatsächlichen Situation torkelte das Opfer munter weiter, der Gräfin Gebiss in seinen Schultern nicht bemerkend. Die wiederum erhob sich langsam und völlig aufgelöst. Noch immer hungrig, aber ernüchtert, machte sie sich daran, ihr ursprüngliches Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das lohnendste Ziel stellte ohne Zweifel der dreckige Hinterhof des Discounters dar, der Lebensmittel so liebte. Dort landeten nicht gekaufte Produkte bereits eine Woche vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums in den Abfallcontainern, um in Müllverbrennungsanlagen gar umweltfreundlich entsorgt zu werden.
Die Crux bei der Geschichte war, dass die Lebensmittelliebhaber ihr Vernichtungsdepot extrem gut gegen bedürftige Zeitgenossen absicherten. Ein stabiler, mit Stacheldraht gekrönter Eisenzaun reichte dann auch, um die meisten unerwünschten Besucher abzuschrecken. Vom nagenden Hunger getrieben, entschied sich die verschmachtende Herrin der Nacht dazu, ihr Glück herauszufordern. Nachdenklich stand sie denn nach einiger Zeit vor dem Trump-affinen Bauwerk und strengte ihre kleinen blauen Zellen in ungewohnter Manier an, während im Hintergrund ein Kater kläglich miaute. Das wars! Als Gestaltwandler war sie zwar niemals gut gewesen, aber außergewöhnliche Situationen erforderten ebensolche Maßnahmen! Konzentriert schloss sie die Augen und murmelte uralte nosferatische Zaubersprüche. Schon zweifelte die mächtige Magierin an dem Erfolg ihres Unternehmens, als die Verwandlung plötzlich gelang. Es dauerte eine kurze Weile, bis sie realisierte, dass sie ihre Rattengestalt angenommen hatte. Zufrieden machte sich die nagetierhafte Aristokratin daran, durch die Gitterstäbe des mächtigen Zauns zu schlüpfen, als sie links von sich ein schauderhaftes Gebrüll vernahm. Erschreckt drehte sich die hochadelige Ratte zur Ursache des entsetzlichen Lärms und blickte in die gnadenlosen Augen einer wohlgenährten Katze. Unter normalen Umständen wäre das Schicksal unserer glücklosen Heldin besiegelt gewesen, wenn Fortuna es nicht im letzten Augenblick gewendet hätte.
„Verdammtes Katzenvieh, halt endlich die Schnauze!“
Eine wohl gezielte, leere Bierdose traf das unförmige Untier an empfindlicher Stelle, sodass es, seine Beute vergessend, kläglich miauend das Weite suchte. Wie der Zufall es wollte, wirkte die fette Raubkatze mit ihrem Gesang schon seit einiger Zeit ruhestörend. Dies wiederum motivierte einen Bewohner, einen des dem Containerhofs gegenüberliegenden Gebäude dazu, drastischere Mittel zwecks Beendigung des Konzerts anzuwenden. Es handelte sich dabei um einen gewissen Vlad Tepec, der seinen lärmfreien Feierabend mit einem Sixpack Blutbier zu genießen versuchte und nun aus seinem Fenster im ersten Stock den Weitwurf übte. Beeindruckt von den Wurfkünsten des unabsichtlichen Helfers schlüpfte Ratte Maria ins Innere des Lebensmittelentsorgungsparadieses. Derweil hatte der treffliche Schütze sein Fenster geschlossen und nuckelte wieder an seinen Bierdosen. Eilig bemühte sich die Malträtierte ihre Menschengestalt wiederzugewinnen, was ihr dann zu ihrem eigenen Erstaunen auch noch problemlos gelang; der Rattenschwanz blieb dabei dummerweise erhalten, aber: ‚Nobody is perfect.‘ Mit wenig Noblesse eilte Maria von Borgia zum nächstgelegenen Container und riss ihn gierig auf. Der war zwar nur halb gefüllt, aber all diese bluthaltigen Köstlichkeiten ließen die betagte Vampirin vor Entzücken fast vergehen.
Da gab es riesige Blutwürste, bluttriefende Koteletts und Steaks in Einwegverpackungen, herrliche Getränke vom roten Bullen mit den verliehenen Flügeln ...etc… Ihrem übermäßigen Hunger gehorchend, krabbelte die Aristokratin in das Müllbehältnis und fiel förmlich über die Leckereien her. Nachdem ihr erster Hunger nun gestillt war, beschloss sie, hier weiter zu dinieren. Aber was, wenn die großzügigen Lebensmittel-Casanovas einen Nachtwächter beschäftigten? Mit einem kräftigen Ruck verschloss die speisende Gräfin den Container von innen und widmete sich weiter dem köstlichen Male. Allerdings achtete die kultivierte Dame in der Folge darauf, ihr Geschmatze und die aristokratischen Bäuerchen auf ein Minimum zu beschränken, um kein unnötiges Aufsehen zu erregen, falls der imaginäre Security-Mitarbeiter seinen Rundgang machen sollte. Alles in allem, war es doch eine gelungene Nacht! Sie musste jetzt einfach nur ihren geplünderten Container, so heimisch sie sich darin auch fühlen mochte, verlassen. Mit einem zufriedenen Seufzer versuchte sie nun das Behältnis wieder zu öffnen, aber es gelang ihr nicht! Offensichtlich hatte ihre vorsorgliche Sicherungsmaßnahme zu gut funktioniert. Wütend knurrend und unter Aufbietung aller vampirischen Kräfte versuchte die Blutgräfin erneut ihr Glück, das sich aber auch dieses Mal nicht einstellte. Fluchend und schreiend bemühte sich die Göttin der Dunkelheit die ganze restliche Nacht ihrem selbst erwählten Kerker zu entrinnen, um gegen Morgengrauen in einen todesähnlichen Schlaf zu fallen.

