Heinz-Walter Hoetter

Der Planet der Schattenwesen

 


 


 

Der Planet war in völliger Dunkelheit gehüllt. Es gab zwar eine ferne Sonne, die aber nur als schwach leuchtender Punkt im All zu erkennen war.


 

Aus der ewigen Finsternis dieser unheimlichen Welt starrten tausende von Augenpaaren wie glühende Kohlen auf die neuen Ankömmlinge aus einer fernen Welt, die mit starken Scheinwerfern die Umgebung schemenhaft ausleuchteten und gerade aus einem kugelförmigen Raumschiff gestiegen waren.


 

Noch ahnten sie nichts von ihrem kommenden Unglück.


 

***


 

Sie beherrschten diesen Planeten, und sie waren sehr viele.


 

Überall warteten sie schon seit sehr langer Zeit geduldig hinter bizarren Felsen ab, um sich endlich auf ihre Beute stürzen zu können, die sie per konzentrierter Gedankenkraft hier an diesen unwirtlichen Ort im Universum mit Hilfe falscher Signale zu sich gelockt haben. Jetzt würde ihre Falle zuschnappen.


 

So machten sie das schon immer seit Anbeginn ihrer Existenz, aber sie kannten keine Zeit, die es für sie einfach nicht gab.


 

Einer der Raumfahrer, es waren acht an der Zahl, fing plötzlich an zu sprechen.


 

"Irgendwie kommt mir die Situation komisch vor. Unsere Scanner haben im Orbit noch das üppige Vorhandensein von vielfältigem Leben auf diesem Planeten angezeigt, aber jetzt ist davon nichts mehr zu sehen. Die Scanner sind tot. Hier stimmt was nicht, Commander. - Was sollen wir tun?"


 

"Ich möchte euch nicht in Gefahr bringen. Zieht euch sofort ins Raumschiff zurück. Ich erkenne auf dem Bildschirm seltsam aussehende Gebilde, die schnell näher kommen. Ich befehle den sofortigen Abbruch der Mission! Alle Crewmitglieder, die sich draußen aufhalten, kehren sofort ins Schiff zurück!"


 

"Verstanden Commander! Wir sind schon unterwegs."


 

***


 

Plötzlich waren sie da, die unheimlichen Schattenwesen dieser dunklen Welt, überfielen in sekundenschnelle die überraschten Raumfahrer und hüllten sie ein wie in wallende Totengewänder, in denen einer nach dem anderen schließlich darin qualvoll erstickte.


 

Auch das gewaltige Raumschiff mit seinem leuchtenden Bugfenstern aus Panzerglas war auf einmal nicht mehr zu sehen. Die Schattenwesen hatten es ebenfalls nach und nach umhüllt und waren durch die offenstehenden Luken ins Innere des Kugelraumers eingedrungen. Überall auf den Stationen ging plötzlich das Licht aus und bald herrschte im gesamten Raumschiff eine unheimliche Stille.


 

***


 

Der König der Schattenwesen aber stand oben auf einem hohen Plateau und schaute zufrieden runter ins Tal, dorthin, wo der gewaltige Kugelraumer der Fremden aus dem All gelandet war, der jetzt immer mehr in sich zerfiel, fast so, als würde er innerlich von einer Säure zerfressen.


 

"Was für eine glorreiche Segnung für uns. Bringt alle Bestandteile der neuen Beute in die Nahrungskammern tief im Innern unserer Welt! Wer weiß, wie lange es dauern wird, bis uns wieder ein so großer und seltener Fang zuteil wird."


 

ENDE


 

(c)Heinz-Walter Hoetter

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