Ingeborg Henrichs

tiefgefrorenes

 

Tiefgefrorenes

Tiefgefrorenes muss nicht zwangsläufig eiskalt erfroren sein.

Vielleicht handelt es sich nur um eine besondere Form der Haltbarmachung, also etwas „ auf Eis legen“, um Frische zu konservieren, die sich  bei Gelegenheit und Bedarf  wieder aktivieren lässt.  Die Möglichkeiten stelle man sich hier vielfältig vor.

So scheint also Eiseskälte manchmal die Verheißung auf Auftauen in sich zu bergen, was im Hinblick auf menschliche Beziehungen nicht immer möglich ist.

Nun weiter mit Alltäglichkeiten.

Sie holte den tiefgefrorenen Fisch aus der Gefriertruhe. Freitag, da gibt es Fisch, heute sollte es  „Fisch  Bordesulas“ sein. Ein selbstkreiertes Rezept, „sehr lecker“, und immerhin konnte es dem Esser sogar diese Worte entlocken.

Scheint normal bzw sollte doch normal sein, aber in Abkühlungsspiralen ehr nicht mehr.Da verstummt die Höflichkeit.

Formvollendete Umgangsmanieren blieben  selbstverständlich erhalten. Wortlos, man schweigt sich an oder miteinander, nichts- oder vielsagend. Unscharf hier manche Grenzziehung. Eigentlich ist alles längst gesagt worden, aus- und angesprochen, be- und durchgesprochen. Eigentlich.

Ziele erreicht, die Generationenfolge gesichert, auch ein Hund hat wieder Einzug gehalten.

Bloß nicht nachdenken, bloß nicht träumen. Sonst hört das Erwachen nicht auf.

Sonst könnte das Schmelzwasser alles hinwegspülen und ins Uferlose steigen.

Ob man sich dann noch gemeinsam in ein Boot retten könnte?

 

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