*

Jonathan Harker und Abraham van Helsing, ihres Zeichens Müllmänner aus Leidenschaft, betraten am frühen Morgen das inzwischen entriegelte Gelände.
„Eine Schande, das ganze Zeugs wegzuhauen!“
Harker schüttelte bedauernd sein kahles Haupt. Zu allem Überfluss konnte ihr Entsorgungsfahrzeug nicht unmittelbar auf dem Hof halten und die Container mussten gute hundert Meter geschoben werden.
„Es ist wohl diesmal kein Aufpasser dabei! Harker, das ist eine gute Gelegenheit, um uns Einkäufe zu sparen, Deine Alte wird’s Dir danken!“
„Tja Mina, klar! Beeilen wir uns aber! Quincy in der Müllkutsche wird nicht ewig warten. Wir sollten ihm auch etwas mitbringen!“
Trotz der einigermaßen anständigen Gehälter bei der Stadtreinigung, regten die gestiegenen Lebensmittelpreise ein derartiges Verhalten enorm an. So begannen unsere fleißigen Müllmänner mit ihrer Erkundungstour.
„Hmm ein Rumpsteak, erst in 14 Tagen abgelaufen. Schade, das liegt ja schon die ganze Nacht herum, wird wohl kaputt sein!“
„Van Helsing, ich bekomme den verdammten Container nicht auf. Die haben da bestimmt etwas Wertvolles gebunkert!“
Der muskelbepackte Entsorgungsfachmann eilte seinem hilfsbedürftigen Kollegen zur Hilfe.
„Geh mal da weg und lass mich mal!‘
Mit äußerster Anstrengung gelang es van Helsing tatsächlich das Behältnis zu öffnen. Allerdings verlor dieser dabei für kurze Zeit das Gleichgewicht, sodass er nicht direkt ins Innere des Containers blicken konnte. Innerhalb weniger Sekunden zerlegte die gnadenlose Sonne die schlummernde Gräfin in ihre Bestandteile, sodass von ihr nur ein kümmerliches Aschehäufchen übrigblieb – was will man mehr: Sanft entschlafen! Schließlich blickte Abraham van Helsing auf die Stätte der Tragödie und sah:
„Nichts! Am Arsch wertvoll, da ist ja nur Müll drin. Sieht aus, als ob die da etwas verbrannt hätten. Lass uns weiter schauen!“
(…)
Auf solch tragische Weise fand die Letzte derer von Borgia, den Kneipier auf Malle ausgenommen, ihr Ende. So ist es meist mit selbstgemachten Gefängnissen, man kommt schlecht wieder heraus.

© 2019 Druide de Tingeltangel & Qayid Aljaysh Juyub

Danke für's Lesen und ein schönes Wochenende wünscht
JU
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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