Serafina Wey

Was wäre wenn?

Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn ich ins Flugzeug steige, zurück fliege in mein neues altes Leben und er nicht mehr Teil davon wäre.

Ich ginge zur Arbeit, verbringe Zeit mit meiner Familie und meinen zahlreichen Freunden, die ich alle vermisst habe. Ich gehe zum Hockeyfeld ohne ihn, blicke zu den Sternen und sehe den Pfeil, den er nie sehen konnte.

Ich bürste mein langes Haar und ich gehe mit mir allein zum Zuger See. Ich gehe zum Chinesen hole mein Essen und setze mich auf eine Bank und fotografiere nicht jede zweite Ente, die meinen Weg kreuzt.

Was bin ich ohne ihn, wenn nicht ich selbst? Was bin ich mit ihm?

Und ich schlafe ein in dem Bett, das ich lange vermisst habe, ohne an jemanden zu denken, meine kleinen Plastiksterne an der Decke und La Le Lu der Mond sind die einzigen die mir Gutenacht sagen.

Mit der Sonne, die durch meinen nicht vollkommen dichten Rollläden scheint, mich mit einem lachenden guten Morgen streichelt wache ich auf.

Ich schwinge den Schulranzen auf den Rücken, lächle in den Spiegel, weil mir gerade auffällt wie hübsch ich doch aussehe in dem neuen Kleid, das ich mir gekauft hatte. Ich verlasse das Haus steige in den Zug und laufe zu der Schule, die ein Zuhause für mich wurde. Ich grüsse meine Freundinnen, werde empfangen von vielen lachenden Gesichtern und einer glänzenden Zukunft. Er ist auch da, doch er ist nicht das was er einmal war. Ich schenke ihm ein Lächeln, ich habe ihm schon vor Monaten verziehen, doch Freunde können wir nie wieder sein. Er lächelt zurück. Das wars.

Und nun eine Frage: Wäre das denn so schlimm?

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.10.2021. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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